Brigg & Blauwasser – Atlantische Weiten
Santa Cruz de La Palma (Kanaren) – Ponta Delgada Sao Miguel (Azoren)
Sonntag, 3. Januar – Samstag, 16. Januar 2027
Ermäßigt: 1375 € | Erwachsene: 1960 €
Vierzehn Tage echte Blauwassersegelei. Von den Kanaren mitten in den Nordatlantik bis zu den vulkanischen Inseln im Mittelmeer der Hochsee – den Azoren. Ein Törn für alle, die das offene Meer in seiner ganzen Größe erleben wollen.
Es gibt Reviere, die man kennenlernt, und es gibt Reviere, die einen verändern. Der offene Nordatlantik im Winter gehört zur zweiten Sorte. Auf diesem Törn machen wir kein Inselhüpfen, keinen Tagestripp, keinen Küstenslalom. Wir nehmen Kurs aufs offene Meer und segeln knapp eintausend Seemeilen nach Nordosten – durch eines der größten und einsamsten Gewässer Europas. Wenn wir nach Tagen auf See zum ersten Mal die grüne Silhouette einer Azoreninsel am Horizont erkennen, ist das ein Moment, der bleibt.

Aufbruch von La Palma
Wir verlassen den Hafen von Santa Cruz de La Palma und nehmen Kurs auf den offenen Atlantik. Die Insel verschwindet allmählich hinter uns am Horizont, und schon nach kurzer Zeit liegt nichts mehr unter dem Kiel als tiefes, blaues Wasser. Vor uns: eintausend Seemeilen Meer.
Blauwassersegelei in Reinform
Was die Atlantikpassage Richtung Azoren so besonders macht, ist genau das, was sie für viele auch so reizvoll macht: das Fehlen von allem, was unterwegs ablenkt. Keine Inseln am Horizont, keine Häfen, keine Versorgung von außen. Nur das Schiff, die Crew, das Meer und der Himmel.
Die Roald wird in diesen Tagen zu deinem Zuhause. Du erlebst, wie sich das Bordleben in einen ruhigen Rhythmus einpendelt – Wachen, Mahlzeiten, Schlaf, Wachen. Du lernst, was es heißt, die Welt nur noch aus Wasser, Wolken und Sternen zu lesen. Du beobachtest, wie sich der Himmel von Tag zu Tag verändert, wie der Wind dreht, wie das Meer seine Stimmung wechselt – und wie der Kompass dich stetig weiter nordostwärts führt.

Begegnungen auf offener See
Auch auf dem leersten Stück Atlantik bist du nie ganz allein. Sturmtaucher und Albatrosse begleiten oft tagelang das Schiff. Delfinschulen schießen am Bug entlang. Und wer Glück hat, sieht in der Ferne das Blasen eines Wals – die Strecke zwischen den Kanaren und den Azoren liegt mitten auf einer der wichtigsten Wanderungsrouten der Großwale Europas. Mondaufgänge über offener See, Sonnenuntergänge, die das halbe Schiff in goldenes Licht tauchen, und Nächte unter einem Sternenhimmel ohne jede Lichtverschmutzung – das sind Erlebnisse, die diese Tage prägen.
Ankunft auf São Miguel – die grüne Hauptinsel der Azoren
Nach Tagen auf See taucht sie zuerst als Schemen auf, dann immer deutlicher: São Miguel, die größte Insel der Azoren. Wir laufen ein in Ponta Delgada, die lebendige Hauptstadt mit ihrer eleganten weißen Stadtfront, den schwarzen Basaltsteinen in den Pflastern und der spürbaren Mischung aus portugiesischer Kultur und Atlantik-Mentalität.
Die Azoren sind anders als alles, was du auf einem Törn vorher erlebt hast. Sie liegen mitten im Atlantik, weit entfernt von allen Kontinenten, und tragen die Spuren ihrer vulkanischen Entstehung an jeder Ecke. Heiße Quellen, Kraterseen in allen Blautönen, dichte Lorbeerwälder, schroffe Klippen und sanfte grüne Weiden – als hätten Hawaii und Irland ein gemeinsames Kind. Trotz der nördlichen Lage ist das Klima auch im Januar mild: ein Effekt des warmen Golfstroms und der weit ausgreifenden Atlantik-Hochdrucksysteme, die hier ihren Namen herleiten – des Azorenhochs.

Sailtraining auf der Langstrecke
Auf diesem Törn segeln wir durchgehend im Drei-Wach-System. Du bist Teil der Crew – mit allem, was dazugehört: Segel setzen und bergen, Ruder gehen, Ausguck, Navigation, Wachübergaben am Morgen und in der Nacht. Vierzehn Tage Atlantik sind mehr als die Summe einzelner Manöver. Sie sind ein Reifeprozess, der dich an Bord wachsen lässt – seemännisch, menschlich, in der Gemeinschaft mit deinen Wachkamerad:innen. Eine erfahrene Stammcrew bringt dir alles bei, was du brauchst. Vorerfahrung ist hilfreich, aber kein Muss. Wichtig sind Lust auf das Leben an Bord, die Bereitschaft, dich auf eine längere Zeit auf See einzulassen, und die Offenheit, sich von einer großen Atlantikreise verändern zu lassen.
Was dich erwartet
Vierzehn Tage echte Hochseesegelei. Eintausend Seemeilen blaues Wasser. Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung. Wale, Delfine, Sturmvögel. Eine Crew, die zu einer Gemeinschaft wird. Und am Ende eine Insel, die nach den Tagen auf See aus dem Wasser steigt wie ein Versprechen.
Komm an Bord. Segel die Weite. Komm an in einer anderen Welt.
Santa Cruz de La Palma (Kanaren) – Ponta Delgada Sao Miguel (Azoren)
Sonntag, 3. Januar – Samstag, 16. Januar 2027
Ermäßigt: 1375 € | Erwachsene: 1960 €
Preise verstehen sich inklusive Unterbringung, Verpflegung, Hafengebühren und allem, was das Schiff kostet. Wir organisieren Ihren Segeltörn, Sie Ihre Reise zwischen Haustür und Hafen.
Highlights
Echte Blauwassersegelei Vierzehn Tage Atlantik, knapp eintausend Seemeilen offene See, kein Land am Horizont. Eine Reise für alle, die Hochseesegelei wirklich erleben wollen – im klassischen Sinne, auf einem Großsegler.
Wale, Delfine, Sturmvögel Die Strecke zwischen Kanaren und Azoren liegt mitten auf den Wanderungsrouten europäischer Großwale. Albatrosse, Sturmtaucher und Delfinschulen begleiten das Schiff über tausend Meilen.
Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung Tagelang ohne jede künstliche Lichtquelle in Reichweite. Die Nächte auf hoher See gehören zu den eindrücklichsten Erlebnissen dieses Törns – ein Sternenhimmel, wie ihn die wenigsten Menschen je sehen.
Ankunft auf São Miguel Die größte Insel der Azoren empfängt uns mit grünen Hängen, vulkanischen Kraterseen, heißen Quellen und Ponta Delgada – einer Hafenstadt, die sich anfühlt wie das Tor zu einer anderen Welt.
Eine Crew, die zur Gemeinschaft wird Auf einer Atlantikpassage von vierzehn Tagen wächst zusammen, was anfangs nur eine Gruppe von Menschen war. Wache um Wache, Mahlzeit um Mahlzeit, Sternennacht um Sternennacht – am Ende geht eine andere Crew von Bord als die, die in La Palma anfing.
Bordalltag
Erlebe die Faszination des Segelns an Bord der Brigg ROALD AMUNDSEN! Für diese einzigartige Strecke vereinen wir eine Crew aus unerfahrenen Trainess und erfahrener Stammcrew, die Seite an Seite segelt, lernt und gemeinsam die Herausforderungen des Lebens auf hoher See meistert. Segel setzen, den Kurs halten und als Team agieren – das sind nur einige der Aufgaben, die auf dich warten.
**Einteilung ins Wachsystem – Gemeinsam Verantwortung übernehmen**
Gleich zu Beginn wirst du einer von drei Wachen zugeteilt:
– **Wache 1:** 00-04 Uhr und 12-16 Uhr
– **Wache 2:** 04-08 Uhr und 16-20 Uhr
– **Wache 3:** 08-12 Uhr und 20-24 Uhr
In deiner Wache übernimmst du das Ruder, hältst Ausguck und hilfst bei der Navigation unter Anleitung der erfahrenen Crew. Sicherheit hat oberste Priorität: Zu Beginn des Törns gibt es eine ausführliche Sicherheitsanweisung, und die gesamte Crew lernt die grundlegenden Kommandos und die Bedienung der Tampen. Schritt für Schritt wirst du in den Bordalltag eingeführt – vom Klettern im Rigg bis hin zur aktiven Teilnahme bei Segel- und Schiffsmanövern.

**Teamwork und Kameradschaft auf See**
An Bord zählt jede helfende Hand, und jede Wache trägt ihren Teil zum gemeinsamen Erfolg bei. Ob im Ausguck, am Ruder oder in der Kombüse: Durch Teamwork wächst die Crew zu einer echten Gemeinschaft zusammen. Alle packen mit an, sei es beim Reinigen des Schiffs oder in der „Backschaft“ (Kombüse). Tag für Tag wirst du mehr über die ROALD AMUNDSEN und die Prinzipien der traditionellen Seefahrt lernen, sodass du zunehmend selbstständig agieren und Verantwortung übernehmen kannst.

Auf der ROALD AMUNDSEN wirst du Menschen aus aller Welt kennenlernen, Sprachbarrieren überwinden und eng zusammenarbeiten. Nur durch koordiniertes Teamwork können die Segel optimal gesetzt und in den Wind gestellt werden – eine Aufgabe, die Vertrauen und Kommunikation erfordert. Ob beim Manövrieren an Deck oder beim gemeinsamen Klettern im Rigg, du wirst schnell lernen, dich auf deine Crewkollegen zu verlassen und Freundschaften zu schließen, die oft ein Leben lang halten.
An- und Abreise
Anreise nach La Palma
Mit dem Flugzeug: Der Aeropuerto de La Palma (SPC) liegt rund 8 Kilometer südlich von Santa Cruz de La Palma. Direktflüge aus Deutschland sind saisonabhängig und im Winter eher selten – häufig führt der Weg über Madrid, Barcelona oder Teneriffa. Plane für eine Umsteigeverbindung etwas Puffer ein.
Mit der Fähre: Eine entschleunigte Alternative: Fred Olsen und Naviera Armas fahren regelmäßig zwischen Teneriffa, La Gomera und La Palma. Wer schon ein paar Tage früher anreisen möchte, kann mit der Fähre island-hoppen.
Unser Tipp: Reise ruhig zwei bis drei Tage früher an. La Palma im Januar ist mild, grün, oft sonnig – und ein wunderschöner Ort, um sich auf die kommende Atlantiküberquerung einzustimmen. Der Sternenhimmel der Insel (UNESCO Starlight-Reservat) ist ein erster Vorgeschmack auf die Nächte auf hoher See.
Abreise aus Ponta Delgada (São Miguel, Azoren)
Mit dem Flugzeug: Der Aeroporto João Paulo II (PDL) in Ponta Delgada ist der wichtigste Flughafen der Azoren und überraschend gut angebunden:
- Direktflüge nach Deutschland gibt es mit SATA/Azores Airlines saisonal nach Frankfurt und München.
- Über Lissabon oder Porto geht es ganzjährig bequem mit TAP zurück – Anschluss von dort in alle größeren deutschen Städte.
- Auch Verbindungen über London oder Amsterdam sind möglich.
Vom Flughafen in die Innenstadt sind es nur wenige Minuten mit Bus oder Taxi.
Unser Tipp: Bleib unbedingt noch ein paar Tage auf São Miguel. Die Insel ist ein eigenes kleines Reiseziel und nach der Atlantikpassage ein wunderschöner Ort zum Ankommen:
Sete Cidades – ein gewaltiger erloschener Vulkankrater mit zwei verschiedenfarbigen Seen, einer der bekanntesten Anblicke der Azoren.
Furnas – das Tal der heißen Quellen. Hier wird traditionell das Cozido das Furnas gekocht: ein deftiger Eintopf, der über Stunden in der dampfenden Erde gart.
Lagoa do Fogo – ein abgelegener Kratersee, türkisblau, umgeben von dichter Vegetation.
Walbeobachtung – auch im Januar lassen sich rund um São Miguel Pottwale und Delfine beobachten. Die Azoren gelten als eines der besten Walbeobachtungsgebiete der Welt.
Eine Atlantikinsel mitten im Winter – wärmer, grüner und stiller als alles, was man in dieser Jahreszeit aus Mitteleuropa kennt. Ein Ankommen, das den Törn perfekt abrundet.
