Tagesmeldung vom 25.03.2026

Tagesmeldung vom 25.03.2026

Törn 0910 | Interkontinental mit Brigg
Anlegen in Ponta Delgada

Position 37°44,2′ N|025°39,8′ W
Kurs, Speed 000 | 0kn
Etmal 60nm
Wind ENE – 5bft
Luftdruck 1030 hpa
Bedeckung 6/8
Temp (L/W) 16°C, 15°C

Autor: Lotti
Titel: Unsere Packliste
Schiff: Roald Amundsen
Datum: 25.03.2026
Position: Ponta Delgada
Nautische Position:
Kompass Kurs:
Etmal:
Durchschnittliche Geschwindigkeit:

Wie jede zweite Nacht stehe ich auf und beginne zuerst mit der Suche nach meinen Crocs. Nach gut fünf Monaten lässt sich sagen, sie sind mit der wichtigste Bestandteil unserer Packliste gewesen.
Ohne diese Packliste wären wir alle vor sechs bis sieben Monaten vermutlich sehr aufgeschmissen gewesen. Sie beinhaltet viele nützliche Dinge, wie eben die Crocs, jedoch gibt es auch weniger relevante Sachen oder wiederum manches das nicht aufgeführt ist, allerdings durchaus praktisch sein kann.
Um allen Daheimgebliebenen und vor allem unseren Nachfolgern einen Eindruck zu verschaffen bzw. bei den Entscheidungen zu unterstützen was am Ende mitgenommen wird, habe ich mir überlegt, eine kleine Übersicht zu gestalten.

Auf der Packliste und auch essenziell:

Schuhorganizer: Ein absolutes Muss! Sorgt für (die einzige) Ordnung, lässt sich zerschneiden und kreativ für verschiedenstes, wie z.B. einer Teebar, einsetzen.

Packing Cubes: Je nach dem welches Fach man hat, oder eben auch nicht hat, sind sie essenziell für Ordnung und einen groben Überblick.

Crocs: Die Schuhe tragen wir täglich (quasi immer außer auf Wache). Und aus Erfahrung können wir sagen, dass sie selbst zum wandern geeignet sind. (Wahrschau, sie fallen meist eine, oder mehr, Größen größer aus).

Klebeband: Sowohl Panzertape als auch Kreppband sind für sämtliche Zwecke, Reparaturen, Befestigungen aller Art etc. einsetzbar und mindestens so wichtig wie Schuhorganizer und Karabiner.

Karabiner: Einsetzbar für alles, in verschiedenen Größen und auch in „größeren“ Mengen (ca. fünf Stück) sehr zu empfehlen.

Fotos: Für mich persönlich ein absolutes Muss. Sie sorgen mit Erinnerungen von zu Hause, Urlauben und besonderen Momenten vor allem für Bequemlichkeit und eine persönlichere Koje.

Hängematte: Auf unserer Reise ein absolutes Highlight. Wir konnten dadurch an Deck übernachten, vor allem wenn es in den Kammern Sauna ähnliche Temperaturen hatte und man für jeden leichten Luftzug dankbar war.

Warmer Schlafsack: In Costa Rica sehr wichtig (es wird nachts richtig kalt) und wenn die Heizung mal nicht an ist und man von Wache kommt, auch zum aufwärmen sehr zu empfehlen.

Kuscheldecke: Ähnlich wie der Schlafsack sehr praktisch, kuschlig, wärmend und bequem.

Warme Kleidung: Auf unserer Reise hatten wir verhältnismäßig viel Sturm und damit auch Wellen und Kälte und wären in so manchen Momenten, in denen man bereits bis zu 10 Schichten trug, um einige wärmere Kleidungsstücke dankbar gewesen.

E-Reader: Zum Zeitvertreib und Platzsparen sehr sinnvoll.

MP3 Player: Mit Bluetooth vor allem für die Backschaft wichtig und sonst auch für Privatsphäre und Ruhe empfehlenswert. Hörspiele sind ein must have!

iPad: Keine Pflicht, aber erleichtert sehr vieles. Ich würde es jedem empfehlen, besonders wenn ihr keine Lust habt, einem Blatt Papier übers Deck hinterherzurennen und evtl. am Ende doch neu schreiben zu müssen.

Auf der Packliste aber nicht nötig:

Arbeitshandschuhe: Aufgeführt auf der Packliste sind sie bei uns jedoch noch nie zum Einsatz gekommen, da sie an Bord zum Seilhandling nicht erlaubt sind.

Föhn: Nach fünf Monaten habe ich vor einer Woche zum ersten Mal einen Föhn benutzt. Ist cool, wird aber nur selten zum Einsatz kommen. Zwei für alle reichen vollkommen.

Nicht auf der Packliste aber essenziell:

Lichterkette: Zur Dekoration und für den Bequemlichkeitseffekt.

Schlafmaske: Auch wenn man (wie ich) der Meinung ist, niemals damit schlafen zu können, ist es tagsüber und wenn die Lampe, oder womöglich sogar mehrere Lampen, direkt in deine Koje scheinen, sehr wertvoll!

Taschentücher: Lassen sich nicht überall kaufen und sind vor allem bei Seekrankheit praktisch und angenehmer als Panikrolle, die allerdings auch ihren Zweck erfüllt.

Während der Zeit an Bord findet man für alles eine Lösung und unterstützt sich gegenseitig. Jedoch sind wir in wenigen Wochen schon wieder in Amsterdam und damit endet unsere gemeinsame Zeit. Für mich gab es viele Herausforderungen und trotzdem unzählige schöne Momente, Gespräche und Erlebnisse. Vieles erleben wir nun zum letzten Mal. So auch heute Morgen, als wir in unseren vorletzten geplanten Hafen eingelaufen sind, aus dem wir auch wieder auslaufen werden. Danach haben wir bis zum Abendessen Schiffserhalt betrieben und konnten einiges reparieren, auffrischen oder tauschen.
Damit geht ein anstrengender und schöner Tag zu Ende und somit auch mein letzter Tagesbericht auf dieser Reise.
Ich bin unendlich dankbar für die Zeit hier, mit all den Menschen, Kulturen, Ländern und Erfahrungen. Es war richtig schön und ich freue mich auf die letzten gemeinsamen Wochen. Bis bald

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