Tagesmeldung vom 07.02.2026

Tagesmeldung vom 07.02.2026

Törn 0907 | Karibische See

Position 20°50,0′ N|084°43,7′ W
Kurs, Speed 000 | 5,2kn
Etmal 127nm
Wind NNW – bft
Luftdruck hpa
Bedeckung
Temp (L/W) °C, °C

Einfach Spitze
Ein falscher Satz, ein lustiges Lachen oder doch zu oft die gleiche Geste gemacht: Aus diesen Gründen können sie entstehen, und wenn sie erst einmal da sind, wird man sie nur schwer wieder los. Der ein oder andere kann sich vielleicht auch schon denken, wovon ich rede.

Da heute ein relativ unspektakulärer Tag an Bord war, an dem mal wieder nichts Außergewöhnliches passiert ist, und ich euch nicht mit Aufstehen, Mittagessen (obwohl das heute sehr gut war – es gab leckere Pfannkuchen 🥞😋), Wache, Unterricht usw. langweilen wollte, dachte ich mir, dass ich euch über etwas Originelles berichten kann: unsere Spitznamen an Bord.
Sie entstehen zu jeder Zeit und in allen möglichen Situationen und machen das Leben nicht unbedingt leichter, aber definitiv lustiger. Manche der Spitznamen, die wir hier an Bord haben, werden nicht mehr so aktiv genutzt wie andere, wohingegen wir manche Personen fast nur unter ihrem Spitznamen kennen.

Das ist zum Beispiel der Fall bei Lotti (Lotta W.), denn sie hat direkt am Anfang gesagt, um uns allen das Desaster mit Lotta und Lotta zu ersparen, sollen wir sie doch bitte Lotti nennen. So wurde der Name Lotti vollständig etabliert.

Genauso fest verankert ist mittlerweile der Name Julle statt Julius, und außer TechNik nennt ihn niemand mehr Julius. Neben den zwei Lottas haben wir noch mehr Namenszwillinge an Bord, nämlich die Niklasse, die beide Nik genannt werden möchten. Das ist – genau wie bei Lotta und Lotta – sehr unpraktisch. Irgendjemand (vermutlich Abdi) kam jedoch auf die glorreiche Idee, unseren lieben Lehrer Nik TechNik zu taufen. Ich vermute, der Name rührt daher, dass er sich so gut mit Technik auskennt. Dafür spricht auch der auf ihn zugeschnittene Slogan: „Bei Technikfragen TechNik fragen.“

Aber auch unser Watchleader Nik hat zahlreiche Spitznamen wie Nikl (der entstand, als er die Endung „-las“ von seinem Ocean-College-Shirt abgepult hat und zwischendurch nur noch Nikl übrig war), Niki und Nikü.

Ein anderer Watchleader mit vielen Spitznamen ist Miri. Wenn man Miri einmal lachen hört, versteht man direkt, warum sie von manchen Möwen-Miri genannt wird. Denn wenn sie lacht, denkt man, dass sie versucht, sich mit den Vögeln zu unterhalten. Möwen-Miri ist aber nicht ihr einziger Spitzname. Auf der Fahrt von Marokko zurück nach Cádiz stand auf den Fährtickets bei allen Mädchen „m“ für mujer (Spanisch für Frau). Maxim und Nik mussten sich natürlich darüber lustig machen, dass Miri ein Mann wäre, und haben sie deswegen Mirimann genannt. Mit der Zeit hat sich die Bedeutung des Namens von Mirimann zu Miri-Man, der Superheldin, geändert und fand ihre Krönung darin, dass Miri von Milena ein Cape als Wichtelgeschenk bekommen hat.

Ein in der Küche entstandener Spitzname ist der von Neele. Eines Tages gab es nämlich Garnelen zum Mittagessen, und Neele hatte Backschaft und verbrachte den gesamten Vormittag damit, jede einzelne Garnele zu pulen. Das sorgte wiederum dafür, dass irgendjemand anfing, den Namen GarNeele zu benutzen. So kam es, dass der ein oder andere mittags an der Essensausgabe fragte: „Sind die Garnelen auch gar Neele?“ Den Spitznamen wurde sie bis heute nicht wieder los.

Relativ am Anfang sind noch zwei weitere Spitznamen entstanden: 67Tilly und Amanda (englisch ausgesprochen). 67Tilly wurde natürlich Matilda genannt – mittlerweile ist es aber nur noch Tilly. Das Tilly lässt sich relativ einfach herleiten: Es ist ein gängiger Spitzname für den Namen Matilda. Und das 67 … das kommt daher, dass Tilly nach ganzen drei Monaten immer noch über den 67-Witz lacht und ihn auch selbst noch bringt. Das wird sie vermutlich nie mehr los, genauso wenig wie Olivia das Amanda (englisch ausgesprochen) loswerden wird. Das kommt von ihrem Zweitnamen Amanda (deutsch ausgesprochen), und Anton dachte sich eines Tages: „Es ist doch voll lustig, Olivia Amanda zu nennen.“ Also hat er das gemacht, und nach zwei Tagen hat fast niemand mehr Olivia gesagt.

Dass heute nichts Spektakuläres passiert ist, war eine Lüge, denn wir haben heute zum ersten Mal das Brahmstagsegel gesetzt. Das ist das mittlere Segel zwischen Groß- und Vortopp und musste heute auch in der Luft wieder beigefangen werden. Das war ein besonderes Highlight, genauso wie die Tatsache, dass das Deck zum ersten Mal seit Tagen wieder trocken war. Geendet hat unser Tag mit einem außergewöhnlich schönen Sonnenuntergang.

Grüße:

Milena: Eyy alles Gute Paul, jetzt bist du nicht mehr 16 sondern 17! Ich hoffe es geht dir gut, ich vermisse euch und grüß Jana ganz lieb von mir ❤️

Sophia: Heyy an alle Zuhause, mir geht es gut und wir hatten heute einen wunderschönen Sonnenauf- und untergang. Ich vermisse euch und wünsche euch ganz viel Spaß in Schweden. ❤️ Linchen ich wünsche dir auch viel Spaß bei der JuLeiCa, lern viel und pass auf das die Konfis nicht zu unverschämt werden 🥐❤️.

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