Tagesmeldung vom 13.02.2026

Törn 0907 | Karibische See
Im Hafen von Varadero – Ausflug nach Havana
Position 23°11,4′ N|081°07,7′ W
Kurs, Speed 212 | 0,0kn
Etmal 0nm
Wind NNW – 3bft
Luftdruck 1020 hpa
Bedeckung 1/8
Temp (L/W) 27°C, 25°C
Weich, gemütlich und wohlriechend –
so fühlt es sich an, in einem richtigen Bett zu schlafen. Für euch in Deutschland ist das „normal“, für uns jedoch ein Privileg. Genau in einem solchen Bett begann heute um 7:30 Uhr der Tag. Wir übernachteten getrennt in den Häusern verschiedener Familien. Um 8:00 Uhr trafen wir uns im Haus der Lehrkräfte zum Frühstück. Es war sehr lecker.
Um Essen zu bekommen, mussten wir uns in eine Reihe stellen. Die Letzten warteten fast eine Stunde, was so manch einem die Nerven kostete. In Kuba ist das für viele Menschen Alltag. Doch was bedeutet das eigentlich? In Deutschland sind wir es gewohnt, jederzeit alles kaufen zu können, was wir möchten – Umstände, von denen man in Kuba aufgrund des US-Embargos oft nur träumen kann. Auch auf der Roald gibt es besondere Gewohnheiten: In der Kombüse kommt einem bei Seegang schon einmal alles entgegen – etwas, das für Außenstehende und auch für uns zu Beginn der Reise surreal wirkte.
Nach dem Frühstück machten wir eine dreistündige Fahrradtour durch Havanna. Die Fahrräder hatten wir bei einem Verleih ausgeliehen, der im Voraus vom Ocean College gebucht worden war. In zwei Gruppen fuhren wir mit einem Guide durch die Stadt. Die Tour führte durch mehrere Parks bis zum größten Friedhof Havannas, dem Cementerio de Colón. Dieser ist nicht nur der größte Friedhof Kubas, sondern auch der viertgrößte in ganz Amerika.
Das größte Grab dort ist ein Denkmal für Feuerwehrmänner, die bei dem Versuch, ein Feuer zu löschen, durch eine Explosion ums Leben kamen. Ihnen zu Ehren gilt die Regel, dass kein anderes Grab höher sein darf als dieses Monument.
Das Ziel der Tour war schließlich das Zentrum Havannas, genauer gesagt die Plaza de la Revolución. Dorthin gelangten wir über eine schöne Abfahrt.
Mir hat die Tour sehr gut gefallen, weil man auf diese Weise auch andere Seiten von Havanna kennenlernen und viele neue Eindrücke sammeln konnte. Mein persönliches Highlight des Tages war jedoch das Mittagessen. In denselben zwei Gruppen wie bei der Fahrradtour gingen wir in unterschiedliche Restaurants, da wir nicht wieder so lange wie am Vortag auf unser Essen warten wollten. Das Essen war sehr lecker, kam schnell und war trotzdem günstig. Mit einem Budget von zehn Dollar konnte ich mir eine Pizza, einen Nachtisch und zwei Getränke bestellen.
Um 18:00 Uhr ging es schließlich zurück zur Roald, wo unsere neue Crew bereits mit Nudelsalat auf uns wartete.
Grüße:
Deli: Papa, alles Liebe zu deinem Geburtstag! Ich denke an dich und drücke dich ganz arg. Hab dich lieb und bis bald!