Tagesmeldung vom 31.03.2026

Törn 0910 | King’s Trough und Tiefseeberge
60 Meilen östlich von Teceira
Position 38°42,9′ N|025°50,4′ W
Kurs, Speed 005 | 3,2kn
Etmal 65nm
Wind E – 3bft
Luftdruck 1033 hpa
Bedeckung 8/8
Temp (L/W) 16°C, 15°C
Autor: Maya
Titel: Die Wache eeeeeins, klar zum Wachwechsel
Schiff: Roald Amundsen
Datum: 31.03.2026
Position: 60 Meilen östlich von Teceira
Nautische Position: 39*01.96‘N 025*46.9‘W
Kompass Kurs: 000
Etmal: 70
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 3kn
Alle Wachen sind unterschiedlich, und seit diesem Törn fahren wir wieder in vollen Wachen. Also begleitet mich in meiner O-4-Wache.
Heute war der erste Tag, an dem wir wieder komplett in den Wachen gefahren sind. In letzter Zeit waren wir ja immer im Hafen oder vor Anker, doch jetzt sind wir wieder unterwegs.
Das heißt: Um 23:30 Uhr wurde ich wieder aus meinem friedlichen Schlaf gerissen – mit der Information: Es sind 14 Grad, und du hast in einer halben Stunde Wache. In Deutschland empfindet ihr diese 14 Grad vielleicht als warm, aber ich war vor nicht allzu langer Zeit noch in der Karibik. Also, wenn ihr mich fragt: arschkalt.
Na gut, ich bin trotzdem aufgestanden. In der Wache konnten wir zu unserer Freude das Motorschiff „Roald Amundsen“ wieder zum Segelschiff „Roald Amundsen“ machen. Dadurch wurde es dann doch tatsächlich warm, da wir auf den Großtopp geklettert sind, um das Großobermaß auszupacken. Es war sehr schön und ging schnell, da der Wind schwach war und die Spiegelung des Mondes auf dem Wasser für eine wirklich schöne Atmosphäre gesorgt hat.
Unsere tatsächlich sehr schöne Wache, in der wir auch noch Shantys gesungen haben, haben wir mit Müsli beendet – das so gut ist, dass wir angefangen haben, uns eigenes zu kaufen oder sehr viel Honig hineinzutun. Aber ein überraschender Lifesaver: Gemüsebrühe. Sie schmeckt angenehm salzig und ist magenschonend für alle mit Seekrankheit.
Das, was bei allen sonst am meisten Zeit am Tag einnimmt, ist Schlafen und Bordbuchaufgaben. Doch heute gab es noch etwas anderes, von dem ich euch zum Schluss berichten möchte: Wir haben eine Feuersicherheitsübung gemacht, damit im Ernstfall auch alles wie am Schnürchen läuft. Und so, wie das heute lief, wird es das auch.
Das war’s auch wieder, und morgen ist der 1. April – also bleibt gespannt, was es da zu lesen gibt!