Tagesmeldung vom 05.06.2026

Tagesmeldung vom 05.06.2026

Törn 0919 | Belte und Sunde
in der Kieler Bucht

 

Position 54°34,9 N|010°20,5 E
Kurs, Speed 140 | 5,2kn
Etmal 34nm
Wind SW – 4bft
Luftdruck 1006 hpa
Bedeckung 6/8
Temp (L/W) 16°C, 16°C

Ein weiterer abwechslungsreicher Tag startete vor Anker mit einem fröhlichen Guten Morgen Sonnenschein,
mit dem alle geweckt wurden, die nicht eh schon wach waren.

Der Ohrwurm des Tages war also schon mal gesetzt.
Die Wachen 1 und 2 durften dann direkt mit einer kleinen Einheit Frühsport starten und zum Segelauspacken ins Rigg, während Wache 3 sich damit gedulden musste (und dafür frühstücken durfte). Wache 3 durfte dafür frühstücksgestärkt das Anker-Auf unter Segeln in voller Schönheit durchführen, unterstützt von einigen Friends.

So starteten wir in einen wunderbaren Segeltag, der weitere Ausbildung in den Wachen, zwei erfolgreiche Wenden, ein fröhliches „Heute kann es regnen, stürmen oder schneien“ für unser heutiges Geburtstagskind Hendrik und eine abgesagte Übung beinhaltete.

Die Absage erfolgte wetterbedingt, da über dem Land gut sichtbar eine sehr dunkelgraue Regen- und Gewitterfront lag,
von der nicht klar war, ob sie uns nicht vielleicht nicht doch erreichen würde.
Am Ende blieb es den Tag über aber bei wenigen kurzen Regenschauern und viel schönem Sonnenschein.

Darum konnte meine Wache 2 auch vor dem geplanten Ankermanöver noch eine Maschinenführung mitmachen, das Messing blitzblank polieren, das Deck spülen, Theorie über Festmacherleinen und den Umgang mit ihnen lernen und dann alle gesetzten Segel wegnehmen (auch hier mit der Hilfe vieler Friends), bevor wir vor Kiel Leuchtturm erneut unseren Anker fallen ließen.

Die Idee, heute Nacht noch mal durchzusegeln, wurde mit Blick auf die Windvorhersage nämlich leider, aber nachvollziehbarerweise ebenso fallengelassen wie der Steuerbordanker („Bei so wenig Wind wären wir eher ein Verkehrshindernis“).

Stattdessen ist wieder ein Großteil der Wachen in die Toppen und auf den Klüver entschwunden, um die Segel beizufangen. Bei so vielen kletterwilligen Crewmitgliedern an Bord müssten wir eigentlich zwei Toppen mehr aufstellen, damit sich auf den Fußpferden niemand auf den Füßen steht.

So erfolgte viel Ausbildung an Zeisern und Nockzeisern und die Kombüse akzeptierte einen Verzug mit den Abendessenden entspannt (und mit dem Smut auf der Fock-Rah).

Im abendlichen Sonnenlicht erklingt jetzt im Reinigungs-Endspurt Eye Of The Tiger aus der Kombüse, während sich an Deck ein Teil des beachtlichen Roald-Gitarren-Orchesters gefunden hat und in großer Runde zupft und singt. In der Messe wird derweil dem Doppelkopf gefrönt und die Ankerwachen peilen Kiel Leuchtturm und die zugehörige Tonne.
Kurz gesagt: Es herrscht wunderbarste Roald-Stimmung!

Karo grüßt den Berlin-Brandenburger Stammtisch

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