Madeira rund
Arquipélago da Madeira – Zehn Tage durch das Madeira-Archipel
Samstag, 6. Februar – Montag, 15. Februar 2027
Ermäßigt: 980 € | Erwachsene: 1400 €
Ein Törn ganz im Zeichen einer der schönsten Inselgruppen des Atlantiks. Rund um die Blumeninsel Madeira, hinüber zur goldenen Porto Santo und – wenn Wind und Wetter mitspielen – zu den wilden Desertas. Zehn Tage subtropische Sonne, klare Sicht und aktives Sailtraining in einem Revier, das viele nur vom Hörensagen kennen.
Die meisten Menschen denken bei Madeira an die Hauptinsel. Doch das Arquipélago da Madeira ist mehr als ein Fels im Meer: Es ist eine Familie aus vier Inselgruppen, die zusammen ein kleines, feines Revier bilden – gelegen im warmen Herzen des Nordatlantiks, umgeben von tiefblauem Wasser und geprägt von dramatischen vulkanischen Landschaften. Auf diesem Törn nehmen wir uns Zeit, den Archipel wirklich kennenzulernen. Nicht als Zwischenstopp, sondern als eigentliches Ziel.

Aufbruch auf Madeira
Wir starten in Funchal oder – je nachdem, wo die Roald zu diesem Zeitpunkt liegt – auf Porto Santo. Von hier aus öffnet sich ein Segelrevier, das wenige Segler:innen im Ausland kennen: geschützte Küstenstriche, offene Passagen zwischen den Inseln, und eine Menge Möglichkeit, das Schiff wirklich zu bewegen. Die Wetter- und Windverhältnisse im Februar sind mild und meistens gut segelbar – kräftig genug für schöne Manöver, ruhig genug für gemütliche Ankerabende.
Madeira – Die grüne Riesin
Wir umrunden Teile der Hauptinsel Madeira und lernen sie von der Seeseite kennen – eine Perspektive, die den meisten Reisenden verborgen bleibt. Steilküsten fallen senkrecht ins Meer, dazwischen liegen kleine Häfen und Fischerorte wie Câmara de Lobos, Machico oder Ponta do Sol. Das berühmte Cabo Girão ragt mit fast 580 Metern aus dem Meer empor – eine der höchsten Steilküsten Europas. Von unserem Deck aus sieht man sie in ihrer ganzen Wucht.
An der Nordküste, die vom offenen Atlantik geprägt ist, wechseln sich raue Klippen mit tief eingeschnittenen Tälern ab. An der Südküste, die geschützter liegt, blüht Madeira sein subtropisches Grün. Beides zusammen ist das Portrait dieser Insel.

Porto Santo – die goldene Schwester
Rund 40 Seemeilen nordöstlich von Madeira liegt Porto Santo – flach, sandig, mit einem neun Kilometer langen goldenen Strand, der zu den schönsten Atlantikstränden Europas zählt. Die Insel ist alles, was Madeira nicht ist: still, weit, ohne Berge. Wer die Ruhe sucht, findet sie hier. Christoph Kolumbus lebte einige Jahre auf Porto Santo, bevor er von hier aus die Idee einer Westpassage nach Indien weiterspann – ein kleines Museum in seinem einstigen Wohnhaus erzählt die Geschichte.
Zwischen Porto Santo und Madeira segeln wir eine kurze, aber offene Atlantikpassage – eine schöne Gelegenheit, das Schiff unter Vollzeug zu bringen und die Manöver zu üben.

Ilhas Desertas – die verwunschenen Inseln
Wenn Wind, Wetter und Genehmigungen es zulassen, segeln wir zu den Ilhas Desertas – den „verlassenen Inseln” südöstlich von Madeira. Sie sind unbewohnt, streng geschützt und Teil eines der wichtigsten Naturschutzgebiete des Nordatlantiks. Hier leben eine der letzten Kolonien der Mittelmeer-Mönchsrobbe – eine der seltensten Meeressäuger der Welt – sowie zahlreiche Seevogelarten. Ein Ankerlieger vor den Desertas bei Sonnenuntergang, mit den dunklen Vulkanklippen als Kulisse, gehört zu den eindrücklichsten Erlebnissen dieses Törns.
Wale, Delfine und der offene Atlantik
Das Meer rund um Madeira gehört zu den besten Walbeobachtungsgebieten Europas. Ganzjährig sind hier Pottwale, Grindwale, Streifendelfine, Tümmler und Gemeine Delfine unterwegs. Auch Blauwale werden gelegentlich gesichtet. Von einem Großsegler aus, unter Segeln und ohne Motorgeräusch, sind Begegnungen mit diesen Tieren besonders eindrucksvoll – oft schwimmen Delfine tagelang am Bug mit, und wenn ein Wal in der Nähe bläst, hörst du es lange vor du ihn siehst.

Sailtraining in einem Insel-Revier
Der Törn ist ein Wechselspiel aus Küstennähe und offener See, Ankermanövern und langen Schlägen, ruhigen Abenden im Hafen und Nachtwachen unter dem klaren Winterhimmel des Atlantiks. Wir segeln aktiv im Wachrhythmus. Eine erfahrene Stammcrew bringt dir alles bei, was du brauchst – von der ersten Leine bis zum Rigg. Vorerfahrung ist willkommen, aber kein Muss. Wichtig sind Neugier, Lust auf das Leben an Bord und die Bereitschaft, mit anzupacken.
Was dich erwartet
Zehn Tage in einem der wärmsten Segelreviere Europas mitten im Winter. Steilküsten, goldene Strände und unbewohnte Naturschutzinseln unter dem Kiel. Delfine am Bug, Sterne im Zenit, Madeira-Wein am Ankerplatz. Ein Archipel, den du auf dieser Reise besser kennenlernst als die meisten, die je hier waren.
Komm an Bord. Segel das Arquipélago. Erlebe Madeira, wie es nur vom Wasser aus zu erleben ist.
Madeira Rund
Sonntag, 17. Januar – Dienstag, 26. Januar 2027
Ermäßigt: 980 € | Erwachsene: 1400 €
Preise verstehen sich inklusive Unterbringung, Verpflegung, Hafengebühren und allem, was das Schiff kostet. Wir organisieren Ihren Segeltörn, Sie Ihre Reise zwischen Haustür und Hafen.
Highlights
Das ganze Archipel unter einem Kiel Nicht nur Madeira, sondern die ganze Inselfamilie: Hauptinsel, Porto Santo und – wenn Wind und Wetter mitspielen – die unbewohnten Desertas. Ein Törn, der den Archipel wirklich zeigt und nicht nur streift.
Madeira von der Seeseite Steilküsten wie das Cabo Girão, kleine Fischerhäfen wie Câmara de Lobos und Ponta do Sol, die grüne Wildheit der Nordküste. Die Perspektive vom Wasser aus zeigt Madeira in einer Wucht, die man von Land aus nie erlebt.
Porto Santo – die goldene Schwesterinsel Neun Kilometer Sandstrand, Stille und die Aura eines Ortes, an dem Kolumbus einst lebte. Ein Kontrastprogramm zur grünen Riesin Madeira – und im Februar fast menschenleer.
Die Ilhas Desertas – Naturreservat mitten im Atlantik Unbewohnt, streng geschützt, Heimat der Mittelmeer-Mönchsrobbe. Wenn ein Ankerlieger möglich wird, gehört er zu den eindrücklichsten Erlebnissen dieses Törns.
Wale und Delfine als ständige Begleiter Das Meer rund um Madeira ist eines der besten Walbeobachtungsgebiete Europas. Vom Deck eines Großseglers, ohne Motorgeräusch, sind Begegnungen mit Pottwalen, Grindwalen und Delfinen besonders eindrücklich.
Bordalltag
Erlebe die Faszination des Segelns an Bord der Brigg ROALD AMUNDSEN! Für diese einzigartige Strecke vereinen wir eine Crew aus unerfahrenen Trainess und erfahrener Stammcrew, die Seite an Seite segelt, lernt und gemeinsam die Herausforderungen des Lebens auf hoher See meistert. Segel setzen, den Kurs halten und als Team agieren – das sind nur einige der Aufgaben, die auf dich warten.
**Einteilung ins Wachsystem – Gemeinsam Verantwortung übernehmen**
Gleich zu Beginn wirst du einer von drei Wachen zugeteilt:
– **Wache 1:** 00-04 Uhr und 12-16 Uhr
– **Wache 2:** 04-08 Uhr und 16-20 Uhr
– **Wache 3:** 08-12 Uhr und 20-24 Uhr
In deiner Wache übernimmst du das Ruder, hältst Ausguck und hilfst bei der Navigation unter Anleitung der erfahrenen Crew. Sicherheit hat oberste Priorität: Zu Beginn des Törns gibt es eine ausführliche Sicherheitsanweisung, und die gesamte Crew lernt die grundlegenden Kommandos und die Bedienung der Tampen. Schritt für Schritt wirst du in den Bordalltag eingeführt – vom Klettern im Rigg bis hin zur aktiven Teilnahme bei Segel- und Schiffsmanövern.

**Teamwork und Kameradschaft auf See**
An Bord zählt jede helfende Hand, und jede Wache trägt ihren Teil zum gemeinsamen Erfolg bei. Ob im Ausguck, am Ruder oder in der Kombüse: Durch Teamwork wächst die Crew zu einer echten Gemeinschaft zusammen. Alle packen mit an, sei es beim Reinigen des Schiffs oder in der „Backschaft“ (Kombüse). Tag für Tag wirst du mehr über die ROALD AMUNDSEN und die Prinzipien der traditionellen Seefahrt lernen, sodass du zunehmend selbstständig agieren und Verantwortung übernehmen kannst.

Auf der ROALD AMUNDSEN wirst du Menschen aus aller Welt kennenlernen, Sprachbarrieren überwinden und eng zusammenarbeiten. Nur durch koordiniertes Teamwork können die Segel optimal gesetzt und in den Wind gestellt werden – eine Aufgabe, die Vertrauen und Kommunikation erfordert. Ob beim Manövrieren an Deck oder beim gemeinsamen Klettern im Rigg, du wirst schnell lernen, dich auf deine Crewkollegen zu verlassen und Freundschaften zu schließen, die oft ein Leben lang halten.
An- und Abreise
An- und Abreise
Start und Ziel des Törns sind das Madeira-Archipel – der genaue Ausgangs- und Endhafen (Funchal auf Madeira oder Porto Santo) hängt vom Vorlauftörn und den Wetterbedingungen ab. Beides ist logistisch gut machbar; hier die Optionen im Überblick.
Anreise und Abreise über Funchal (Madeira)
Mit dem Flugzeug: Der Aeroporto Internacional da Madeira – Cristiano Ronaldo (FNC) liegt rund 20 Kilometer östlich von Funchal und gehört zu den bestangebundenen Flughäfen des Atlantiks. Madeira ist im Winter eines der beliebtesten Sonnenziele Mitteleuropas und entsprechend gut angeflogen.
- Direktverbindungen aus Deutschland: Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München, Stuttgart, Köln, Hannover, Bremen und weitere Städte – mit TUI Fly, Condor, Eurowings und Lufthansa.
- Über Lissabon oder Porto: Zusätzlich zuverlässige Verbindungen mit TAP Portugal aus praktisch allen deutschen Großstädten.
Vom Flughafen zum Hafen Funchal sind es rund 30 Minuten mit Bus, Taxi oder Mietwagen.
Anreise und Abreise über Porto Santo
Mit dem Flugzeug: Porto Santo hat einen eigenen kleinen Flughafen (PXO), von dem täglich Kurzflüge nach Madeira (rund 15 Minuten) und mehrmals pro Woche Verbindungen nach Lissabon starten. Von dort mit TAP zurück in alle deutschen Großstädte.
Alternative Fährverbindung zwischen Porto Santo und Madeira: Die Fähre Lobo Marinho verbindet Porto Santo mit Funchal – Überfahrt rund 2,5 Stunden. Praktisch für alle, die auf Porto Santo einlaufen, aber ab Funchal fliegen möchten. Fahrplanmäßig fährt sie an den meisten Wochentagen mindestens einmal.
Bleib länger – Madeira lohnt jeden Extra-Tag
Beide Inseln sind für sich genommen ein eigenes Reiseziel. Ein paar Vorschläge, wenn du vor oder nach dem Törn Zeit einplanst:
Auf Madeira:
- Levada-Wanderungen entlang der historischen Bewässerungskanäle – durch Lorbeerwälder, an Wasserfällen vorbei und in tief eingeschnittene Täler.
- Pico do Arieiro und Pico Ruivo – die spektakuläre Grattour zwischen den beiden höchsten Gipfeln, oft über einem Wolkenmeer.
- Cabo Girão mit gläserner Aussichtsplattform in fast 580 Metern Höhe – ein anderer Blick auf die Steilküste, die wir vom Wasser aus gesehen haben.
- Funchal mit Botanischem Garten, Mercado dos Lavradores und einer Verkostung in einer der traditionsreichen Madeira-Wein-Lodges (Blandy’s, Henriques & Henriques). Ein Glas vintage Madeira nach dem Törn – schöner geht Ausklang kaum.
- Korbschlittenfahrt von Monte hinunter nach Funchal – das älteste und skurrilste Verkehrsmittel der Insel.
Auf Porto Santo:
- Ein Spaziergang oder Ritt am neun Kilometer langen Goldstrand.
- Das kleine Kolumbus-Museum im ehemaligen Wohnhaus des Seefahrers.
- Eine Wanderung auf den Pico do Facho, den höchsten Punkt der Insel, mit Blick zurück auf Madeira und die weite Atlantikfläche, die du gerade unter Segeln durchmessen hast.
- Die Thermalquellen am Strand von Ribeiro Salgado – ein warmes Ende einer langen Reise.
Praktisches auf einen Blick
Wetter im Februar: Mild und angenehm – Tagestemperaturen meist um 18 bis 20 Grad, Wassertemperatur um 18 Grad. Regen ist möglich, aber selten anhaltend. Gute Regenkleidung und einen warmen Pullover für die Wachen solltest du trotzdem im Seesack haben.
Geld und Sprache: Bezahlt wird mit Euro. Amtssprache ist Portugiesisch, mit Englisch kommt man in Häfen, Restaurants und Läden problemlos durch.
Zwischen den Inseln: Wer die Region länger erkunden möchte, kann Porto Santo und Madeira per Flug (15 Minuten) oder Fähre (2,5 Stunden) miteinander verbinden.
Eine Woche im Winter, die sich anfühlt wie ein früher Frühling – und ein Törn, der Madeira zeigt, wie es die meisten Reisenden nie erleben.
