Törn 946 – Malaga – Teneriffa

Alborán und Vulkaninsel – Mit der Roald Amundsen von Málaga nach Teneriffa

Mittwoch, 9. Dezember – Dienstag, 22. Dezember 2026 

Ermäßigt: 1330 € | Erwachsene: 1890 €

Knapp zwei Wochen unter Segeln vom westlichen Mittelmeer über den Atlantik bis zu den Kanarischen Inseln. Ein Langstreckentörn mit allem, was große Seefahrt ausmacht: offenes Meer, vulkanische Inseln und die warmen Passatwinde des Atlantiks.

Es gibt Törns, die führen dich von einem Hafen in den nächsten. Und es gibt Törns, die sind eine Reise im großen Sinne – die dich in andere Klimazonen, andere Winde, andere Welten bringen. Dieser Törn gehört zur zweiten Sorte. Wir verlassen das Mittelmeer und nehmen Kurs auf den Atlantik. Tausendzweihundert Seemeilen liegen vor uns. Am Ende wartet eine Insel, die aus dem Meer gewachsen ist – im wörtlichsten Sinne.

Aufbruch in Málaga

Wir lassen die warme Hafenstadt Málaga hinter uns und nehmen Kurs nach Westen. Die spanische Südküste mit ihren Bergen begleitet uns auf den ersten Meilen, dann öffnet sich vor uns das Alborán-Meer – der westlichste Teil des Mittelmeers, eingeklemmt zwischen Andalusien und Marokko.

Das Alborán-Meer und seine Insel

Das Alborán-Meer ist ein eigenes kleines Revier mit eigenem Charakter: tieferes Wasser als der Rest des Mittelmeers, kräftige Strömungen aus dem Atlantik, oft klare Sicht bis zu den Bergen der Sierra Nevada und auf der anderen Seite zu den Gipfeln des marokkanischen Rif. Mitten in dieser See liegt eine Besonderheit: die Isla de Alborán – eine winzige, vulkanische Insel, kaum mehr als ein Felsen mit Leuchtturm. Sie ist spanisches Territorium, geschütztes Meeresreservat und einer der letzten Lebensräume der vom Aussterben bedrohten Mittelmeer-Mönchsrobbe. Wenn Wind und Wetter es zulassen, passieren wir die Insel in Sichtweite – ein magischer Moment auf hoher See.

Durch die Straße von Gibraltar – zurück in den Atlantik

Mit westlichem Kurs nähern wir uns der Straße von Gibraltar. Dieses Mal segeln wir sie in umgekehrter Richtung: vom Mittelmeer zurück in den Atlantik, vorbei am Felsen von Gibraltar zur einen, am marokkanischen Jebel Musa zur anderen Seite. Strömungen, Schiffsverkehr und kräftige Winde fordern uns – ein klassisches Stück Seemannschaft, das jede Wache wachhält.

Atlantikpassage entlang der afrikanischen Küste

Nach der Enge öffnet sich vor uns der Atlantik in seiner ganzen Größe. Wir nehmen Kurs nach Südwesten, entlang der marokkanischen und westsaharischen Küste, die in respektvollem Abstand zu unserer Backbordseite liegt. Hier setzen oft schon die nordöstlichen Passatwinde ein – jene zuverlässigen Winde, die einst die Galeonen nach Amerika brachten und die noch heute jeden Atlantiksegler in den Süden tragen.

Es sind die Tage und Nächte, die diesen Törn ausmachen: lange Wachen, klarer Sternenhimmel, Delfine am Bug, vielleicht ein Wal in der Ferne. Das Schiff findet seinen Rhythmus, die Crew wird zur Gemeinschaft, das Meer wird zum Alltag.

Ankunft im Vulkanarchipel

Nach Tagen auf See erscheint sie zuerst als Schemen am Horizont, dann immer deutlicher: die Silhouette eines Vulkans, der aus dem Meer ragt. Teneriffa, die größte der Kanarischen Inseln, ist eine echte Vulkaninsel – beherrscht vom Pico del Teide, mit 3.718 Metern dem höchsten Berg Spaniens und einem schlafenden Stratovulkan. An manchen Tagen ragt sein schneebedeckter Gipfel über einem Meer aus Wolken hervor – ein Anblick, den niemand vergisst, der ihn vom Schiff aus erlebt hat.

Die Kanaren liegen im warmen Subtropenklima, das ganzjährig mild ist. Im Dezember bedeutet das: angenehme Tagestemperaturen, klare Nächte, das warme Licht der südlichen Sonne. Ein perfekter Ort, um anzukommen, das Schiff sicher festzumachen und auf die zurückgelegten Meilen anzustoßen.

Sailtraining auf der Langstrecke

Auf diesem Törn segeln wir durchgehend, in einem klassischen Drei-Wach-System. Du bist Teil der Crew – mit allem, was dazugehört: Segel setzen und bergen, Ruder gehen, Ausguck, Navigation, Wachübergaben am Morgen und in der Nacht. Eine Atlantikpassage dieser Länge ist mehr als die Summe einzelner Manöver – sie ist ein Reifeprozess, der dich an Bord wachsen lässt. Eine erfahrene Stammcrew bringt dir alles bei, was du brauchst. Vorerfahrung ist hilfreich, aber kein Muss. Wichtig sind Lust auf das Leben an Bord, Offenheit für das, was kommt, und die Bereitschaft, dich auf eine längere Zeit auf See einzulassen.

Was dich erwartet

Knapp zwei Wochen Seefahrt im klassischen Sinne. Drei verschiedene Reviere unter dem Kiel – Mittelmeer, Atlantik, Inselgewässer. Eine winzige Vulkaninsel mitten im Meer. Die Straße von Gibraltar als Tor zwischen zwei Welten. Tage unter Passatwind und Sternenhimmel. Und am Ende eine Insel, deren Berg in den Himmel ragt – ein Sehnsuchtsort vieler Seeleute.

Komm an Bord. Spür den Passat. Segel zur Vulkaninsel.

Malaga – Santa Cruz de Teneriffa

Mittwoch, 9. Dezember – Dienstag, 22. Dezember 2026 

Ermäßigt: 1330 € | Erwachsene: 1890 €

Preise verstehen sich inklusive Unterbringung, Verpflegung, Hafengebühren und allem, was das Schiff kostet. Wir organisieren Ihren Segeltörn, Sie Ihre Reise zwischen Haustür und Hafen.

Highlights

Das Alborán-Meer und seine Vulkaninsel Eines der weniger bekannten Reviere des Mittelmeers – tief, lebendig, eingerahmt von zwei Kontinenten. Mittendrin die winzige Isla de Alborán, ein letzter Rückzugsort der Mittelmeer-Mönchsrobbe.

Die Straße von Gibraltar – diesmal Richtung Atlantik Vom Mittelmeer hinaus auf den Atlantik, mitten zwischen Europa und Afrika. Eine seemännische Herausforderung mit starken Strömungen, dichtem Schiffsverkehr und einem unvergesslichen Blick in beide Richtungen.

Passatwinde und offener Atlantik Wir segeln auf den Spuren der großen Entdecker. Tagelang stetige nordöstliche Winde, lange Atlantikdünung, klare Sternennächte – das Schiff findet seinen Rhythmus, die Crew wird zur Gemeinschaft.

Ankunft auf einer Vulkaninsel Teneriffa erhebt sich nach Tagen auf See als Silhouette am Horizont, beherrscht vom schneebedeckten Pico del Teide. Ein Anblick, den niemand vergisst, der ihn vom Schiff aus erlebt hat.

Sailtraining auf der Langstrecke Knapp zwei Wochen durchgehend unter Segeln im Drei-Wach-System. Ein Törn, der mehr ist als die Summe seiner Manöver – eine echte Atlantikpassage mit allem, was dazugehört.

Bordalltag

Erlebe die Faszination des Segelns an Bord der Brigg ROALD AMUNDSEN! Für diese einzigartige Strecke vereinen wir eine Crew aus unerfahrenen Trainess und erfahrener Stammcrew, die Seite an Seite segelt, lernt und gemeinsam die Herausforderungen des Lebens auf hoher See meistert. Segel setzen, den Kurs halten und als Team agieren – das sind nur einige der Aufgaben, die auf dich warten.

**Einteilung ins Wachsystem – Gemeinsam Verantwortung übernehmen** 

Gleich zu Beginn wirst du einer von drei Wachen zugeteilt:

– **Wache 1:** 00-04 Uhr und 12-16 Uhr

– **Wache 2:** 04-08 Uhr und 16-20 Uhr

– **Wache 3:** 08-12 Uhr und 20-24 Uhr

In deiner Wache übernimmst du das Ruder, hältst Ausguck und hilfst bei der Navigation unter Anleitung der erfahrenen Crew. Sicherheit hat oberste Priorität: Zu Beginn des Törns gibt es eine ausführliche Sicherheitsanweisung, und die gesamte Crew lernt die grundlegenden Kommandos und die Bedienung der Tampen. Schritt für Schritt wirst du in den Bordalltag eingeführt – vom Klettern im Rigg bis hin zur aktiven Teilnahme bei Segel- und Schiffsmanövern.

**Teamwork und Kameradschaft auf See** 

An Bord zählt jede helfende Hand, und jede Wache trägt ihren Teil zum gemeinsamen Erfolg bei. Ob im Ausguck, am Ruder oder in der Kombüse: Durch Teamwork wächst die Crew zu einer echten Gemeinschaft zusammen. Alle packen mit an, sei es beim Reinigen des Schiffs oder in der „Backschaft“ (Kombüse). Tag für Tag wirst du mehr über die ROALD AMUNDSEN und die Prinzipien der traditionellen Seefahrt lernen, sodass du zunehmend selbstständig agieren und Verantwortung übernehmen kannst.

Auf der ROALD AMUNDSEN wirst du Menschen aus aller Welt kennenlernen, Sprachbarrieren überwinden und eng zusammenarbeiten. Nur durch koordiniertes Teamwork können die Segel optimal gesetzt und in den Wind gestellt werden – eine Aufgabe, die Vertrauen und Kommunikation erfordert. Ob beim Manövrieren an Deck oder beim gemeinsamen Klettern im Rigg, du wirst schnell lernen, dich auf deine Crewkollegen zu verlassen und Freundschaften zu schließen, die oft ein Leben lang halten.

An- und Abreise

Anreise nach Málaga

Mit dem Flugzeug: Der Flughafen Málaga-Costa del Sol ist einer der bestangebundenen Flughäfen Spaniens. Direktverbindungen aus Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München, Stuttgart, Köln und vielen weiteren deutschen Städten machen die Anreise unkompliziert. Vom Flughafen bringt dich der Vorortzug in nur zwölf Minuten ins Stadtzentrum.

Mit dem Zug: Málaga ist über das spanische AVE-Netz erreichbar. Mit dem Hochgeschwindigkeitszug bist du in rund 2,5 Stunden in Madrid – von dort fahren Verbindungen weiter durch Europa zurück bis nach Deutschland.

Mit dem Bus: FlixBus und andere Anbieter bieten Verbindungen aus zahlreichen europäischen Städten.

Unser Tipp: Plane ruhig einen zusätzlichen Tag in Málaga ein – die Altstadt, die Alcazaba, das Picasso-Museum und die Tapas-Bars am Hafen sind ein perfekter Einstieg in den Törn.

Abreise aus Teneriffa

Mit dem Flugzeug: Teneriffa hat gleich zwei Flughäfen:

  • Tenerife Sur (TFS) im Süden der Insel – internationaler Hauptflughafen, mit direkten Verbindungen nach Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München, Stuttgart, Köln, Hannover und vielen weiteren deutschen Städten. Ideal, wenn du schnell und unkompliziert zurück möchtest.
  • Tenerife Norte (TFN) in der Nähe von Santa Cruz und La Laguna – kleiner und überwiegend für innerspanische Flüge sowie Verbindungen über Madrid oder Barcelona genutzt.

Zwischen Hafen, beiden Flughäfen und den großen Städten der Insel verkehren regelmäßig Busse (TITSA) und Mietwagen-Anbieter.

Mit dem Schiff: Wer Zeit hat und die entschleunigte Heimreise sucht: Fährverbindungen führen von Santa Cruz nach Cádiz (Trasmediterránea, etwa 1,5 bis 2 Tage Überfahrt). Von dort weiter mit Bahn oder Flugzeug nach Deutschland.

Unser Tipp: Bleib noch ein paar Tage auf den Kanaren

Du bist nach einer Atlantiküberquerung angekommen – warum direkt zurückfliegen? Teneriffa und seine Nachbarinseln laden zum Verweilen ein. Mögliche Ausflüge:

Pico del Teide – Der höchste Berg Spaniens lässt sich mit dem Auto oder Bus erreichen, der letzte Aufstieg zum Gipfel ist mit Genehmigung möglich. Ein Sonnenaufgang über dem Wolkenmeer ist unvergesslich.

La Gomera, La Palma, El Hierro – Die kleineren Nachbarinseln sind mit der Fähre in wenigen Stunden erreichbar und bieten wilde Natur, Lorbeerwälder und sternenklare Nächte abseits des Massentourismus.

Anaga-Gebirge im Norden Teneriffas – uralte Lorbeerwälder, dramatische Klippen, kleine Dörfer wie aus einer anderen Zeit.

Walbeobachtung – Vor der Südküste Teneriffas leben ganzjährig Grindwale und Tümmler. Ein lohnender Tagesausflug, der die Atlantikgefühle des Törns noch einmal aufleben lässt.

Eine weihnachtliche Atlantikinsel – wärmer, weiter und ruhiger als der heimische Dezember. Eine schöne Art, den Törn ausklingen zu lassen.