Tagesmeldung vom 08.09.2026

Törn 0933 | Haff und Brigg
Mecklenburger Bucht
Position 54°19 N|011°19 E
Kurs, Speed 130 | 4,2kn
Etmal 105nm
Wind SSW – 4bft
Luftdruck 1008 hpa
Bedeckung 8/8
Temp (L/W) 19°C, 17°C
Wenden, Wenden und noch viel mehr
Lübecker Bucht 08.09.2026 – Wie die Schiffspresse der Roald Amundsen heute erfahren hat, haben es heute sämtliche Wachen und Crewmitglieder nicht nur beim Halsen belassen. Heute hat es sich neben Reinschiff etabliert, Wenden zu fahren. Die Freude in den Wachen war sehr groß, als die Toppgasten ihnen ihren Plan mitteilten, die Steuerleute zu überzeugen, auch mit dem Wenden anzufangen.
Die Steuerleute unterstützen den Plan bestens.
Und so fing die Wache 1 an, mit Unterstützung aus allen anderen Wachen das Manöver zu besprechen und die Positionen zu besetzen. Eine angespannte Stimmung herrschte, als von dem Steuermann der Wache 1, das Kommando „Ree“ gegeben wurde. Würde alles gut gehen, oder doch die Roald zurückdrehen?
… ein paar Minuten später wurde die Wende – wie erwartet – unter großem Jubel erfolgreich beendet.
Der Steuermann der Wache 2 wollte die Motivation dieser großartigen Mannschaft sich nicht entgehen lassen, und setzte die nächste Wende schon für zwei Stunden später an.
Federführend von der Wache 2 initiiert, fand das Manöver wiederum viel Unterstützung durch die „Freunde des Wendens“. Problemlos legte die Mannschaft die Roald auf den andern Bug.
Im Anschluss an die tadellos ausgeführten Wenden spendierten die Steuerleute jedes Mal Schokolade.
Somit bleibt festzustellen, dass „Luft“schokolade sowie Haselnuss, die tragenden Elemente beim Wenden sind.
Außerdem darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Wache 1 in der Nacht die Fock beigefangen, den Außenklüver geborgen und beigefangen hat, eine ausführliche Sicherheitsunterweisung zum Thema „Feuer im Schiff“ sowie eine Besprechung der Halse erhalten hat. Die Halse wurde daraufhin auch in der Praxis durchgeführt.
Und das alles, während sie den Brötchenteig geknetet hat!
Ebenso tatkräftig wurde die Tagwache durchgeführt: Jager ausgepackt, gesetzt und geborgen, Halse gefahren, Jager gepackt, Messing poliert, Maschinenraum besichtigt, besagte Wenden gefahren, zwischen durch einen hervorragenden Karottenkuchen mit Kaffee vernichtet, Wachwechsel, die Topplichter gewartet haben und deren Glühbirnen gewechselt, Deck geschruppt, Maschine an, Segel geborgen und beigefangen, Anker fallengelassen und Tag beendet, weil war ganz schön lang.
Kurz gesagt: Es war ein gelungener Segeltag für All Hands and Friends.
Die Tagesmeldungen sollen auf Anweisung nicht so lang werden, dann dauert es nämlich immer so lange, sie Korrektur zu lesen… Aber was soll man machen? Viel passiert und viel zu erzählen!
Und Spoiler für morgen: statt 5:30 Uhr erst um 7:00 Uhr wecken! Da kann man die Nachtruhe richtig nutzen!
Miri grüßt das Objekt- und Portfoliomanagment der WBD, Ruthhard und meine Eltern und Familie und Coco!
Martina und Karla grüßen den anderen Teil der Familie und hoffen, dass sie wieder mit uns segeln geht.
Jo grüßt Bianca.
Grüße gehen raus an den Steuermann meines letzten Törns – nächstes Mal auch mit Wenden-Schokolade?? Du teilst doch immer so gerne mit mir. Und Lina: wir arbeiten auch an einem möglichst knappen Durchmesser bei unseren gefahrenen Halsen… 🙂
One Response
Liebe Roald-Crew, die Tagesmeldungen sind überhaupt nicht zu lang. Ich freue mich immer über eure Nachrichten! Das ist für mich als Landratte die einzige Möglichkeit an eurem Törn Anteil zu nehmen und zu erfahren, wo mein Kind, das schon über zwei Wochen auf See ist, herumsegelt. Weiter gute Fahrt und allerherzlichste Grüße aus Fellbach an all die mutigen tüchtigen Seeleute und ganz besonders an Jules ❤️ von Mama