Inseln in den Rossbreiten – Weihnachten und Silvester auf den Kanaren
Mittwoch, 23. Dezember 2026 – Samstag, 2. Januar 2027
Ermäßigt: 1075 € | Erwachsene: 1545 €
Elf Tage zwischen den vulkanischen Inseln des kanarischen Archipels. Eine Zeit zum Segeln, zum Ankommen und zum gemeinsamen Feiern – Weihnachten und Silvester an Bord, mit warmer Atlantikbrise statt Schnee vor der Tür.
Es gibt Jahre, in denen man die festliche Zeit anders erleben möchte. Ohne Stress, ohne überfüllte Innenstädte, ohne den immergleichen Trubel. Stattdessen: das Meer unter dem Kiel, milde Luft auf der Haut, ein Großsegler unter den Sternen und eine Crew, die schnell zur kleinen Familie wird. Dieser Törn ist genau für diese Tage gedacht. Wir verbringen Weihnachten und Silvester gemeinsam an Bord, segeln in Ruhe zwischen den kanarischen Inseln und lassen das Jahr ausklingen, wie es vielleicht nirgendwo sonst möglich ist.

Die Kanaren im Winter – Sonne, Wind und Vulkangestein
Die Kanarischen Inseln liegen weit im Süden, fast schon auf der Höhe der Westsahara, und doch noch unter spanischer Flagge. Hier herrscht ein ganzjährig mildes Subtropenklima, das sie im Dezember besonders attraktiv macht: angenehme Tagestemperaturen, klare Nächte, ein Meer, das warm genug ist, dass die Atlantikluft sich freundlich anfühlt.
Jede der Inseln ist ein eigener Kosmos. Tiefe Schluchten, schwarze Lavastrände, üppige Lorbeerwälder, schroffe Klippen, alte Fischerorte und Dörfer, die aus einer anderen Zeit zu kommen scheinen. Wir nehmen uns die elf Tage, um in Ruhe zwischen den Inseln zu segeln, an verschiedenen Plätzen zu ankern und das Archipel von der Seeseite kennenzulernen – eine Perspektive, die den meisten Reisenden verborgen bleibt.

Auf dem Weg nach La Palma
Wir starten in Teneriffa und nehmen Kurs auf die westlichen Inseln des Archipels. Je nach Wind und Wetter führt uns der Weg an La Gomera vorbei – der Insel mit der berühmten Pfeifsprache Silbo Gomero und dem nebligen Lorbeerwald des Garajonay-Nationalparks. Vielleicht ankern wir vor der kleinen, wilden Insel El Hierro, dem ehemaligen „Ende der Welt“, auf der noch heute der Nullmeridian der antiken Welt verlief.
Unser Ziel ist La Palma, die grünste Insel der Kanaren – auch La Isla Bonita genannt. Steile Klippen, dichte Wälder, ein gewaltiger Erosionskrater im Inselherzen und der jüngste Vulkan Europas, der erst 2021 hier ausgebrochen ist. Wer La Palma noch nicht kennt, lernt eine der ursprünglichsten Inseln des Archipels kennen.
Weihnachten an Bord
Heiligabend an Deck eines Großseglers ist etwas, das man kein zweites Mal vergisst. Wir machen es uns gemütlich – mit Kerzenlicht, gemeinsamem Essen, vielleicht ein paar Liedern, Geschichten aus alten Logbüchern und der besonderen Stille, die nur über dem Meer entsteht. Die Stammcrew zaubert mit der Kombüse ein festliches Essen, und wer mag, bringt eine kleine Tradition von zu Hause mit an Bord. Kein Konsum-Marathon, sondern eine ruhige, herzliche Variante der Feiertage, getragen von der Gemeinschaft an Bord.

Silvester über dem Atlantik
Wenige Tage später läuten wir das neue Jahr ein. In Spanien gehört zum Jahreswechsel eine besondere Tradition: zu jedem der zwölf Glockenschläge um Mitternacht eine Weintraube essen, eine für jeden Monat des kommenden Jahres. Wir machen das natürlich mit. Wenn das Schiff zu Anker liegt, vielleicht in einer geschützten Bucht oder im Hafen einer der Inseln, stoßen wir gemeinsam an, schauen in den Sternenhimmel über dem Atlantik und feiern den Beginn von 2027 – ruhig, herzlich, in einer Runde, die in wenigen Tagen zu einer kleinen Familie geworden ist.
„Inseln in den Rossbreiten“ – woher kommt der Name?
Die Kanaren liegen am Rand jener Breitengrade, die Segler seit Jahrhunderten als Rossbreiten kennen – die windstillen Hochdruckzonen zwischen den Passatwinden des Nordens und denen des Südens, ungefähr zwischen 30 und 35 Grad nördlicher Breite. Der Name stammt aus einer düsteren Zeit der Seefahrt: Segler, die im Zuge von Flauten wochenlang in diesen Breiten festsaßen und ihre Wasser- und Futtervorräte streckten mussten, sollen Pferde, die sie an Bord transportierten, über Bord geworfen haben. Daher: Horse Latitudes, Rossbreiten.
Heute durchqueren wir diese Breiten unter ganz anderen Vorzeichen. Statt Flaute und Futternot erwarten uns moderate Winde, klare Sicht und ein Archipel, das gerade in dieser Jahreszeit besonders ist. Der Name unseres Törns ist ein kleiner Augenzwinker an die Seefahrtsgeschichte – und ein Hinweis darauf, dass wir genau in jenem Gebiet segeln, in dem schon die großen Entdeckerschiffe Pause machten, bevor sie weiter nach Westen aufbrachen.

Sailtraining in entspanntem Rhythmus
Auch wenn dieser Törn besinnlicher ist als manche Atlantikpassage, segeln wir aktiv. Im Wachrhythmus geht es zwischen den Inseln, mit Manövern an Deck, gemeinsamen Ankerlieger, Spaziergängen an Land und der Gelegenheit, in Ruhe Seemannschaft zu lernen oder zu vertiefen. Eine erfahrene Stammcrew bringt dir bei, was du brauchst. Vorerfahrung ist willkommen, aber kein Muss – Neugier, Lust auf Gemeinschaft und Offenheit für die besondere Stimmung dieser Tage reichen vollkommen aus.
Was dich erwartet
Elf Tage zwischen vulkanischen Inseln, mit warmer Atlantikluft und tiefblauem Wasser. Weihnachten und Silvester an Bord – gemütlich, gemeinschaftlich, getragen von der Crew. Ein Schiff, das in dieser Zeit zur kleinen schwimmenden Heimat wird. Und am Ende eine Insel, die zu den ursprünglichsten und schönsten des Archipels gehört.
Komm an Bord. Feier mit uns. Lass das Jahr anders ausklingen.
Santa Cruz de Teneriffa – Santa Cruz de La Palma
Mittwoch, 23. Dezember 2026 – Samstag, 2. Januar 2027
Ermäßigt: 1075 € | Erwachsene: 1545 €
Preise verstehen sich inklusive Unterbringung, Verpflegung, Hafengebühren und allem, was das Schiff kostet. Wir organisieren Ihren Segeltörn, Sie Ihre Reise zwischen Haustür und Hafen.
Highlights
Weihnachten und Silvester an Bord Heiligabend an Deck eines Großseglers, Silvester mit zwölf Trauben unter dem kanarischen Sternenhimmel. Eine festliche Zeit, getragen von einer Crew, die in wenigen Tagen zur kleinen Familie wird.
Inselhopping durch das vulkanische Archipel Von Teneriffa über La Gomera und möglicherweise El Hierro bis La Palma – wir lernen die westlichen Kanaren von der Seeseite kennen. Jede Insel ein eigener Kosmos aus Vulkangestein, Lorbeerwäldern und kleinen Häfen.
La Palma – die grünste der KanarenLa Isla Bonita zählt zu den ursprünglichsten Inseln des Archipels: steile Klippen, dichte Wälder, Sternenhimmel von Weltrang und der jüngste Vulkan Europas.
Mildes Subtropenklima statt Winterkälte Während es in Deutschland frostet, segeln wir bei angenehmen Tagestemperaturen, klaren Nächten und warmem Atlantikwasser. Eine andere Art, den Dezember zu verbringen.
Sailtraining in entspanntem Rhythmus Wachrhythmus zwischen den Inseln, gemeinsame Ankerlieger, Spaziergänge an Land und Zeit, in Ruhe Seemannschaft zu lernen oder zu vertiefen. Aktiv segeln und gleichzeitig die festliche Zeit genießen.
Bordalltag
Erlebe die Faszination des Segelns an Bord der Brigg ROALD AMUNDSEN! Für diese einzigartige Strecke vereinen wir eine Crew aus unerfahrenen Trainess und erfahrener Stammcrew, die Seite an Seite segelt, lernt und gemeinsam die Herausforderungen des Lebens auf hoher See meistert. Segel setzen, den Kurs halten und als Team agieren – das sind nur einige der Aufgaben, die auf dich warten.
**Einteilung ins Wachsystem – Gemeinsam Verantwortung übernehmen**
Gleich zu Beginn wirst du einer von drei Wachen zugeteilt:
– **Wache 1:** 00-04 Uhr und 12-16 Uhr
– **Wache 2:** 04-08 Uhr und 16-20 Uhr
– **Wache 3:** 08-12 Uhr und 20-24 Uhr
In deiner Wache übernimmst du das Ruder, hältst Ausguck und hilfst bei der Navigation unter Anleitung der erfahrenen Crew. Sicherheit hat oberste Priorität: Zu Beginn des Törns gibt es eine ausführliche Sicherheitsanweisung, und die gesamte Crew lernt die grundlegenden Kommandos und die Bedienung der Tampen. Schritt für Schritt wirst du in den Bordalltag eingeführt – vom Klettern im Rigg bis hin zur aktiven Teilnahme bei Segel- und Schiffsmanövern.

**Teamwork und Kameradschaft auf See**
An Bord zählt jede helfende Hand, und jede Wache trägt ihren Teil zum gemeinsamen Erfolg bei. Ob im Ausguck, am Ruder oder in der Kombüse: Durch Teamwork wächst die Crew zu einer echten Gemeinschaft zusammen. Alle packen mit an, sei es beim Reinigen des Schiffs oder in der „Backschaft“ (Kombüse). Tag für Tag wirst du mehr über die ROALD AMUNDSEN und die Prinzipien der traditionellen Seefahrt lernen, sodass du zunehmend selbstständig agieren und Verantwortung übernehmen kannst.

Auf der ROALD AMUNDSEN wirst du Menschen aus aller Welt kennenlernen, Sprachbarrieren überwinden und eng zusammenarbeiten. Nur durch koordiniertes Teamwork können die Segel optimal gesetzt und in den Wind gestellt werden – eine Aufgabe, die Vertrauen und Kommunikation erfordert. Ob beim Manövrieren an Deck oder beim gemeinsamen Klettern im Rigg, du wirst schnell lernen, dich auf deine Crewkollegen zu verlassen und Freundschaften zu schließen, die oft ein Leben lang halten.
An- und Abreise
Anreise nach Teneriffa
Mit dem Flugzeug: Teneriffa hat zwei Flughäfen, der internationale Hauptflughafen ist Tenerife Sur (TFS) im Süden der Insel. Direktflüge gehen aus nahezu allen größeren deutschen Städten – Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München, Stuttgart, Köln, Hannover und vielen weiteren. Im Dezember sind die Flüge meist gut verfügbar, frühzeitige Buchung lohnt sich allerdings wegen der Feiertagsnachfrage.
Vom Flughafen zum Hafen: Vom Flughafen Tenerife Sur fahren regelmäßig TITSA-Busse zu den Häfen Los Cristianos und Santa Cruz (Fahrtzeit etwa 1 bis 1,5 Stunden). Mietwagen und Taxis sind ebenfalls verfügbar.
Unser Tipp: Plane ruhig einen Tag früher ein. Teneriffa ist mehr als Strand – im Norden warten Anaga-Gebirge, La Laguna (UNESCO-Welterbe) und das beeindruckende Teide-Massiv.
Abreise aus La Palma
Mit dem Flugzeug: La Palma hat einen eigenen Flughafen, den Aeropuerto de La Palma (SPC) bei Mazo, rund 8 Kilometer südlich von Santa Cruz de La Palma. Direktflüge aus Deutschland gibt es saisonal aus Frankfurt, München, Düsseldorf und einigen weiteren Städten – im Januar sind sie etwas seltener als im Hochsommer. Wer keinen passenden Direktflug findet, fliegt bequem über Madrid, Barcelona oder Teneriffa zurück.
Mit der Fähre: Eine schöne, entschleunigte Alternative: Fred Olsen und Naviera Armas fahren regelmäßig zwischen La Palma, La Gomera und Teneriffa. Von Teneriffa Nord oder Süd geht es dann per Flug zurück nach Deutschland.
Unser Tipp: Hänge ein paar Tage La Palma dran. Die Insel ist klein, aber landschaftlich überwältigend. Ein Spaziergang im Caldera de Taburiente-Nationalpark, ein Sonnenuntergang am Vulkan Cumbre Vieja oder eine Nacht unter dem berühmten Sternenhimmel von La Palma (UNESCO Starlight-Reservat, eine der dunkelsten Nächte Europas) sind ein wunderschöner Ausklang nach den festlichen Tagen an Bord.
Praktische Hinweise zu den Feiertagen
Bitte beachte, dass rund um Weihnachten und Silvester die Flugverbindungen besonders gut gebucht sind. Wir empfehlen, die An- und Abreise frühzeitig zu planen – idealerweise sobald du deine Mitfahrt bestätigt hast. Wer flexibel ist, kann auch eine Kombination wählen: Anreise per Flug nach Teneriffa, Abreise per Fähre nach Cádiz und von dort entspannt mit der Bahn zurück. Das ist nicht der schnellste, aber sicher einer der schönsten Wege heim.
