Kreidefelsen in Sicht – Von Wismar nach Sassnitz
Sonntag, 15. August – Donnerstag, 19. August 2027
Fünf Sommertage entlang der schönsten Küstenkulisse Deutschlands. Von der Hansestadt Wismar über die Mecklenburger Bucht bis nach Sassnitz auf Rügen – mit einem großen Finale vor den weltberühmten Kreidefelsen der Insel.

Es gibt Küstenbilder, die kennt fast jede:r in Deutschland – auch wer nie an Ort und Stelle war. Die weißen Kreidefelsen von Rügen gehören dazu. Caspar David Friedrich hat sie gemalt, Reisende beschreiben sie seit dem 19. Jahrhundert als eines der eindrucksvollsten Naturwunder Nordeuropas, und wer sie einmal vom Wasser aus gesehen hat, versteht sofort warum. Auf diesem Törn segeln wir genau dorthin – mit einer entspannten Sommerroute entlang der mecklenburgischen und vorpommerschen Küste.
Auslaufen in Wismar
Wir starten in Wismar – der Hansestadt mit der komplett erhaltenen Backsteingotik-Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Wer schon einen Tag früher anreist, kann noch einen Spaziergang über den Marktplatz mit der berühmten Wasserkunst, ein Fischbrötchen am Alten Hafen und einen Blick in eine der drei Backsteinkirchen einbauen.
Wir laufen aus dem geschützten Hafen aus, an der Insel Poel vorbei, und nehmen Ostkurs – dem klassischen Sommerkurs entlang der deutschen Ostseeküste.
Über die Mecklenburger Bucht Richtung Osten
Vor uns liegt die weite Mecklenburger Bucht und danach die Küstenstriche Vorpommerns. Der Sommerwind kommt oft aus westlichen Richtungen – auf Ostkurs bedeutet das: schöne Halbwind- und Raumwindschläge, das Schiff kommt unter Vollzeug, die Meilen fließen. Ein Törn mit Rückenwind-Charakter.
Backbord ziehen die Küstenbilder der Region vorbei: die Steilküste zwischen Kühlungsborn und Warnemünde, die weite Rostocker Bucht mit den Silhouetten von Werften und Kränen, und weiter östlich die schmale Halbinsel Fischland-Darß-Zingst mit ihren endlosen weißen Sandstränden. Ein Landstrich, den man vom Wasser aus in seiner ganzen Länge erleben kann – ein anderes Bild als vom Auto oder vom Fahrrad.

Kap Arkona und die Umrundung Rügens
Nach etwa der halben Strecke nähern wir uns dem nördlichsten Punkt Rügens – dem Kap Arkona mit seinen berühmten Leuchttürmen. Ein markanter Punkt, der von Weitem sichtbar ist und zu den klassischen Landmarken der deutschen Ostsee gehört. Wir runden die Nordspitze Rügens und wenden uns Richtung Süden – der Höhepunkt des Törns steht kurz bevor.
Kreidefelsen in Sicht
Als wir uns der Ostküste Rügens nähern, öffnet sich einer der ikonischsten Anblicke Norddeutschlands: die Kreidefelsender Stubbenkammer. Bis zu 118 Meter hoch, strahlend weiß, überragt vom berühmten Königsstuhl. Vom Deck aus wirken sie wie eine helle Wand, die sich aus dem Grün des Jasmund-Nationalparks und dem Dunkelblau der Ostsee erhebt. Ein Anblick, den Caspar David Friedrich in seinem berühmten Gemälde von 1818 unsterblich gemacht hat – und der aus der Perspektive eines Segelschiffs noch einmal ganz anders wirkt als vom Aussichtspunkt an Land.
Wir segeln in respektvollem Abstand entlang der Küste. Je nach Wind und Wetter versuchen wir, den Kreidefelsen unter Segeln möglichst nahe zu kommen – der bewaldete Nationalpark, die weißen Klippen, das Meer davor: das ist das Bild, das den Törnnamen trägt.
Ankunft in Sassnitz
Kurz nach den Kreidefelsen laufen wir in Sassnitz ein – die kleine, ehrliche Hafenstadt an der Ostküste Rügens. Sassnitz war lange einer der wichtigsten Fischereihäfen der Ostsee und ist heute Ausgangspunkt für Fährverbindungen nach Skandinavien und ins Baltikum. Der neue Sportboothafen mit seiner geschwungenen Mole ist ein hübscher Kontrast zum alten Fischereihafen, in dem noch heute ehrliches Handwerk stattfindet.
Ab Sassnitz erschließt sich Rügen: der Jasmund-Nationalpark liegt praktisch vor der Haustür, mit gut markierten Wanderwegen entlang der Kreidefelsen und dem berühmten Aussichtspunkt am Königsstuhl. Wer den Törn verlängert, findet auf Rügen genug für viele Tage.

Sailtraining im Sommerrevier
Wir segeln aktiv im Wachrhythmus. Segel setzen und bergen, Ruder gehen, Ausguck, Manöver – alles wird gemeinsam gemacht. Die Sommertage sind lang und mild, was den Törn besonders angenehm macht. Eine erfahrene Stammcrew bringt dir alles bei, was du brauchst. Vorerfahrung ist willkommen, aber kein Muss.
An Bord der Roald Amundsen segeln Kinder und Jugendliche in der Regel ab 14 Jahren in Begleitung eines Elternteils oder erwachsenen Bezugsperson mit. Jüngere Kinder sind nur bei speziellen Familien- oder Motto-Törns möglich.
Was dich erwartet

Fünf Sommertage entlang der schönsten Ostseeküste Deutschlands. Der klassische Ostkurs mit Rückenwind-Charakter, das Kap Arkona als seemännischer Wegweiser, die weltberühmten Kreidefelsen als grandioses Finale. Ein Ankunftshafen, von dem aus sich eine der schönsten deutschen Inseln erschließen lässt.
Komm an Bord. Nimm Ostkurs. Sieh die Kreidefelsen von See.
Sonntag, 15. August – Donnerstag, 19. August 2027
Preise verstehen sich inklusive Unterbringung, Verpflegung, Hafengebühren und allem, was das Schiff kostet. Wir organisieren Ihren Segeltörn, Sie Ihre Reise zwischen Haustür und Hafen.
Highlights
Kreidefelsen vom Wasser aus
Bis zu 118 Meter hohe weiße Klippen, der berühmte Königsstuhl, das Grün des Jasmund-Nationalparks darüber. Der ikonischste Anblick der deutschen Ostsee – und vom Deck eines Großseglers noch beeindruckender als von jedem Aussichtspunkt.
Kap Arkona – Rügens nördlichster Punkt
Die berühmten Leuchttürme, die Steilküste, das Gefühl, den nördlichsten Zipfel Deutschlands unter Segeln zu runden. Ein Landmark-Moment auf einem klassischen Ostseetörn.
Sommerlicher Ostkurs mit Rückenwind
Die vorherrschenden Westwinde des Sommers tragen uns die 150 Seemeilen von Wismar nach Sassnitz. Halbwind und Raumwind, das Schiff unter Vollzeug – Segeln, wie man es sich wünscht.
Zwei UNESCO-Perlen als Rahmen
Wismar mit seiner komplett erhaltenen Backsteingotik-Altstadt am Anfang, der Jasmund-Nationalpark mit seinen alten Buchenwäldern (UNESCO-Weltnaturerbe) am Ende. Kultur und Natur in einem Törn.
Sassnitz und die Insel Rügen als Tor zu mehr
Nach dem Törn liegt eine der schönsten Inseln Deutschlands vor dir. Wer verlängern kann, findet auf Rügen mit dem Jasmund-Nationalpark, den Seebädern und dem Königsstuhl-Nationalparkzentrum ein eigenes Reiseziel.
Bordalltag
Erlebe die Faszination des Segelns an Bord der Brigg ROALD AMUNDSEN! Für diese einzigartige Strecke vereinen wir eine Crew aus unerfahrenen Trainess und erfahrener Stammcrew, die Seite an Seite segelt, lernt und gemeinsam die Herausforderungen des Lebens auf hoher See meistert. Segel setzen, den Kurs halten und als Team agieren – das sind nur einige der Aufgaben, die auf dich warten.
**Einteilung ins Wachsystem – Gemeinsam Verantwortung übernehmen**
Gleich zu Beginn wirst du einer von drei Wachen zugeteilt:
– **Wache 1:** 00-04 Uhr und 12-16 Uhr
– **Wache 2:** 04-08 Uhr und 16-20 Uhr
– **Wache 3:** 08-12 Uhr und 20-24 Uhr
In deiner Wache übernimmst du das Ruder, hältst Ausguck und hilfst bei der Navigation unter Anleitung der erfahrenen Crew. Sicherheit hat oberste Priorität: Zu Beginn des Törns gibt es eine ausführliche Sicherheitsanweisung, und die gesamte Crew lernt die grundlegenden Kommandos und die Bedienung der Tampen. Schritt für Schritt wirst du in den Bordalltag eingeführt – vom Klettern im Rigg bis hin zur aktiven Teilnahme bei Segel- und Schiffsmanövern.

**Teamwork und Kameradschaft auf See**
An Bord zählt jede helfende Hand, und jede Wache trägt ihren Teil zum gemeinsamen Erfolg bei. Ob im Ausguck, am Ruder oder in der Kombüse: Durch Teamwork wächst die Crew zu einer echten Gemeinschaft zusammen. Alle packen mit an, sei es beim Reinigen des Schiffs oder in der „Backschaft“ (Kombüse). Tag für Tag wirst du mehr über die ROALD AMUNDSEN und die Prinzipien der traditionellen Seefahrt lernen, sodass du zunehmend selbstständig agieren und Verantwortung übernehmen kannst.

Auf der ROALD AMUNDSEN wirst du Menschen aus aller Welt kennenlernen, Sprachbarrieren überwinden und eng zusammenarbeiten. Nur durch koordiniertes Teamwork können die Segel optimal gesetzt und in den Wind gestellt werden – eine Aufgabe, die Vertrauen und Kommunikation erfordert. Ob beim Manövrieren an Deck oder beim gemeinsamen Klettern im Rigg, du wirst schnell lernen, dich auf deine Crewkollegen zu verlassen und Freundschaften zu schließen, die oft ein Leben lang halten.
An- und Abreise
An- und Abreise
Anreise nach Wismar
Mit der Bahn: Die entspannteste Variante. Wismar ist über den Wismarer Hauptbahnhof an das Regionalverkehrsnetz angeschlossen.
- Aus Hamburg direkt in rund 2 Stunden mit dem Regionalexpress (RE1/RE8), meist umsteigefrei.
- Aus Berlin über Rostock oder Bad Kleinen in rund 3 bis 3,5 Stunden.
- Aus Rostock in unter einer Stunde.
- Aus süddeutschen Städten per ICE nach Hamburg oder Berlin und Umstieg – rund 6 bis 8 Stunden Gesamtreisezeit.
Vom Bahnhof sind es rund 15 Minuten zu Fuß bis zum Hafen – ein hübscher Spaziergang durch die Altstadt als atmosphärischer Auftakt.
Mit dem Auto: Wismar liegt direkt an der A20. Parken in Hafennähe ist möglich, für die Törndauer kostenpflichtig. Kostenfreie Alternativen findest du etwas außerhalb.
Mit dem Bus: FlixBus verbindet Hamburg und Berlin mehrmals täglich direkt mit Wismar – oft die günstigste Option.
Unser Tipp für die Anreise: Reise gerne einen Tag früher an und übernachte in Wismar. Marktplatz, Backsteingotik-Kirchen, ein Fischbrötchen am alten Hafen und die alte Wasserkunst sind ein hübscher Einstieg. Wer Zeit hat, kann sogar noch einen Halbtag auf der Insel Poel dranhängen.
Abreise aus Sassnitz (Rügen)
Sassnitz liegt auf Rügen und ist über den festen Rügendamm mit dem Festland verbunden. Die Rückreise ist mit Bahn oder Auto unkompliziert, dauert aber je nach Ausgangsziel einen halben bis ganzen Tag.
Mit der Bahn: Der Bahnhof Sassnitz wird von Regionalzügen bedient, die alle über Stralsund fahren – der Verkehrsknoten für Rügen und Umgebung.
- Nach Stralsund in rund 60 bis 90 Minuten mit dem Regionalzug (Umstieg oft in Bergen auf Rügen).
- Nach Hamburg über Stralsund in rund 4,5 bis 5 Stunden mit IC oder ICE.
- Nach Berlin über Stralsund in rund 4 bis 4,5 Stunden mit IC oder ICE.
- Nach süddeutschen Städten über Berlin oder Hamburg mit ICE weiter, jeweils 6 bis 9 Stunden Gesamtreisezeit.
Vom Sassnitzer Hafenbereich zum Bahnhof sind es je nach Anleger 15 bis 30 Minuten zu Fuß oder ein kurzer Bustransfer.
Mit dem Auto: Rügen ist über die B96 an das Festland angebunden. Weiter über die A20 in Richtung Lübeck/Hamburg oder Rostock/Berlin. Wer mit dem Auto anreist, sollte den Rücktransfer nach Wismar (Ausgangshafen) frühzeitig einplanen.
Mit dem Bus: FlixBus fährt ab Bergen auf Rügen (ca. 30 Minuten von Sassnitz mit dem Regionalzug oder Bus) direkt nach Hamburg, Berlin und weiteren Städten.
Mit dem Flugzeug: Rügen selbst hat keinen internationalen Flughafen. Wer fliegen möchte, nutzt am ehesten Rostock-Laage (RLG) oder Hamburg (HAM) – beides mit Zug oder Auto erreichbar.
Mit der Fähre: Sassnitz ist ein bedeutender Fährhafen mit Verbindungen ins Baltikum. Wer die Reise skandinavisch verlängern möchte: Von Sassnitz-Mukran fahren Fähren nach Trelleborg (Schweden) und nach Klaipėda (Litauen). Eine besondere Rückreisemöglichkeit für Reiselustige.
Unser Tipp: Rügen lohnt jeden Extra-Tag. Nach dem Törn geht es an Land in einer der schönsten Landschaften Deutschlands:
- Königsstuhl und Jasmund-Nationalpark – der berühmteste Kreidefelsen Deutschlands, mit modernem Nationalpark-Zentrum. Von Sassnitz aus mit Bus oder Wanderweg erreichbar.
- Alte Buchenwälder von Jasmund – seit 2011 UNESCO-Weltnaturerbe. Ein Spaziergang durch diese uralten Wälder ist ein besonderes Erlebnis.
- Kap Arkona – der nördlichste Punkt Rügens mit seinen Leuchttürmen und der slawischen Jaromarsburg. Auch vom Wasser aus schon gesehen, aber an Land ganz anders spürbar.
- Sellin, Binz, Göhren – die berühmten Kaiserbäder mit ihrer Bäderarchitektur, langen Sandstränden und den historischen Seebrücken.
- Prora – der monumentale Nazi-Ferienbaukomplex, heute teilweise saniert. Ein Ort mit ambivalenter Geschichte, aber sehenswert.
- Rasender Roland – die schmalspurige Dampfeisenbahn, die seit 1895 zwischen Putbus, Binz, Sellin, Baabe und Göhren pendelt. Familienfreundlich, atmosphärisch, sehenswert.
- Stralsund – auf dem Weg nach Hause die Hansestadt Stralsund mit ihrer UNESCO-Altstadt und dem Ozeaneum. Ein perfekter Zwischenstopp.
