Tagesmeldung vom 23.10.2026

Törn 0940 | Mor Breizh Westwärts
Noch mehr Schiffspflege und Hoher Besuch
Position 50°48,6′ N|001°05,5′ W
Kurs, Speed 000 | 0,0kn
Etmal 0nm
Wind NNW – 7+bft
Luftdruck 993 hpa
Bedeckung 7/8
Temp (L/W) 13°C, 12°C
Der Tag startete so normal wie ein Freitag mit Ei zum Frühstück nur starten konnte.
So wurde die Besatzung der Roald Amundsen von einem weiteren Hafentag mit Regen und Wind,
aber dafür auch mit einem leckeren Frühstück begrüßt.
Der Vormittag wurde mit Reinschiff und einer Lektion zur Halse gestartet und das halbwegs trockene Wetter im Laufe des Tages ausgenutzt um Bootsmannsarbeiten und Lerneinheiten zum Belegplan durchzuführen.
Das gemeinschaftliche Werkeln wurde nur von Mittagessen und Kaffee und Kuchen unterbrochen
und brachten allen die wohlverdiente Stärkung und eine Pause von der Arbeit.
Kurz nach dem Abendessen nahm der Tag aber eine unerwartete Wendung. Denn Neptun, dem mächtigen Gott und Herrscher über alle sieben Weltmeere, war nicht entgangen wie die Roald Amundsen vor wenigen Tagen den Nullmeridian überschritte hatte. Und so beschloss der mächtige Neptun in seiner Größe und Güte der Roald Amundsen in Begleitung von Amphitrite einen Besuch abzustatten und ihre Besatzung zu taufen.
Um würdig für diese Taufe zu sein, muss dafür die schmutzige Crew zunächst gesäubert werden. Dafür machten sich Neptun und Amphitrite an die Reinigung aller Besatzungsmitglieder. Begonnen am Kopf mit einer ordungsgemäßen Entlausung, ging es weiter mit der Säuberung von Händen und Füßen und schließlich auch zur Reinigung des Mundes. Als Neptun schließlich alle Matrosen als genügend sauber und bereit erklärt hatte, wurde jedem Crewmitglied zusammen mit einem neuen maritimen Taufnamen eine Taufurkunde überreicht.
Mit dieser erhielt jeder an Bord die Erlaubnis zur Passierung sämtlicher Gewässer und Meere der nördlichen Hemisphäre.
Und so fiel ein jeder nicht nur mit einem neuen Namen, sondern auch als wahrer Seefahrer,
der den Nullmeridian übersegelt hatte, in seine Koje.