Habichtsinseln Rund 2027 – Mit der Roald Amundsen durch die Azoren
Ponta Delgada – Ponta Delgada (Azoren rund)
Sonntag, 17. Januar – Dienstag, 26. Januar 2027
Ermäßigt: 980 € | Erwachsene: 1400 €
Zehn Tage zwischen den vulkanischen Inseln der Azoren. Pico, Faial, São Jorge – ein Archipel mitten im Atlantik, das viele Segler:innen ihr ganzes Leben suchen. Wir haben es vor dem Bug.
Es gibt Reiseziele, von denen Seeleute jahrelang erzählen. Die Azoren gehören dazu. Mitten im Nordatlantik gelegen, weit weg von Europa und doch noch zu ihm gehörend, sind sie für viele Hochseesegler:innen der Sehnsuchtsort schlechthin. Auf diesem Törn nehmen wir uns zehn Tage Zeit, das Archipel von innen zu erleben – von Insel zu Insel, im engen, intensiven Wechsel zwischen Hochseegefühl und Hafenromantik.

Aufbruch von São Miguel
Wir starten in Ponta Delgada auf São Miguel, der lebendigen Hauptstadt des Archipels. Schon nach wenigen Stunden auf See haben wir das tiefblaue Wasser unter dem Kiel, das die Azoren umgibt – einer der klarsten und tiefsten Meeresabschnitte Europas. Vor uns liegt eine Inselgruppe, die wie eine Perlenkette über fast 600 Kilometer Atlantik verteilt ist. Welche Inseln wir genau anlaufen, entscheidet Wind und Wetter mit uns – die Azoren bestimmen das Reisetempo selbst.
Pico – der Berg im Meer
Der Pico ist mit 2.351 Metern der höchste Berg Portugals und gleichzeitig ein nahezu perfekter Vulkankegel, der direkt aus dem Atlantik aufsteigt. Wer ihn das erste Mal vom Schiff aus sieht, wie er die Wolken durchsticht und seinen Schatten auf das Meer wirft, vergisst diesen Anblick nicht mehr. Die Insel selbst ist berühmt für ihre Weinberge, die zum UNESCO-Welterbe gehören – Reben, die seit Jahrhunderten in kleinen Lavasteinmauern wachsen und ihren Wein bis ins zaristische Russland exportiert haben.

Horta auf Faial – der berühmteste Seglerhafen des Atlantiks
Wer den Atlantik segelt, kommt früher oder später nach Horta auf Faial. Der kleine Hafen ist seit Jahrhunderten der traditionelle Zwischenstopp für transatlantische Segelreisen. Auf den Kaimauern haben sich Generationen von Seglern verewigt – jede:r, der durchkommt, malt seinen Bootsnamen, seinen Wappen, seine Geschichte auf einen Stein. Wer die Tradition nicht beachtet, sagt man, der wird nicht gut weitersegeln. Wir lassen es nicht darauf ankommen.
Direkt am Hafen liegt Peter Café Sport, eine der legendärsten Seglerkneipen der Welt. Hier treffen sich Atlantiksegler:innen seit fast hundert Jahren, hier hängen Bilder aller großen Segelschiffe an den Wänden, hier gibt es Gin Tonic und Geschichten aus aller Welt. Ein Besuch gehört zum Pflichtprogramm jedes Azoren-Törns.
São Jorge – die Insel der Klippen und Fajãs
Lang gestreckt, schmal, dramatisch: São Jorge ist eine der eindrucksvollsten Inseln des Archipels. Ihre Steilküsten fallen senkrecht ins Meer, und an ihren Füßen liegen die berühmten Fajãs – kleine, flache Lavazungen, die von Bergrutschen geformt wurden und auf denen Menschen seit Jahrhunderten leben. Vom Wasser aus ist die Insel eine eigene Erfahrung: eine grüne Mauer, deren Wasserfälle direkt ins Meer fallen.
Walbeobachtung von Bord aus
Die Azoren gelten als eines der besten Walbeobachtungsgebiete der Welt. Auch im Januar lassen sich rund um die Inseln Pottwale, Tümmler, Streifendelfine und gelegentlich Schwertwale beobachten. Die Roald ist kein Whale-Watching-Boot, aber wer auf der Wache aufpasst, sieht oft mehr, als man auf einem Spezialtörn von Land aus sehen würde. Eine Begegnung mit einem Pottwal in der Atlantikdünung neben der Brigg gehört zu den Erlebnissen, die ein Leben lang bleiben.

Sailtraining in einem besonderen Revier
Das Segeln zwischen den Azoreninseln ist ein eigenes Kapitel der Seemannschaft. Tiefes Wasser, oft kräftiger Wind, schnelle Wetterwechsel zwischen den Inseln, lange Schläge auf offener See und kurze, intensive Hafenmanöver in den kleinen Inselhäfen. Wir segeln im Wachrhythmus, ankern, wo es schön ist, gehen mal länger raus und mal in geschützte Buchten. Eine erfahrene Stammcrew bringt dir alles bei, was du brauchst. Vorerfahrung ist hilfreich, aber kein Muss – Neugier, Lust auf das Leben an Bord und Bereitschaft, sich auf das oft eigenwillige Azorenwetter einzulassen, reichen.
„Habichtsinseln“ – woher kommt der Name?
Der historische deutsche Name der Azoren lautet Habichtsinseln – und er kommt direkt aus dem Portugiesischen. Açorist die portugiesische Bezeichnung für einen Greifvogel, traditionell mit dem Habicht übersetzt. Als die portugiesischen Seefahrer das Archipel im 15. Jahrhundert entdeckten, sahen sie in der Luft kreisende Vögel, die sie für Habichte hielten – wahrscheinlich waren es eher Bussarde, aber der Name blieb. Bis heute heißen die Azoren auf Deutsch eigentlich Habichtsinseln, auch wenn der Begriff fast in Vergessenheit geraten ist. Wir holen ihn auf diesen Törn zurück – als kleine Hommage an die alten Seefahrer, die hier vor uns ankerten.
Was dich erwartet
Zehn Tage im Herzen des Atlantiks. Vulkangipfel, die aus dem Meer ragen. Weinberge auf Lavafeldern. Die berühmtesten Hafenmauern der Seglerwelt. Pottwale, Delfine und Sturmvögel als ständige Begleiter. Eine Crew, die sich in der ruhigen Intimität dieser Inselwelt schnell zur Gemeinschaft formt. Und ein Archipel, das viele Reisende ein Leben lang sucht.
Komm an Bord. Segel die Habichtsinseln. Erlebe den Atlantik von seiner schönsten Seite.
Ponta Delgada – Ponta Delgada (Azoren rund)
Sonntag, 17. Januar – Dienstag, 26. Januar 2027
Ermäßigt: 980 € | Erwachsene: 1400 €
Preise verstehen sich inklusive Unterbringung, Verpflegung, Hafengebühren und allem, was das Schiff kostet. Wir organisieren Ihren Segeltörn, Sie Ihre Reise zwischen Haustür und Hafen.
Highlights
Pico – der höchste Berg Portugals direkt aus dem Meer 2.351 Meter perfekter Vulkankegel, der vom Schiff aus aufragt wie ein Bild. Dazu Weinberge auf Lavafeldern, UNESCO-Welterbe und Geschichten von russischen Zaren, die hier ihren Wein bestellten.
Horta auf Faial – der legendärste Seglerhafen des Atlantiks Die bemalten Kaimauern, das Peter Café Sport, die Tradition, dass jede:r Segler:in einen Stein bemalt. Wer hier festgemacht hat, gehört zu einer Reisendenfamilie, die seit Jahrhunderten existiert.
Wale, Delfine und Sturmvögel Die Azoren zählen zu den besten Walbeobachtungsgebieten der Welt. Auch im Januar sind Pottwale, Tümmler und Streifendelfine unterwegs – und vom Deck eines Großseglers oft besser zu sehen als von jedem Whale-Watching-Boot.
Inselhüpfen zwischen Vulkanen und Klippen Zehn Tage zwischen Pico, Faial, São Jorge und São Miguel. Schmale Inseln, dramatische Steilküsten, kleine Häfen und tiefblaues Wasser dazwischen. Ein Archipel zum Eintauchen, nicht zum Vorbeisegeln.
Sailtraining im Atlantik-Charakter Tiefes Wasser, kräftige Winde, schnelle Wetterwechsel, lange Schläge auf offener See und intensive Hafenmanöver in kleinen Inselhäfen. Klassische Seemannschaft in einem Revier, das jeden Tag etwas Neues bringt.
Bordalltag
Erlebe die Faszination des Segelns an Bord der Brigg ROALD AMUNDSEN! Für diese einzigartige Strecke vereinen wir eine Crew aus unerfahrenen Trainess und erfahrener Stammcrew, die Seite an Seite segelt, lernt und gemeinsam die Herausforderungen des Lebens auf hoher See meistert. Segel setzen, den Kurs halten und als Team agieren – das sind nur einige der Aufgaben, die auf dich warten.
**Einteilung ins Wachsystem – Gemeinsam Verantwortung übernehmen**
Gleich zu Beginn wirst du einer von drei Wachen zugeteilt:
– **Wache 1:** 00-04 Uhr und 12-16 Uhr
– **Wache 2:** 04-08 Uhr und 16-20 Uhr
– **Wache 3:** 08-12 Uhr und 20-24 Uhr
In deiner Wache übernimmst du das Ruder, hältst Ausguck und hilfst bei der Navigation unter Anleitung der erfahrenen Crew. Sicherheit hat oberste Priorität: Zu Beginn des Törns gibt es eine ausführliche Sicherheitsanweisung, und die gesamte Crew lernt die grundlegenden Kommandos und die Bedienung der Tampen. Schritt für Schritt wirst du in den Bordalltag eingeführt – vom Klettern im Rigg bis hin zur aktiven Teilnahme bei Segel- und Schiffsmanövern.

**Teamwork und Kameradschaft auf See**
An Bord zählt jede helfende Hand, und jede Wache trägt ihren Teil zum gemeinsamen Erfolg bei. Ob im Ausguck, am Ruder oder in der Kombüse: Durch Teamwork wächst die Crew zu einer echten Gemeinschaft zusammen. Alle packen mit an, sei es beim Reinigen des Schiffs oder in der „Backschaft“ (Kombüse). Tag für Tag wirst du mehr über die ROALD AMUNDSEN und die Prinzipien der traditionellen Seefahrt lernen, sodass du zunehmend selbstständig agieren und Verantwortung übernehmen kannst.

Auf der ROALD AMUNDSEN wirst du Menschen aus aller Welt kennenlernen, Sprachbarrieren überwinden und eng zusammenarbeiten. Nur durch koordiniertes Teamwork können die Segel optimal gesetzt und in den Wind gestellt werden – eine Aufgabe, die Vertrauen und Kommunikation erfordert. Ob beim Manövrieren an Deck oder beim gemeinsamen Klettern im Rigg, du wirst schnell lernen, dich auf deine Crewkollegen zu verlassen und Freundschaften zu schließen, die oft ein Leben lang halten.
An- und Abreise
An- und Abreise
Start und Ziel des Törns sind Ponta Delgada auf São Miguel – damit ist die Reise logistisch unkompliziert: Du kommst einmal an und fliegst auch wieder dort zurück.
Mit dem Flugzeug nach Ponta Delgada (PDL)
Der Aeroporto João Paulo II (PDL) in Ponta Delgada ist der wichtigste Flughafen der Azoren und überraschend gut angebunden:
Direktflüge aus Deutschland: SATA/Azores Airlines fliegt saisonal direkt von Frankfurt und München nach Ponta Delgada. Die Flüge sind im Winter weniger zahlreich, aber verfügbar – frühzeitige Buchung lohnt sich.
Über Lissabon oder Porto: Die ganzjährig zuverlässigste Variante. TAP Portugal bietet täglich mehrere Verbindungen aus allen größeren deutschen Städten (Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, München, Stuttgart) nach Lissabon, von dort mit Anschlussflug weiter nach Ponta Delgada. Auch über Porto ist die Anreise möglich.
Andere Wege: Verbindungen über London (mit British Airways) oder Amsterdam sind ebenfalls möglich, aber meist länger und nicht günstiger.
Vom Flughafen zum Hafen
Der Flughafen liegt nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum und vom Hafen entfernt. Mit Taxi oder Bus bist du in 10 bis 15 Minuten an Bord. Mietwagen sind ebenfalls direkt am Flughafen verfügbar – praktisch, wenn du noch Tage vor oder nach dem Törn auf der Insel verbringen möchtest.
Unser Tipp: Ein paar Tage São Miguel obendrauf
São Miguel ist die größte und vielfältigste Insel der Azoren und ein eigenes Reiseziel für sich. Wer ein paar Tage vor oder nach dem Törn anhängt, erlebt eine Insel, die sich wie eine ganze Welt im Kleinen anfühlt:
Sete Cidades – ein gewaltiger erloschener Vulkankrater mit zwei verschiedenfarbigen Seen, einer der berühmtesten Anblicke der Azoren.
Furnas – das Tal der heißen Quellen. Hier wird traditionell das Cozido das Furnas gekocht, ein deftiger Eintopf, der über Stunden in der dampfenden Erde gart. Dazu Thermalbäder unter freiem Himmel – auch im Januar wunderbar warm.
Lagoa do Fogo – ein abgelegener Kratersee, türkisblau, umgeben von dichter Vegetation und einer Stille, die man auf einer bewohnten Insel kaum erwartet.
Ribeira Grande und Caldeira Velha – heiße Wasserfälle und Naturpools mitten im subtropischen Wald.
Tee aus den Azoren – die einzigen Teeplantagen Europas liegen in Gorreana und Porto Formoso auf São Miguel. Eine Führung lohnt sich.
Praktische Hinweise
Wetter: Im Januar ist es auf den Azoren mild (Tagestemperaturen meist um 14–17 Grad), aber wechselhaft – Sonne, Wolken und Regen können schnell aufeinanderfolgen. Bringe gute Regenkleidung mit, festes Schuhwerk und einen warmen Pullover für die Wachen.
Geld und Sprache: Auf den Azoren wird mit Euro bezahlt, gesprochen wird Portugiesisch – mit Englisch kommt man in den Häfen und Städten überall problemlos durch.
Verbindungen zwischen den Inseln: Wer länger bleibt, kann die kleinen Inseln per Flugzeug (SATA Air Açores) oder Fähre (Atlânticoline) erkunden – im Januar allerdings mit reduziertem Fahrplan.
Eine Insel im Atlantik, ein Archipel voller Geschichten und eine Reise, von der du noch lange erzählen wirst.
