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Tagesmeldung vom 08.09.2022

Tagesmeldung vom 08.09.2022

Törn 0779 | Kiel – Neustadt
am Anker vor der NW-Ecke der Insel
Ærø

Position 54°56.4′ N|010°13.5 E
Kurs, Speed 000 | 0,0kn
Etmal 39nm
Wind E – 6-7, in Böen 8Bft
Luftdruck 1011 hpa
Bedeckung 8/8
Temp (L/W) 20°C, °C

Die erste Nacht in der Koje der Roald Amundsen. Etwas gewöhnungsbedürftig so als Trainee, aber man gewöhnt sich daran. Macht ja auch Laune, denn man ist ja nicht umsonst hier, sondern zum Lernen und dran gewöhnen.

Gegen 7 Uhr weckt Sven, unser Toppsgast der Wachgruppe drei, das ganze Schiff und geht am Morgen durch die Gänge, denn wir machen ja alles zusammen auf dem Schiff und Bilden eine Einheit. Jeder für jeden und alle zusammen.

Frühstück findet noch an Deck im Kieler Hafen statt und war für alle Seefrauen und Männer echt lecker, vor allem Kaffee gabs genug, was ja morgens echt wichtig ist. Die Roald lag am Sartorikai festgemacht bis ca. 9.30 Uhr. Bevor es hieß, Leinen los, musste das Dingi besetzt werden und auch von der Roald aus ausgesetzt. Auf der Backbordseite am Bug wurde das Dinghi benötigt, um die Roald vom Kai zu schieben und wurde im Anschluss entsprechend wieder an Bord geholt.
Unsere Fahrt verlief durch die Kieler Förde vorbei an der Gorch Fock, die dort vor Anker lag, was wirklich eine Augenweide war so neu überholt, neben der Roald natürlich, so für Traditionsseglerliebhaber. Auch passierten wir das Marine Denkmal, dann ging es weiter raus auf die See und die Roald rollte bei Windstärke 6 immer wieder gut über die Wellen.

Bereits in der Kieler Förde begannen wir die Segel zu setzen, Wachgruppe 2 kletterte in die Wanten und setzte Rahsegel am Mast.

Wachgruppe 3 setzte das Vorstagsegel, Innenklüver und das Großstagsegel, da wir ja hier auf einem Lernschiff unterwegs sind, wurden alle Handgriffe und Dinge, die wichtig und unerlässlich sind, im Vorfeld immer gut erklärt, wenn nötig auch mehrfach. Nachfragen sind sowieso immer erlaubt. So übten wir noch bei der Durchfahrt durch die Kieler Förde Knoten, wie z.B. den Webeleinenstek oder aber auch das richtige belegen der Nagelbretter und Klampen.

Mit dem ganzen Wind dabei hatte die Wachgruppe 1 ab 12 Uhr alle Hände voll zu tun. Wachgruppe 3 war dann erstmal abgelöst und konnte in die Messe zum Mittagessen.

Tham, unser Kapitän hatte erst den Plan nach Langeland zu segeln, was heute bei der Windstärke 6 schlecht ging, da dieser ständig mit der Stärke auf die Steuerbordseite der Roald drückte.

So wurde unser Kurs entsprechend zur dänischen Insel Ærø geändert, denn im Norden der Insel, auf der windabgewandten/östlichen Seite, befindet sich eine ruhigere Bucht, in der die Roald gegen 17 Uhr vor Anker gehen konnte. Bald gibt’s Abendbrot und um 20 Uhr fängt ja auch schon die nächste Wache für Gruppe 3 an.

Ein Lob an die Leute in unserer Backschaft heute, bei der Windstärke wurde diese in der Kombüse auch ganz schön durchgewankt und geschwankt, doch sie haben ihr Bestes gegeben, wie alle anderen auch auf der Roald.

Alles in allem ein gelungener Tag, mit all seinen Herausforderungen.

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