Törn 952 – Madeira-GranCanaria

Makaronesische Inseln 2027 – Von Porto Santo nach Gran Canaria

Dienstag, 16. Februar – Mittwoch, 24. Februar 2027 Ermäßigt: 855 € | Erwachsene: 1250 €

Neun Tage unter Segeln zwischen zwei der schönsten Inselwelten Europas. Von Porto Santo im Madeira-Archipel bis in den Hafen von Las Palmas de Gran Canaria – ein Törn durch das Herz Makaronesiens, entlang einer der klassischen Handelsrouten des Atlantiks.

Es gibt Namen, die eine ganze Region tragen wie einen Zauberspruch. Makaronesien ist so einer. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet, wörtlich übersetzt, Inseln der Seligen. Für die Antike lagen jenseits der Säulen des Herakles legendäre Inseln, auf denen die Götter ihre Auserwählten belohnten – mit ewigem Frühling, milden Winden und einem Meer, das nie zur Ruhe kam. Was die alten Griechen Mythos nannten, ist heute Geografie: die Azoren, Madeira, die Kanaren und die Kapverden bilden zusammen Makaronesien – vier atlantische Archipele, die durch Klima, Flora und Meereswelt eng miteinander verbunden sind. Auf diesem Törn segeln wir mitten durch dieses Reich der Seligen.

Aufbruch von Porto Santo

Wir starten in Porto Santo – der goldenen Schwesterinsel Madeiras. Ihr neun Kilometer langer Sandstrand liegt hinter uns, als wir in See stechen und Kurs nach Süden nehmen. Vor uns liegt der offene Atlantik: rund 300 Seemeilen bis zu den Kanaren – eine überschaubare, aber echte Blauwasserpassage.

In den Nordost-Passat hinein

Kaum haben wir Porto Santo verlassen, spüren wir sie: den zuverlässigen Nordost-Passat, jene stetigen Winde, die einst die portugiesischen und spanischen Entdecker in Richtung Amerika trugen. Er bringt milde Luft, klare Sicht und – wenn er sich zeigt – wunderbare Segelbedingungen mit langen Halbwind- und Raumwindkursen. Genau die Windsysteme, die diese Route seit Jahrhunderten so beliebt gemacht haben.

Mit jedem Tag wird die Sonne höher, das Licht heller, die Luft wärmer. Die klassische Winter-Reise von Europäer:innen, die sich für ein paar Tage der Sonne annähern wollen – nur eben unter Segeln.

Möglicher Abstecher zu den Ilhas Selvagens – „die wilden Inseln”

Etwa auf halbem Weg zwischen Madeira und den Kanaren liegen die Ilhas Selvagens – ein winziger, portugiesischer Archipel, den kaum jemand kennt, obwohl er zu den strengsten und wertvollsten Naturschutzgebieten des Atlantiks gehört. Unbewohnt, karg, wild und geschützt. Nur wenige Seeleute passieren diese Inseln jährlich, das Betreten des Landes ist streng reglementiert – aber ein Segeln in Sichtweite ist ein besonderes Erlebnis. Die Selvagens sind Brutplatz zahlreicher seltener Seevogelarten und gelten als eines der letzten wirklich unberührten Fleckchen im europäischen Atlantik.

Ob wir sie sehen, entscheiden Wind, Wetter und Zeitplan. Wenn ja: ein Anblick, an den du dich immer erinnern wirst.

Ankunft in Las Palmas de Gran Canaria

Nach mehreren Tagen auf See taucht die vulkanische Silhouette von Gran Canaria am Horizont auf. Unser Ziel ist Las Palmas, die größte Stadt der Kanaren und eine der bedeutendsten Hafenstädte des Atlantiks. Hier hat schon Christoph Kolumbus vor seiner ersten Amerika-Fahrt Halt gemacht, um Trinkwasser zu bunkern – die Casa de Colón in der Altstadt erinnert bis heute daran.

Las Palmas ist eine erfrischend echte Stadt, keine Kulisse. Große, lebendige Häfen, eine der schönsten Stadtstrandpromenaden Europas (Playa de Las Canteras), die charmante Altstadt Vegueta mit Kopfsteinpflastergassen, Kolonialarchitektur, Tapasbars und einer Kultur, die genauso atlantisch wie südeuropäisch ist. Der perfekte Zielhafen für eine Winterpassage.

„Makaronesien” – die Inseln der Seligen

Der biogeografische Begriff Makaronesien fasst vier Archipele zusammen, die durch ihre klimatischen und ökologischen Ähnlichkeiten eng verwandt sind: Azoren, Madeira, Kanaren und Kapverden. Sie alle liegen auf ähnlichen Breiten im Nordatlantik, sind vulkanischen Ursprungs und teilen viele Pflanzen- und Tierarten. Der Lorbeerwald (Laurisilva), der auf Madeira und den westlichen Kanaren wächst, ist ein Überbleibsel der subtropischen Wälder, die vor Millionen Jahren große Teile Europas bedeckten – lebende Fossilien einer verschwundenen Welt.

Wenn du auf diesem Törn von einem Archipel zum nächsten segelst, wanderst du durch ein Ökosystem, das mehr Zusammenhänge hat, als man auf den ersten Blick vermutet. Und du bewegst dich in einem Namen, der uralt ist – auf den Spuren der antiken Vorstellung von den Inseln der Seligen.

Sailtraining unter Passat

Auf diesem Törn segeln wir durchgehend im klassischen Drei-Wach-System. Du bist Teil der Crew – mit allem, was dazugehört: Segel setzen und bergen, Ruder gehen, Ausguck, Navigation, Nachtwachen unter dem klaren Atlantikhimmel. Die Bedingungen im Nordost-Passat sind für ein klassisches Segelschiff ideal: Wir kommen unter Vollzeug, ins Halbwind- und Raumwindsegeln, und du erlebst hautnah, warum diese Winde jahrhundertelang das Rückgrat der Handelsschifffahrt waren. Eine erfahrene Stammcrew bringt dir alles bei, was du brauchst. Vorerfahrung ist willkommen, aber kein Muss.

Was dich erwartet

Neun Tage auf einer der klassischsten Segelrouten des Atlantiks. Passat unter den Segeln, warme Sonne, blaues Wasser. Möglicherweise die verwunschenen Selvagens am Horizont. Sternennächte, die den europäischen Winter vergessen lassen. Eine Crew, die schnell zur Gemeinschaft wird. Und am Ende eine Stadt, in der schon Kolumbus stand, bevor er in eine neue Welt aufbrach.

Komm an Bord. Segel durch Makaronesien. Erlebe die Inseln der Seligen unter Passat.

Madeira – GranCanaria

Di 16. Feb 2027 – Mi 24. Feb 2027
Erm.: 855 € | Erw.: 1250 €

Preise verstehen sich inklusive Unterbringung, Verpflegung, Hafengebühren und allem, was das Schiff kostet. Wir organisieren Ihren Segeltörn, Sie Ihre Reise zwischen Haustür und Hafen.

Highlights

Makaronesien – die Inseln der Seligen Ein Segelrevier, das die alten Griechen mit einem Mythos belegten und die moderne Biogeografie zu einer Familie zusammenfasst: Azoren, Madeira, Kanaren, Kapverden. Auf diesem Törn segelst du mitten durch das Herz Makaronesiens.

Klassische Passatsegelei Der zuverlässige Nordost-Passat, der schon die portugiesischen und spanischen Entdecker Richtung Neue Welt getragen hat, macht diese Route zu einer der lohnendsten Segelstrecken Europas – lange Halbwind- und Raumwindkurse, klare Sicht, milde Luft.

Möglicher Blick auf die Ilhas Selvagens Ein winziges, unbewohntes Archipel mitten im Atlantik, das zu den strengsten Naturschutzgebieten Europas gehört und kaum von Seeleuten gesehen wird. Wenn Wind, Wetter und Zeitplan es hergeben, segeln wir in Sichtweite – ein Anblick, den kaum jemand hat.

Ankunft in Las Palmas de Gran Canaria Der historische Hafen, in dem einst Kolumbus vor seiner ersten Amerika-Fahrt Halt machte. Eine der bedeutendsten Atlantikstädte Europas – lebendig, ehrlich, mit einer der schönsten Stadtstrandpromenaden der Kanaren.

Sailtraining unter idealen Bedingungen Eine überschaubare Blauwasserpassage von rund 300 Seemeilen, im klassischen Drei-Wach-System. Perfekt, um Erfahrung im Nachtsegeln, in Manövern und im Bordrhythmus aufzubauen – oder um bereits vorhandene Meilen unter dem Kiel zu vertiefen.

Bordalltag

Erlebe die Faszination des Segelns an Bord der Brigg ROALD AMUNDSEN! Für diese einzigartige Strecke vereinen wir eine Crew aus unerfahrenen Trainess und erfahrener Stammcrew, die Seite an Seite segelt, lernt und gemeinsam die Herausforderungen des Lebens auf hoher See meistert. Segel setzen, den Kurs halten und als Team agieren – das sind nur einige der Aufgaben, die auf dich warten.

**Einteilung ins Wachsystem – Gemeinsam Verantwortung übernehmen** 

Gleich zu Beginn wirst du einer von drei Wachen zugeteilt:

– **Wache 1:** 00-04 Uhr und 12-16 Uhr

– **Wache 2:** 04-08 Uhr und 16-20 Uhr

– **Wache 3:** 08-12 Uhr und 20-24 Uhr

In deiner Wache übernimmst du das Ruder, hältst Ausguck und hilfst bei der Navigation unter Anleitung der erfahrenen Crew. Sicherheit hat oberste Priorität: Zu Beginn des Törns gibt es eine ausführliche Sicherheitsanweisung, und die gesamte Crew lernt die grundlegenden Kommandos und die Bedienung der Tampen. Schritt für Schritt wirst du in den Bordalltag eingeführt – vom Klettern im Rigg bis hin zur aktiven Teilnahme bei Segel- und Schiffsmanövern.

**Teamwork und Kameradschaft auf See** 

An Bord zählt jede helfende Hand, und jede Wache trägt ihren Teil zum gemeinsamen Erfolg bei. Ob im Ausguck, am Ruder oder in der Kombüse: Durch Teamwork wächst die Crew zu einer echten Gemeinschaft zusammen. Alle packen mit an, sei es beim Reinigen des Schiffs oder in der „Backschaft“ (Kombüse). Tag für Tag wirst du mehr über die ROALD AMUNDSEN und die Prinzipien der traditionellen Seefahrt lernen, sodass du zunehmend selbstständig agieren und Verantwortung übernehmen kannst.

Auf der ROALD AMUNDSEN wirst du Menschen aus aller Welt kennenlernen, Sprachbarrieren überwinden und eng zusammenarbeiten. Nur durch koordiniertes Teamwork können die Segel optimal gesetzt und in den Wind gestellt werden – eine Aufgabe, die Vertrauen und Kommunikation erfordert. Ob beim Manövrieren an Deck oder beim gemeinsamen Klettern im Rigg, du wirst schnell lernen, dich auf deine Crewkollegen zu verlassen und Freundschaften zu schließen, die oft ein Leben lang halten.

An- und Abreise

Anreise nach Porto Santo (Madeira-Archipel)

Porto Santo ist eine kleine Insel und nicht direkt aus Deutschland anzufliegen – ein bisschen Umstieg gehört zur Anreise, dafür ist das Ankommen umso schöner.

Mit dem Flugzeug: Der Aeroporto de Porto Santo (PXO) hat einen eigenen kleinen Flughafen mit zwei Hauptverbindungen:

  • Über Madeira (Funchal, FNC): Die schnellste Variante. Aus allen größeren deutschen Städten fliegst du zunächst direkt nach Funchal (mit TUI Fly, Condor, Eurowings, Lufthansa) und dann mit einem 15-minütigen Kurzflug nach Porto Santo.
  • Über Lissabon: TAP bietet mehrere wöchentliche Direktflüge Lissabon–Porto Santo, mit Anschluss aus praktisch jeder deutschen Stadt.

Mit der Fähre (die schönste Variante): Zwischen Funchal und Porto Santo verkehrt die Fähre Lobo Marinho – Überfahrt rund 2,5 Stunden. Ein hübscher, entschleunigter Einstieg in die Reise und ein erster Kontakt mit dem Atlantik, bevor es unter Segeln weitergeht.

Unser Tipp für die Anreise: Plane ein bis zwei Tage Porto Santo vor dem Törn ein. Ein Spaziergang am neun Kilometer langen Goldstrand, ein Besuch im kleinen Kolumbus-Museum und eine Wanderung auf den Pico do Facho sind ein wunderschöner Einstieg in die atlantische Winterstimmung.

Abreise aus Las Palmas de Gran Canaria

Aus Las Palmas kommst du problemlos zurück nach Deutschland – die Kanaren sind in der Wintersaison eines der bestangebundenen Reiseziele Europas.

Mit dem Flugzeug: Der Aeropuerto de Gran Canaria (LPA) liegt rund 25 Kilometer südlich von Las Palmas.

  • Direktflüge nach Deutschland: Verbindungen nach Berlin, Hamburg, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, München, Stuttgart, Köln, Hannover und viele weiteren Städten – mit TUI Fly, Condor, Eurowings, Lufthansa und Ryanair. Im Winter besonders zahlreich, weil die Kanaren zu den beliebtesten Sonnenzielen der Saison gehören.
  • Über Madrid oder Barcelona: Auch Iberia und Vueling fliegen ganzjährig zuverlässig weiter durch Europa.

Vom Hafen zum Flughafen: Etwa 30 bis 45 Minuten mit dem Bus (GuaGuas Global, Linie 60) oder dem Taxi.

Unser Tipp: Bleib gerne ein paar Tage auf Gran Canaria und lass die Reise langsam ausklingen. Die Insel ist überraschend vielseitig:

  • Las Palmas selbst – die Altstadt Vegueta mit ihren kopfsteingepflasterten Gassen und der Kathedrale Santa Ana, das Museo Canario, die Casa de Colón, in der Christoph Kolumbus einst logierte, und die berühmte Playa de Las Canteras, einer der schönsten Stadtstrände Europas.
  • Roque Nublo – das majestätische Wahrzeichen der Insel, ein 80 Meter hoher Basaltmonolith mitten in einem Naturschutzgebiet auf über 1.800 Metern.
  • Die Dünen von Maspalomas – ein kleines Wüstenwunder im Süden der Insel, mit Blick auf den Atlantik.
  • Puerto de Mogán und Agaete – kleine, charmante Fischerorte an der Westküste.
  • Whale Watching ab Puerto Rico – die Küste vor Gran Canaria ist Heimat von Grindwalen und Delfinen, ein schöner Wiedersehen mit dem Meer nach Tagen an Bord.

Praktische Hinweise

Wetter im Februar: Angenehm mild, Tagestemperaturen an den Kanaren um 20 bis 22 Grad, Wassertemperatur um 18 Grad. Auf hoher See kann es nachts kühler werden – gute Regenkleidung und warme Wachkleidung gehören ins Gepäck.

Sprachen: Auf beiden Inseln kommst du mit Englisch gut durch. Portugiesisch (Porto Santo) und Spanisch (Gran Canaria) helfen darüber hinaus.

Währung: Beide Häfen verwenden Euro. Der Wechsel zwischen zwei Ländern innerhalb eines Törns ist logistisch also besonders unkompliziert.

Ein Törn zwischen zwei Welten, die durch ein gemeinsames Meer verbunden sind – und der Winter zieht dabei fast nebenbei an dir vorbei. – und ein Törn, der Madeira zeigt, wie es die meisten Reisenden nie erleben.