Tagesmeldung vom 11.09.2026

Tagesmeldung vom 11.09.2026

Törn 0933 | Haff und Brigg
Hafen von Wismar

Position 53°53,9 N|011°27,5′ E
Kurs, Speed 270 | 0,0kn
Etmal 0nm
Wind W – 2bft
Luftdruck 1009 hpa
Bedeckung 2/8
Temp (L/W) 20°C, 18°C

Der wirklich letzte Törntag

Normalerweise fahren wir ja im Wachbetrieb oder im Hafen mit Hafenwache an Deck. Nimmt man jetzt Mitternacht als Beginn dieses Tages, musste man aber feststellen, dass nicht nur die Wache, sondern auch noch einige wachgebliebene Partypeople (ja, Informatiker können tanzen!) die Messe bevölkerten. Als dann um sechs Uhr morgens die Toppsgasten das Frühstück vorbereiteten, waren die ersten schon wieder wach. Man mag es kaum glauben, aber Kammer 4 zum Beispiel war schon vor sechs Uhr komplett aktiv, ausgeschlafen (naja…), motiviert und teilweise (zu 50%!!) sogar geduscht!

Wenn man voll und ganz qualifiziert ist, kann man selbstverständlich alle Aufgaben an Deck und auch in der Kombüse erledigen. Wir lernten: Man kann eine Kaffeekanne unter die Kaffeemaschine stellen, wenn man sie anmacht. Man muss es aber nicht. (Macht aber ein bisschen mehr Arbeit…)
Traditionell werden ja auch Pfannkuchen (Eierkuchen, Pancakes oder was auch immer ihr sagen wollt) zum Toppsi-Frühstück vorbereitet und um die wurde sich natürlich auch gekümmert. Einer nach dem anderen kam aus dem Bräter und lockte die ersten müden Menschen aus ihren Kojen.

Um den Rest der Besatzung zu wecken, haben wir mit Musik nachgeholfen: Wer bei „Leave her Johnny, leave her“ noch nicht wach und singbereit war, wurde folgendermaßen beschallt: „Dadadam dadadam dada-dam-dam-dam, dadadam dadadam da-da-damdamdam. Dadadam dadadam dada-damdadam dada daaaaaaaa dadadam.“ Ratet mal, welches Werk das ist und wer noch bis jetzt einen Ohrwurm hat…

So konnte man schwerlich liegen bleiben und es fanden sich alle nach und nach an Deck ein, verputzten fleißig die frischen Brötchen und besagte Pfannkuchen, den Obstsalat, die Tomaten, den Käse – man verhungert hier auf gar keinen Fall und besonders auf unserem Törn mit der hervorragenden Besetzung in der Kombüse war jede Mahlzeit ein Gedicht, ein inneres Blumenpflücken sozusagen. Vielen Dank euch, Elke und Raoul, auch an dieser Stelle nochmal!

Das letzte Allhands stand an. Neben Seemeilenbestätigungen mit allen 349 Meilen und unserer Route auf der Rückseite gab es auch die selbstgezeichnete Version davon, die im Laufe des Törns in der Messe täglich erweitert wurde. Diese fand ein neues Zuhause und wird hoffentlich einen würdigen Platz bekommen.

Reinschiff, packen, Bootsmannsarbeiten, Verabschiedungsrunden, duschen (jetzt auch die übrigen 50% aus Kammer 4), Stadtbummel, Seekarten ausradieren (jetzt bereit für den nächsten Törn) und Mittagessen für die aufziehende Crew vorbereiten. Altbewährtes Konzept, das läuft ja häufig so ab. Dass allerdings Gerätschaften wie Übungsrettungsinseln, Notfallrucksäcke und ein sehr schweigsames Crewmitglied (der Übungsdummy) an Bord gekommen sind, liegt am Sicherheitstraining, das am Wochenende hier stattfinden wird.

Damit ist unser Törn 0933 dann auch wirklich beendet, wir bedanken uns bei allen, die mitgefahren sind und sei es nur in den Kommentaren der Tagesmeldungen oder beim Mitlesen!

Als allererstes grüßt Gioachino Rossini seinen Wilhelm Tell.
Höppi grüßt seine Perle.
Grüße an Anneke. <3
Nina grüßt Heike, ihre Schwester und das Kleingemüse.
Heike und Nina grüßen Nanuks Papa!

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