STS Brigg ROALD AMUNDSEN | TSG 508
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Tagesmeldung vom 16.02.2022

Tagesmeldung vom 16.02.2022

Törn 0751 | Kanaren – Kanaren
Zwischen Teneriffa und La Palma

Position 28°43,1′ N|015°57,5′ W
Kurs, Speed 147, 4,1kn
Etmal 82nm
Wind NNW – 6bft
Luftdruck 1030 hpa
Bedeckung 4
Temp (L/W) 22°C, 19°C

Schon seit gestern Abend ist der Wind aufgefrischt und die Roald Amundsen rollt von einer Seite zur anderen. Nach einer etwas bewegungsreichen Ruh in der Koje werden wir pünktlich vor Mitternacht zu unserer Wache geweckt. Die nassen Planken unter unseren Füßen glänzen im kalten silbrigen Licht des Vollmondes, als wir uns am Strecktau über das schwankende Deck zum Wachwechsel hangeln. Mit freundlicher Unterstützung der abziehenden Wache gelingt es uns, die beiden Bramen in luftiger Höhe zu bergen, während um uns der Wind tost. Zeitweise lässt sich das Schiff nur mit viel Gegenlenken auf Kurs halten.

In der Kombüse bereiten wir den Brot- und Brötchenteig für den Tag vor. Trotz der anstrengenden Wache werden die berühmt-berüchtigten Variationen der Wache Eins mit verschiedenen Körnern kreiert und sogar noch ein fruchtiger Extra-Auftrag für Kapitän, der eindeutig ein Frühaufsteher ist, ausgeführt. Eine angekündigte Halse wird von unserem Steuermann nach hinten verschoben, da ein Tanker hinter uns kreuzt, sodass die Wache Zwei wohl in den Genuss kommen wird. Nachdem wir von der aufziehenden Wache abgelöst werden, fallen wir mit schweren Beinen in unsere schwankenden Kojen, vor deren Bullaugen die Wellen schwappen.

Der Seegang beschert den unerfahrenen Seeleuten unter uns eine eher unruhige Nacht, sodass das Frühstück doch lieber verschlafen wird. Am Vormittag scheint die Sonne warm vom blauen Himmel, an dem einige weiße Wolken ziehen. Die Wellen, auf deren Kämmen weiße schäumende Gischt reitet, rollen scheinbar endlos weit dahin, bis wir sie am Horizont aus den Augen verlieren. Der Seegang lässt leider nicht nur unsere Füße ständig Halt suchen, sondern sorgt auch für ein kleines Malheur in der Kombüse. Eine Zeit lang bewegen sich die Backschaft und Helfer nur noch schlitternd über den leider geölten Boden. Trotz dieser ungeahnten Schwierigkeit gelingt es den Backschaftern weitere Unfälle von Ölflaschen zu vermeiden, den Boden zu schrubben und wie nebenbei auch noch mit der freundlichen Hilfe des Maschinisten eine köstliche Mahlzeit, welche von der ganzen Crew hochgelobt wird, zuzubereiten.

Unsere Tageswache beginnt erneut mit dem Bergen der Bramen, was uns nach der nächtlichen Übung gut gelingt. Um 14 Uhr wird ein All-hands ausgerufen und die ganze Crew übt intensiv das Halsen, angeleitet von zwei Deckshänden und dem Steuermannsanwärter. Gemeinsam werden alle drei Halsen ein voller Erfolg. Am Bug sprüht Gischt auf und glitzert im Sonnenlicht. Einige Möwen begleiten unsere Manöver aus luftiger Höhe. Das Ende der Wache wird uns mit Kaffee und Keksen versüßt.

Im Anschluss beginnt in der Messe eine Singerunde mit Gitarre und Geige, welche nur durch den Ruf: „Delfine auf Backbord!“ unterbrochen werden kann. Die Delfinschule bleibt eine Weile an unserer Seite und wir sehen, wie ihre glänzenden grauen Leiber knapp unter der Wasseroberfläche umherschießen. Ab und zu wagt einer von ihnen einen kühnen Sprung und der helle Bauch leuchtet über den dunkelblauen Wellen auf. Kaum sind die Delfine verschwunden bricht eine Welle über das Deck, was für einige von uns mit einem nassen Hosenboden endet.

Nun steht nur noch das tägliche Reinschiff an und die Wache Eins schrubbt mit vereinten Kräften das Deck, ungehindert von der stehenden Wache, welche gemeinschaftlich auf den Klüverbaum geklettert ist um die Sonne zu genießen. Anschließend wird noch das Messing auf Hochglanz poliert.

Nun freuen wir uns auf das baldige Abendessen und eine hoffentlich wunderschöne Nacht mit gutem Wetter und stets geblähten Segeln.

Muddern grüßt den fremden Rolandsbruder Till Suhr und dankt für den Hinweis auf diesen wunderbaren Törn mit Veter i Volny. Bis gleich.

Со вчерашнего дня ветер прибавелся и парусник катается с одной стороны на другую. После даже очень подвижной ночи в корабельной койке нас расбудили к полночи на вахту. Мокрая палуба блестит под нашеми ногами, когда мы идем на смену вахты. С помощью третей вазты мы убрали оба брам-паруса, а ветер становился все больше. На камбузе мы готовим тесто для хлеба и булочик. Не смотря на то, что наша вахта была активной, мы украсили булочки и мы получили кулинарное задание от капитана, который уже был на ногах. Из-за другого судна наш повыорот фордевинд перенесли на позже и вахта 2 наверное будет его делать. После вахты мы усталыми упали в наши койки и за илюминатором крутится вода.
Волны утрудняли сон и поэтому некоторые из нас проспали завтрак. Солнце святило в обед очень красиво с голубого неба. На камбузе пролилось масло на пол и дежурные какое-то время катались по полу, пока не убрали и вымоли пол. С помощью машиниста удалось приготовить отличный обед, который хвалила вся команда.
Наша дневная вахта начинаеться снова с убиранием брам-парусов, это у нас после ночи уже хорошо получается. В 14 часов вся команда встресчается на палубе и мы тренируемся делать повороты фордевинд, комманды с мостика довали в этот раз два матроса и стурмана-аспиранта.

Под конец в кают-компании были слышны песни под гитару и скрипку, которые были прерваны высовом «дельфины по левому борту». Дельфины сопровождали нас несколько часов и мы наблюдали их блестящие тела под водой. Иногда они выпригивали из волн и их серые животики были видны. Вдруг одна волна успела перебраться за релинг и некоторые из нас стали мокрыми. Для нас осталось еще сделать уборку на палубе, это значить помыть палубу и полировать медь. В это время вахта 2 залезла на клювер и наслаждаеться солнцем и дельфинами.
Мы радуемся скорому ужину и надеемся на красивую ночь с хорошой погодой и полными парусами.

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