Tagesmeldung vom 19.03.2026

Törn 0910 | Interkontinental mit Brigg
kurz vor Fajal
Position 40°22,9′ N|033°29,4′ W
Kurs, Speed 100 | 4,8kn
Etmal 116nm
Wind NE – 6bft
Luftdruck 1024 hpa
Bedeckung 5/8
Temp (L/W) 13°C, 15°C
Titel: Zeitvertreib an Bord
Autor: Julle
Datum: 19.03.2026
Position: 40* 22,9‘ N 033*29,4‘W
Kompass Kurs: 105
Etmal: 116
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 4,8kn
An Bord ist der Zeitvertreib ohne Handy ja wirklich nicht leicht. Was da hilft? Gesellschaftsspiele. Doch nach einer gewissen Zeit werden die Spiele auch wirklich langweilig. Also ändern sich über die Zeit immer wieder die Spiele, die an Board, gespielt werden. Heute will ich mit euch eine Art Reise durch unsere verschiedenen Bordspiele machen.
Ganz am Anfang waren wir alle noch im Flip 7- Fieber. Flip 7 ist ein Spiel bei dem es darum geht, möglichst viele Punkte zu machen in dem man Karten aufdeckt. Der Haken dabei: Wenn man die gleiche Zahl zweimal aufdeckt, erhält man für die Runde gar keine Punkte in dieser Runde.
Nachdem Flip 7 irgendwann jeder gespielt hat, änderte sich das Spiel das alle gespielt haben: Schach, jeder hier hat Schach gespielt, egal ob man vorher Schach gespielt hat oder überhaupt Schach spielen konnte. Schach muss man glaube ich nicht erklären. Jeder weiß was Schach ist und wie man Schach spielt. Nach Schach ändert sich das Spiel aber wieder.
Diesmal zu Antons Lieblingsspiel Kuhhandel, nach Anton ist er unbesiegbar in Kuhhandel, doch nicht auf dem Schiff, Niederlage nach Niederlage reihten sich in Antons Kuhhandel-Historie ein. Ein großes aber gibt es allerdings denn Anton ist „in Kuhhandel-Master noch nie besiegt worden“, dass Anton sich seid seiner ersten Niederlage an Board weigert Kuhhandel-Master zu spielen, das wird aber bei Antons Kuhhandel-Master Erzählungen immer zufälligerweise vergessen…
Nachdem Anton zu oft in Kuhhandel verloren hat sorgte er allerdings für den nächsten Spielwechsel hin zu Games: Games ist eine Eigenkreation aus dem Hause Dobmeier. Es geht darum vier gleiche Karten auf der Hand zu haben. Die Karten werden gewechselt indem die Spieler immer eine ihrer Karten abwerfen und diese abgeworfene Karte durch Klopfen für sich beanspruchen können. Danach werfen sie eine ihrer Karten ab. Falls niemand die gelegte Karte möchte wird eine neue Karte vom Nachziehstapel gezogen. Wenn ein Spieler vier gleiche Karten, beispielsweise Asse auf der Hand hat muss er das seinem Teampartner signalisieren. Mit einem geheimen Zeichen. Falls der Teampartner dass Zeichen sieht sagt er „Games“ und das Team bekommt einen Punkt. Die Gegner versuchen entweder schneller Games zu bekommen oder das Zeichen der Gegner zu erraten. Das Spielsystem ist so simpel und war deswegen sehr beliebt. Es wurde so viel Games gespielt, dass durch die Crew beschwert hat, weil zu oft aufs Deck geklopft wurde und das beim Schlafen stört.
Nachdem Games dann irgendwann ausgeklopft war änderte sich das Spiel zu Dummkopf. Vor allem Maxim hat dieses Spiel etabliert. Es ist ein Soviet Armee Spiel, bei dem es darum geht seine Karten durch angreifen und verteidigen möglichst schnell los zu werden. Die genauen Regeln führen aber für diesen Tagesbericht zu weit.
Nach Dummkopf kam dann noch Milas Idiotenspiel, bei dem es darum geht mit acht Karten Aufgaben zu erfüllen. In der ersten Runde versucht man keinen Stich zu machen (jeder Stich gibt einen Minus Punkt) danach versucht man keine Herzen zu bekommen (jeder Herzkarte ein Minus Punkt), danach versucht man keine Damen in seinem Stich zu haben (jede Dame ist 2 Minuspunkte wert) und dann versucht man nicht den letzten Stich zu machen (der letzte Stich sind -8 Punkte) und in der letzten Runde versucht man nicht den Herz-König zu bekommen (auch 8 Minuspunkte). Als letzte Runde in einem „Block“ folgt Buben auslegen, das funktioniert ähnlich wie Elfer Raus und man versucht möglichst schnell alle Karten loszuwerden. Der schnellste bekommt 24, der zweite 15, der dritte 4 und der letzte 0. Diese Blöcke wiederholen sich dann vier mal. Sodass jeder Spieler einmal jedes Spiel beginnen musste.
Nun aber mal zum wirklichen Tag: Heute war ein kein normaler Tag in der Atlantik-Überquerung, denn Sarah hatte Geburtstag. Ansonsten hatten wir viel Welle und noch mehr Wind, mittlerweile Stampfen wir aber mehr als wir Rollen. Außerdem habe ich heute noch mein Pathway gehalten und damit sind jetzt auch alle Pathways durch, endlich. Heute ging es um ChatGPT und wie ChatGPT den Medienkonsum beeinflusst. Ansonsten war heute ein relativ unspektakulärer Tag…