Atlantikabenteuer – Mit der Roald Amundsen von Brest nach Vigo
Donnerstag, 29. Oktober – Sonntag, 8. November 2026
Durch die Biskaya, vorbei am Kap Finisterre bis an die zerklüftete Küste Galiciens. Elf Tage offener Atlantik, klassische Hochseesegelei und ein Ankommen in einer der herzlichsten Regionen Europas.
Dieser Törn ist etwas für alle, die das Meer in seiner ganzen Größe erleben wollen. Wir lassen Brest hinter uns und nehmen Kurs nach Süden – mitten hinein in eines der berühmtesten Seegebiete der Welt. Es wird nicht geankert. Wir fahren durch, im Wachrhythmus, Tag und Nacht. Genau so, wie man den Atlantik segelt.

Die Biskaya – ein Revier mit Ruf
Kaum ein Seegebiet hat einen Klang wie die Biskaya. Über Jahrhunderte ist sie das Bewährungsfeld der großen Seefahrer gewesen – berüchtigt für ihre kurze, steile Welle, ihre kräftigen Tiefdruckgebiete und das schnelle Wechselspiel von Sonne und Sturm. Doch die Biskaya ist mehr als ihr Ruf. Sie kann tagelang friedlich und freundlich sein, mit langen Atlantikdünungen und Begegnungen, die man nicht vergisst: Delfinschulen am Bug, Wale am Horizont, Schwärme von Seevögeln, die das Schiff begleiten.
Wir queren die Biskaya in einer Jahreszeit, in der sie zeigt, was sie kann. Genau deshalb ist es ein Törn für alle, die echte Hochseesegelei erleben wollen – kein Küstenfahren, sondern Atlantik pur.
Kap Finisterre – das Ende der Welt
Nach Tagen auf offener See taucht backbord voraus die spanische Küste auf. Hier liegt Kap Finisterre, das „Ende der Welt“, wie es schon die Römer nannten. Über Jahrhunderte galt es als westlichster Punkt Europas und als letzte Station des Jakobswegs. Wir runden es unter Segeln, mit Blick auf die zerklüfteten Felsen, den alten Leuchtturm und den ersten Atem dessen, was als Nächstes kommt: Galicien.

Galicien – Herzlichkeit am Atlantik
Mit jedem Seemeile südwärts wird die Stimmung anders. Die Küste Galiciens ist tief eingeschnitten, ihre Rías erinnern an Fjorde, ihre Dörfer leben vom Meer und seinen Geschöpfen. Galicien ist berühmt für seine Gastfreundschaft, die Wärme seiner Menschen und – darüber sind sich Reisende einig – für eine der besten Küchen Europas. Pulpo a la gallega, frische Muscheln, gegrillter Fisch, Albariño aus den Reben über der Bucht. Wer hier anlegt, kommt selten ungeschoren davon: man kehrt mit der Lust wieder, zurückzukommen.
Vor Vigo – die Inseln des Atlantiks
Bevor wir Vigo erreichen, passieren wir noch ein besonderes Stück Natur: die Islas Cíes. Die kleinen Inseln vor der Mündung der Ría de Vigo sind Teil des Nationalparks „Islas Atlánticas de Galicia“ und mit ihrer Playa de Rodas geht eine der schönsten Strände der Welt durchs Bild. Wilde Klippen, türkises Wasser, weißer Sand und eine fast unberührte Natur – ein Bild, das schwer aus dem Kopf geht.
Dann läuft die Roald in Vigo ein. Die größte Hafenstadt Galiciens, lebendig, ehrlich, mit einem Hafen, der noch heute zu den wichtigsten Fischereihäfen Europas zählt.

Sailtraining im Wachrhythmus
Auf diesem Törn segeln wir klassisch durch, Tag und Nacht. Im Drei-Wach-System bist du Teil der Crew – mit allem, was dazugehört: Segel setzen und bergen, Ruder gehen, Ausguck, Navigation, Wachübergaben in der Dunkelheit. Eine erfahrene Stammcrew bringt dir alles bei, was du wissen musst. Vorerfahrung ist kein Muss, aber Lust auf das Leben an Bord, auf Wache in der Nacht und auf das besondere Gemeinschaftsgefühl eines durchgehenden Törns solltest du mitbringen.
Was dich erwartet
Elf Tage auf einem klassischen Großsegler. Eine Atlantiküberquerung mit allem, was dazugehört. Ein Revier, das man entweder respektiert oder lieben lernt – meistens beides. Und am Ende ein Hafen, in dem man bei einem Glas Albariño und einem Teller Pulpo ankommt und versteht, warum so viele Seeleute hier hängengeblieben sind.
Komm an Bord. Spüre den Atlantik. Lerne Galicien kennen.
Do 29. Okt 2026 – So 08. Nov 2026
Erm.: 960 € | Erw.: 1380 €
Preise verstehen sich inklusive Unterbringung, Verpflegung, Hafengebühren und allem, was das Schiff kostet. Wir organisieren Ihren Segeltörn, Sie Ihre Reise zwischen Haustür und Hafen.
Highlights
Die Biskaya – eines der legendärsten Seegebiete der Welt Kurze Welle, lange Dünung, Delfine am Bug, Wale am Horizont. Wer die Biskaya unter Segeln gequert hat, hat ein Stück echter Hochseesegelei in den Knochen – und Geschichten, die bleiben.
Kap Finisterre – das „Ende der Welt“ Wir runden den dramatischsten Punkt der spanischen Atlantikküste, das einstige westlichste Kap Europas und Endpunkt des Jakobswegs. Ein Moment, der unter Segeln eine ganz andere Bedeutung bekommt.
Galicien – Herzlichkeit, Meer und Küche Tiefe Rías, ehrliche Küstendörfer, Pulpo, Muscheln, Albariño. Galicien gehört zu den wärmsten Regionen Europas – nicht vom Klima her, sondern was die Menschen angeht.
Die Islas Cíes – ein Nationalpark vor der Bucht von Vigo Wilde Klippen, türkises Wasser, weiße Strände. Die kleinen Atlantikinseln vor Vigo gehören zu den schönsten Flecken Spaniens – und liegen genau auf unserem Weg in den Zielhafen.
Durchgehender Wachrhythmus – Sailtraining wie auf den großen Reisen Tag und Nacht unter Segeln, im Drei-Wach-System. Du erlebst Übergaben in der Dunkelheit, Sonnenaufgänge auf Wache und das besondere Gemeinschaftsgefühl, das nur ein durchgefahrener Törn schafft.
Bordalltag
Erlebe die Faszination des Segelns an Bord der Brigg ROALD AMUNDSEN! Für diese einzigartige Strecke vereinen wir eine Crew aus unerfahrenen Trainess und erfahrener Stammcrew, die Seite an Seite segelt, lernt und gemeinsam die Herausforderungen des Lebens auf hoher See meistert. Segel setzen, den Kurs halten und als Team agieren – das sind nur einige der Aufgaben, die auf dich warten.
**Einteilung ins Wachsystem – Gemeinsam Verantwortung übernehmen**
Gleich zu Beginn wirst du einer von drei Wachen zugeteilt:
– **Wache 1:** 00-04 Uhr und 12-16 Uhr
– **Wache 2:** 04-08 Uhr und 16-20 Uhr
– **Wache 3:** 08-12 Uhr und 20-24 Uhr
In deiner Wache übernimmst du das Ruder, hältst Ausguck und hilfst bei der Navigation unter Anleitung der erfahrenen Crew. Sicherheit hat oberste Priorität: Zu Beginn des Törns gibt es eine ausführliche Sicherheitsanweisung, und die gesamte Crew lernt die grundlegenden Kommandos und die Bedienung der Tampen. Schritt für Schritt wirst du in den Bordalltag eingeführt – vom Klettern im Rigg bis hin zur aktiven Teilnahme bei Segel- und Schiffsmanövern.

**Teamwork und Kameradschaft auf See**
An Bord zählt jede helfende Hand, und jede Wache trägt ihren Teil zum gemeinsamen Erfolg bei. Ob im Ausguck, am Ruder oder in der Kombüse: Durch Teamwork wächst die Crew zu einer echten Gemeinschaft zusammen. Alle packen mit an, sei es beim Reinigen des Schiffs oder in der „Backschaft“ (Kombüse). Tag für Tag wirst du mehr über die ROALD AMUNDSEN und die Prinzipien der traditionellen Seefahrt lernen, sodass du zunehmend selbstständig agieren und Verantwortung übernehmen kannst.

Auf der ROALD AMUNDSEN wirst du Menschen aus aller Welt kennenlernen, Sprachbarrieren überwinden und eng zusammenarbeiten. Nur durch koordiniertes Teamwork können die Segel optimal gesetzt und in den Wind gestellt werden – eine Aufgabe, die Vertrauen und Kommunikation erfordert. Ob beim Manövrieren an Deck oder beim gemeinsamen Klettern im Rigg, du wirst schnell lernen, dich auf deine Crewkollegen zu verlassen und Freundschaften zu schließen, die oft ein Leben lang halten.
An- und Abreise
Anreise Brest
Mit der Bahn: Brest liegt am westlichen Ende der französischen TGV-Strecke. In rund vier Stunden bringt dich der TGV nach Paris (Gare Montparnasse), von dort geht es mit ICE oder Nachtzug zurück nach Deutschland – etwa nach Frankfurt, Stuttgart oder München. Eine schöne, entschleunigte Heimreise.
Mit dem Flugzeug: Der Flughafen Brest-Bretagne liegt nur 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt und bietet Verbindungen über Paris oder Lyon zu vielen deutschen Städten. Wer schneller zu Hause sein will, fliegt.
Mit dem Bus: FlixBus verbindet Brest mit Paris und von dort weiter mit zahlreichen deutschen Städten. Die günstigste, aber längste Variante – etwas für alle, die das Reisen entschleunigen möchten.
Unser Tipp: Plane sowohl in Amsterdam als auch in Brest gerne ein bis zwei Tage zusätzlich ein. Beide Städte haben so viel zu bieten, dass der Törn quasi schon an Land beginnt – und ein entspannter Ausklang am Atlantik ist nach Tagen auf See ein perfekter Abschluss.
Abreise aus Vigo
Mit dem Flugzeug: Der Flughafen Vigo-Peinador liegt nur etwa zehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und bietet Verbindungen über Madrid oder Barcelona zurück nach Deutschland. Wer schnell zu Hause sein möchte, fliegt – Berlin, Frankfurt, München und Hamburg sind in einem Tag erreichbar.
Mit dem Bus nach Porto – die schöne Variante: Eine Empfehlung für alle, die der Reise noch ein Kapitel hinzufügen möchten. Von Vigo fahren mehrmals täglich Busse direkt nach Porto, die Fahrt dauert nur rund zwei Stunden und führt durch eine wunderschöne Landschaft entlang der portugiesischen Atlantikküste. Porto selbst ist eines der schönsten Reiseziele Europas: Altstadtgassen am Douro, Portweinkellereien, Azulejos und eine Lebensart, die zum Bleiben einlädt. Von Porto geht es bequem per Flugzeug oder Zug zurück nach Deutschland.
Mit dem Zug: Spanien ist mit dem Hochgeschwindigkeitszug gut erschlossen. Von Vigo führt die Strecke über Madrid weiter ins europäische Bahnnetz – wer Zeit hat, kann die Heimreise zu einer kleinen Tour durch Spanien machen.
Bleib doch noch – Werftzeit an Bord
Wer den Atlantik einmal gerochen hat, mag oft nicht direkt nach Hause. Eine besondere Möglichkeit bietet sich für alle, die Vigo nicht so schnell verlassen möchten: Nach unserer Ankunft beginnt an Bord die Werftzeit – das Schiff wird auf den Winter vorbereitet, gewartet, gepflegt und in Schuss gebracht für die Saison darauf.
Wenn du Lust hast, ein paar Tage länger an Bord zu bleiben und mit anzupacken, bist du herzlich willkommen. Du erlebst die Stadt in Ruhe, lernst die Bars und Tapasbars rund um den Hafen kennen, isst Pulpo bei Sonnenuntergang am Kai – und siehst gleichzeitig ein klassisches Segelschiff von einer Seite, die nur wenige zu Gesicht bekommen. Eine schöne Art, den Törn ausklingen zu lassen und gleichzeitig dem Schiff etwas zurückzugeben.
Bitte sprich uns einfach an, wenn du diese Möglichkeit nutzen möchtest – wir freuen uns über jede Hand.
