Alborán und Vulkaninsel – Mit der Roald Amundsen von Lissabon nach Teneriffa
Mittwoch, 9. Dezember – Dienstag, 22. Dezember 2026
Ermäßigt: 1330 € | Erwachsene: 1890 €
Knapp zwei Wochen unter Segeln von der portugiesischen Atlantikküste bis zu den Kanarischen Inseln. Ein Langstreckentörn mit allem, was große Seefahrt ausmacht: offenes Meer, vulkanische Inseln und die warmen Passatwinde des Atlantiks.
Es gibt Törns, die führen dich von einem Hafen in den nächsten. Und es gibt Törns, die sind eine Reise im großen Sinne – die dich in andere Klimazonen, andere Winde, andere Welten bringen. Dieser Törn gehört zur zweiten Sorte. Wir verlassen die Küste Europas und nehmen Kurs auf den offenen Atlantik. Rund siebenhundert Seemeilen liegen vor uns. Am Ende wartet eine Insel, die aus dem Meer gewachsen ist – im wörtlichsten Sinne.
Aufbruch in Lissabon
Wir legen ab in Lissabon, der Stadt der Seefahrer, und laufen den Tejo hinab dem Atlantik entgegen. Vorbei am weiten Praça do Comércio, unter der roten Hängebrücke des 25. April hindurch, über uns die Christusstatue am Südufer. In Belém passieren wir den Torre de Belém und das Denkmal der Entdeckungen – hier brach Vasco da Gama 1497 zu seiner Fahrt nach Indien auf. Hinter der Flussmündung wenden wir nach Süden, entlang der Steilküste bis zum Cabo Espichel, wo die Serra da Arrábida grün ins Meer abfällt. Mit etwas Glück begleiten uns schon hier die ersten Delfine.

Die Küste des Alentejo und das Kap São Vicente
Mit südlichem Kurs segeln wir entlang der wilden, kaum bebauten Atlantikküste des Alentejo. Dann erreichen wir einen Ort mit großem Namen: das Cabo de São Vicente, die südwestlichste Spitze des europäischen Festlands. Hier, bei Sagres, soll Heinrich der Seefahrer im 15. Jahrhundert die Entdeckungsfahrten Portugals vorangetrieben haben – von diesen Klippen aus begann das Zeitalter, in dem Europa aufs offene Meer hinausfuhr. Wir runden das Kap unter Segeln und tun es den alten Seefahrern gleich: Wir lassen das Land hinter uns.
Hinaus auf den Atlantik
Hinter São Vicente öffnet sich der Atlantik in seiner ganzen Größe. Wir nehmen Kurs nach Südwesten, die Küste Afrikas liegt weit an unserer Backbordseite. Hier setzen oft schon die nordöstlichen Passatwinde ein – jene zuverlässigen Winde, die einst die Galeonen nach Amerika brachten und die noch heute jeden Atlantiksegler in den Süden tragen.
Es sind die Tage und Nächte, die diesen Törn ausmachen: lange Wachen, klarer Sternenhimmel, Delfine am Bug, vielleicht ein Wal in der Ferne. Das Schiff findet seinen Rhythmus, die Crew wird zur Gemeinschaft, das Meer wird zum Alltag.

Atlantikpassage entlang der afrikanischen Küste
Nach der Enge öffnet sich vor uns der Atlantik in seiner ganzen Größe. Wir nehmen Kurs nach Südwesten, entlang der marokkanischen und westsaharischen Küste, die in respektvollem Abstand zu unserer Backbordseite liegt. Hier setzen oft schon die nordöstlichen Passatwinde ein – jene zuverlässigen Winde, die einst die Galeonen nach Amerika brachten und die noch heute jeden Atlantiksegler in den Süden tragen.
Es sind die Tage und Nächte, die diesen Törn ausmachen: lange Wachen, klarer Sternenhimmel, Delfine am Bug, vielleicht ein Wal in der Ferne. Das Schiff findet seinen Rhythmus, die Crew wird zur Gemeinschaft, das Meer wird zum Alltag.

Ankunft im Vulkanarchipel
Nach Tagen auf See erscheint sie zuerst als Schemen am Horizont, dann immer deutlicher: die Silhouette eines Vulkans, der aus dem Meer ragt. Teneriffa, die größte der Kanarischen Inseln, ist eine echte Vulkaninsel – beherrscht vom Pico del Teide, mit 3.718 Metern dem höchsten Berg Spaniens und einem schlafenden Stratovulkan. An manchen Tagen ragt sein schneebedeckter Gipfel über einem Meer aus Wolken hervor – ein Anblick, den niemand vergisst, der ihn vom Schiff aus erlebt hat.
Die Kanaren liegen im warmen Subtropenklima, das ganzjährig mild ist. Im Dezember bedeutet das: angenehme Tagestemperaturen, klare Nächte, das warme Licht der südlichen Sonne. Ein perfekter Ort, um anzukommen, das Schiff sicher festzumachen und auf die zurückgelegten Meilen anzustoßen.
Sailtraining auf der Langstrecke
Auf diesem Törn segeln wir durchgehend, in einem klassischen Drei-Wach-System. Du bist Teil der Crew – mit allem, was dazugehört: Segel setzen und bergen, Ruder gehen, Ausguck, Navigation, Wachübergaben am Morgen und in der Nacht. Eine Atlantikpassage dieser Länge ist mehr als die Summe einzelner Manöver – sie ist ein Reifeprozess, der dich an Bord wachsen lässt. Eine erfahrene Stammcrew bringt dir alles bei, was du brauchst. Vorerfahrung ist hilfreich, aber kein Muss. Wichtig sind Lust auf das Leben an Bord, Offenheit für das, was kommt, und die Bereitschaft, dich auf eine längere Zeit auf See einzulassen.

Die Ilhas Selvagens – Inseln im Nirgendwo
Zwischen Madeira und den Kanaren liegt eine kleine Gruppe karger Vulkaninseln mitten im Ozean: die Ilhas Selvagens, die „wilden Inseln“. Sie gehören zu Portugal, sind eines der ältesten Meeresschutzgebiete Europas und Brutplatz riesiger Kolonien von Seevögeln, allen voran der Gelbschnabel-Sturmtaucher. Wenn Wind und Wetter es zulassen, passieren wir die Inseln in Sichtweite – ein magischer Moment auf hoher See.
Was dich erwartet
Knapp zwei Wochen Seefahrt im klassischen Sinne. Drei verschiedene Reviere unter dem Kiel – die portugiesische Küste, der offene Atlantik, die Inselgewässer der Kanaren. Ein Kap, an dem das Zeitalter der Entdeckungen begann. Wilde Vulkaninseln mitten im Meer. Tage unter Passatwind und Sternenhimmel. Und am Ende eine Insel, deren Berg in den Himmel ragt – ein Sehnsuchtsort vieler Seeleute.
Komm an Bord. Spür den Passat. Segel zur Vulkaninsel.
Malaga – Santa Cruz de Teneriffa
Mittwoch, 9. Dezember – Dienstag, 22. Dezember 2026
Ermäßigt: 1330 € | Erwachsene: 1890 €
Preise verstehen sich inklusive Unterbringung, Verpflegung, Hafengebühren und allem, was das Schiff kostet. Wir organisieren Ihren Segeltörn, Sie Ihre Reise zwischen Haustür und Hafen.
Highlights
Auslaufen über den Tejo – unter der Brücke des 25. April hindurch, vorbei an Belém, wo Vasco da Gama in See stach.
Cabo de São Vicente – die südwestlichste Spitze des europäischen Festlands, bei Sagres, wo das Zeitalter der Entdeckungen begann. Wir runden es unter Segeln.
Tage im Passat – offener Atlantik, lange Wachen, Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung, Delfine am Bug und vielleicht ein Wal am Horizont.
Die Ilhas Selvagens – wilde Vulkaninseln mitten im Ozean, altes Meeresschutzgebiet und Brutplatz riesiger Sturmtaucher-Kolonien (wetterabhängig in Sichtweite).
Landfall Teneriffa – der Teide, mit 3.715 m der höchste Berg Spaniens, taucht über dem Horizont auf, oft lange bevor die Insel selbst zu sehen ist.
Bordalltag
Erlebe die Faszination des Segelns an Bord der Brigg ROALD AMUNDSEN! Für diese einzigartige Strecke vereinen wir eine Crew aus unerfahrenen Trainess und erfahrener Stammcrew, die Seite an Seite segelt, lernt und gemeinsam die Herausforderungen des Lebens auf hoher See meistert. Segel setzen, den Kurs halten und als Team agieren – das sind nur einige der Aufgaben, die auf dich warten.
**Einteilung ins Wachsystem – Gemeinsam Verantwortung übernehmen**
Gleich zu Beginn wirst du einer von drei Wachen zugeteilt:
– **Wache 1:** 00-04 Uhr und 12-16 Uhr
– **Wache 2:** 04-08 Uhr und 16-20 Uhr
– **Wache 3:** 08-12 Uhr und 20-24 Uhr
In deiner Wache übernimmst du das Ruder, hältst Ausguck und hilfst bei der Navigation unter Anleitung der erfahrenen Crew. Sicherheit hat oberste Priorität: Zu Beginn des Törns gibt es eine ausführliche Sicherheitsanweisung, und die gesamte Crew lernt die grundlegenden Kommandos und die Bedienung der Tampen. Schritt für Schritt wirst du in den Bordalltag eingeführt – vom Klettern im Rigg bis hin zur aktiven Teilnahme bei Segel- und Schiffsmanövern.

**Teamwork und Kameradschaft auf See**
An Bord zählt jede helfende Hand, und jede Wache trägt ihren Teil zum gemeinsamen Erfolg bei. Ob im Ausguck, am Ruder oder in der Kombüse: Durch Teamwork wächst die Crew zu einer echten Gemeinschaft zusammen. Alle packen mit an, sei es beim Reinigen des Schiffs oder in der „Backschaft“ (Kombüse). Tag für Tag wirst du mehr über die ROALD AMUNDSEN und die Prinzipien der traditionellen Seefahrt lernen, sodass du zunehmend selbstständig agieren und Verantwortung übernehmen kannst.

Auf der ROALD AMUNDSEN wirst du Menschen aus aller Welt kennenlernen, Sprachbarrieren überwinden und eng zusammenarbeiten. Nur durch koordiniertes Teamwork können die Segel optimal gesetzt und in den Wind gestellt werden – eine Aufgabe, die Vertrauen und Kommunikation erfordert. Ob beim Manövrieren an Deck oder beim gemeinsamen Klettern im Rigg, du wirst schnell lernen, dich auf deine Crewkollegen zu verlassen und Freundschaften zu schließen, die oft ein Leben lang halten.
An- und Abreise
Anreise Lissabon
Lissabon wird mehrfach täglich von Deutschland angeflogen. Vom Flughafen kann die Metro direkt in den Hafen nehmen.
Abreise aus Teneriffa
Mit dem Flugzeug: Teneriffa hat gleich zwei Flughäfen:
- Tenerife Sur (TFS) im Süden der Insel – internationaler Hauptflughafen, mit direkten Verbindungen nach Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München, Stuttgart, Köln, Hannover und vielen weiteren deutschen Städten. Ideal, wenn du schnell und unkompliziert zurück möchtest.
- Tenerife Norte (TFN) in der Nähe von Santa Cruz und La Laguna – kleiner und überwiegend für innerspanische Flüge sowie Verbindungen über Madrid oder Barcelona genutzt.
Zwischen Hafen, beiden Flughäfen und den großen Städten der Insel verkehren regelmäßig Busse (TITSA) und Mietwagen-Anbieter.
Mit dem Schiff: Wer Zeit hat und die entschleunigte Heimreise sucht: Fährverbindungen führen von Santa Cruz nach Cádiz (Trasmediterránea, etwa 1,5 bis 2 Tage Überfahrt). Von dort weiter mit Bahn oder Flugzeug nach Deutschland.
Unser Tipp: Bleib noch ein paar Tage auf den Kanaren
Du bist nach einer Atlantiküberquerung angekommen – warum direkt zurückfliegen? Teneriffa und seine Nachbarinseln laden zum Verweilen ein. Mögliche Ausflüge:
Pico del Teide – Der höchste Berg Spaniens lässt sich mit dem Auto oder Bus erreichen, der letzte Aufstieg zum Gipfel ist mit Genehmigung möglich. Ein Sonnenaufgang über dem Wolkenmeer ist unvergesslich.
La Gomera, La Palma, El Hierro – Die kleineren Nachbarinseln sind mit der Fähre in wenigen Stunden erreichbar und bieten wilde Natur, Lorbeerwälder und sternenklare Nächte abseits des Massentourismus.
Anaga-Gebirge im Norden Teneriffas – uralte Lorbeerwälder, dramatische Klippen, kleine Dörfer wie aus einer anderen Zeit.
Walbeobachtung – Vor der Südküste Teneriffas leben ganzjährig Grindwale und Tümmler. Ein lohnender Tagesausflug, der die Atlantikgefühle des Törns noch einmal aufleben lässt.
Eine weihnachtliche Atlantikinsel – wärmer, weiter und ruhiger als der heimische Dezember. Eine schöne Art, den Törn ausklingen zu lassen.
