Tagesmeldung vom 17.09.2026

Tagesmeldung vom 17.09.2026

Törn 0935 | Eine Woche, zwei Masten, ein Team
Wismar nach Fehmarnsund

Position 54°17,4′ N|011°26,1′ E
Kurs, Speed 135 | 4,5kn
Etmal 107nm
Wind SW – 4bft
Luftdruck 1011 hpa
Bedeckung 8/8
Temp (L/W) 17°C, 17°C

Uns wurde eine Woche versprochen, in der wir in kurzer Zeit alles segel-, wetter- und seemannsmässig Wichtige sehen und erleben dürfen.

Erstmal zum Wettermässigen: Nachdem wir in den ersten Tagen der Woche mit gutem Wetter und ruhigem Seegang verwöhnt wurden, durften wir an diesem Tag auch noch die andere Seite des Wetterspektrums erleben. In der Nacht war der Himmel noch voller Sterne und die See voller blinkendem Plankton. Der Tag begann mit viel Wind um die Ohren und entsprechender Seegang hiess uns an diesem Morgen willkommen und so wurden, während wir die Halsen-Manöver durchführten, auch die Ha(e)lse der Mannschaft gereizt.

Zum Segelmässigen: Die Brigg Roald Amundsen soll ihrem Namen gerecht werden und so wurde kurz nach Mittag das Brigg-Segel gehisst und die motivierte Mannschaft in ihren Fertigkeiten geschult.

Und schliesslich zum Seemannsmässigen: Was neben allen Segelmanövern und Wetterlagen auch erlebt sein muss, ist mindestens eine Notübung. Für uns war eine Feuerwehrübung geplant. Innerhalb sehr kurzer Zeit war der Übeltäter (eine Powerbank) gefunden und erfolgreich neutralisiert. Die Notübung war somit erfolgreich bestanden und unser Kapitän voller freudiger Worte.

Ziel der heutigen Segelfahrt war es, den Anker vor der Einfahrt vor Rostock zu werfen und die Nacht vor Ort zu verbringen. Gesagt getan, haben wir in einem hervorragend ausgeführtem Anker-Manöver unter Segelfahrt die Roald zur vollen Freude unseres Steuermanns und der gesamten Segelmannschaft zum Stehen gebracht. Leider wurden wir von Wismar Traffic gebeten, unseren Liegeplatz zu verlegen, um den Lotsen Platz zu machen. So bewegten wir uns etwas unspekatulärer mit dem Motor angetrieben an unseren finalen Ankerplatz.

Während in den ersten Tagen auf einem solchen Törn insbesondere die Trainees wie eine Schafsherde von einem Tampen zum nächsten zogen, so war es eine Freude zu sehen und zu hören, wie schon nach wenigen Tagen alle auf dem Schiff ihrer Aufgaben bewusst waren und nach Fallen des Ankers schwupps alle Tampen aufräumt und viele Segel bereits hafenfein gepackt wurden.

So konnten wir nach einem intentsiven und ereignisreichen Tag den Abend geniessen und die Erlebnisse im tiefem festen Schlaf verarbeiten.

Auf dem Wege der kurzen Welle möchte das Zühlke Team mit Friends der Wache 3 das „zurückgebliebene“ Zühlke-Team grüßen.

Ein spezieller Gruß geht heraus von Jürgen an Peter: Alles Gute zum Hochzeitstag!

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