Tagesmeldung vom 27.12.2021

Tagesmeldung vom 27.12.2021

Törn 0747 | Kanaren – Kanaren
Ansteuerung Puerto de la Luz – Gran Canaria


Position 28°10,4 N|015°23,3 W
Kurs, Speed 180, 1,2kn
Etmal 34nm
Wind E – 1-2bft
Luftdruck 1020 hpa
Bedeckung 2
Temp (L/W) 22°C, 19°C

Weihnachtszeit auf der Roald

Für mich beginnt der Tag heute 2 Stunden später. Es heißt endlich mal Ausschlafen oder wie andere es nennen: Backschaft. Etwas Obstsalat schnippeln, ein paar Brötchen backen. Keine Specials, denn heute Abend wird groß aufgetischt.

An Deck tobt eine Flaute. Ruderlage Mittschiff, kein Kurs. Warten auf Wetteränderung. Mythen dringen an unser Ohr es würde versucht eine Halse gefahren. Viel wichtiger ist es aber den Rotkohl Karlo-gerecht zu würzen. Als er unsere mit Nelken präparierte Spickzwiebel sieht, sind seine Sorgen schnell vergessen.

Während wir Dank einer einzigen Welle Teile des Zimtparfais auf dem Quergang verteilen, heißt es draußen All Hands. Die Segel werden hafenfein gepackt und die Tätigkeiten zum Anlegen vorbereitet. „Pünktlich“ 12 Uhr (eventuell auch eher 14 Uhr, hier geht die Zeit nun mal anders) laufen wir in Las Palmas de Gran Canaria ein.

Währenddessen backt Annabelle Unmengen an Baguette und hat gleichzeitig ein Auge auf den Rotkohl. Edith verteidigt uns an der Abwaschfront. Für das Mittagessen wird eine Linsensuppe nach Rezept zusammengewürfelt. Dann geht es raus aus der Kombüse endlich Decksluft schnuppern um tatkräftig beim Anlegemanöver mitzuhelfen.

Beim Anleger beweist 2. Steuerfrau Karo ihr Können im rückwärts einparken. Andreas – unser Maschinist – wird endlich mal gefordert. Unzählige Male heißt es Maschine voraus, Maschine zurück. Die Dinghi-Besatzung ist auch kräftig eingespannt und pusht mal Vorne und mal Achtern. Mittelleine über und wir sind fest. Hut ab!

Als die Linsensuppe verspeist und Reinschiff gemacht ist, folgt für etliche Besatzungsmitglieder die Landflucht (Achtung: Strenge Corona-Schutzmaßnahmen in der Stadt). Während Karlo, Heike, Annabelle und viele andere fleißige Hände weiter in der Kombüse schuften, nutzen wir die Zeit um im Atlantik schwimmen zu gehen (20 Grad Wassertemperatur).

Bei der Rückkehr zum Hafengebiet gibt es kurz Unklarheiten bei der Kontrolle. Offenbar hat sich noch nicht rumgesprochen, dass sich zwischen all den schwimmenden Bettenburgen auch ein Segler befindet. Wir sind gerade rechtzeitig zum aufwendig vorbereiteten Abendessen zurück.

Heike hat mal wieder groß aufgetischt. Üppigen Vorspeisen in Form von Tapas (eigentlich ist man schon satt), folgt traditioneller Rinderbraten mit Rotkohl und Kartoffelbrei – zubereitet von Annabella und Bootsmann Karlo persönlich. Zum Abschluss gibt es noch Zimtparfaits. Die Mischung aus traditionell spanisch und deutsch ist wirklich sehr gelungen und kommt bei allen sehr gut an.

An Deck bilden sich illustre Gesprächsrunden, während der Kapitän beim Abwasch die Jugend über Rockgeschichte aufklärt.

Sehr zufrieden verziehe ich mich in meine Koje. Goode Ruh.
Sonnige Grüße gehen an Familie und daheim gebliebene Freunde. Ein Herz voll salziger Seeluft mit einer feinen Note Rum geht an die Crew vom Törn 746 aus Vigo. Jana

Herman grüßt Swetlana, Jever-Klaus und Henner zu Ihren Ehren

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