Tagesmeldung vom 12.08.2026

Tagesmeldung vom 12.08.2026

Törn 0928 | Perseiden und Tätort Lilla Torg
S Kriegers Flak

 

Position 54°52,2′ N|012°55,8 E
Kurs, Speed 041 | 1,3kn
Etmal 77nm
Wind NNW – 2bft
Luftdruck 1029 hpa
Bedeckung 3/8
Temp (L/W) 24°C, 18°C

Nachdem die Wache 1 uns erfolgreich bei mäßigem Wind durch die vielbefahrene Kadetrinne manövriert hat,
durfte die Wache 2 zunächst mit Segeltheorie die Nachtstunden verbringen:
es ging um Brandschutz und Feuerbekämpfung an Bord, Knotenkunde und die Halse in der Theorie.

Zur aufgehenden Sonne sollte letztere dann in die Tat umgesetzt werden.
Also Großstengestagsegel eingepackt, und Großtop lebend vierkantgebrasst. Und dann ließ uns der abnehmende Wind mitten in der Halse verhungern.
Neuer Anlauf: Großtop zurück gebrasst, Schwung holen auf dem alten Bug und mit dem zusätzlich gesetztem Außenklüver und viiiiieeeel Geduld ist die Halse dann gelungen.

Nach 5 (fünf) gesegelten Seemeilen mit Kurs südlich von, aber Richtung Møn, wurde das Schiff in die Obhut der Wache 3 übergeben. Die Überraschung war groß, als die Wache 2 zur Freiwache nach der Ruh wieder an Deck kam und die Insel Møn backbord querab vorfand.
„Die müssen wohl auch eine Halse gefahren sein.“ (Zeugen behaupten, diese Halse hat ähnlich lange gedauert, wie die erste. Es gab also viel Zeit zum Lernen.) Kurs, Geschwindigkeit und Umfeld kamen der Wache 2 wohl bekannt vor. Wache 3 übergab das Schiff an Wache 1 mit der Insel Møn immer noch querab.

Nach einem leckeren Mittagessen (Spaghetti nach Seemannsart) und bei weiter strahlendem Sonnenschein ging es in den Nachmittag:
wie im All hands angekündingt, setzten wir Vollzeug. Vom ausgesetztem Dingi konnten wir die ganze Pracht der Roald einfangen.

Anschließend wurde trotz der geringen Geschwindigkeit eine wunderschöne, einwandfreie Wende gefahren, sodass wir uns wieder auf die Insel Møn zu bewegen, von der wir uns überraschenderweise geringfügig entfernt haben.

Das Sahnehäubchen setze dem Ganzen die partielle Sonnenfinsternis gegen 20:00 Uhr auf.
Mit der passenden Schutzbrille, die dankenswerterweise von einem vorausschauenden Crewmitglied mit der Mannschaft geteilt wurde,
konnte das Spektakel sicher und mit viel Freude beobachtet und fotografiert werden.

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