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22.11.17 :: english website :: druckfreundliches Layout
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Aktuelle Tagesmeldungen von der Roald

Alle aufgezeichneten Törns verfügen mindestens über eine Karte mit der gesamten Wegstrecke des Törn. In der Regel gibt es dazu - gerade wenn es im gleichen Seegebiet viele Positionen gibt - Detailkarten.

 

Bitte beachten Sie, daß sich die Detailkarten von Tag zu Tag unterscheiden können.

Die jeweils passende Detailkarte gibt es immer in der Titelzeile des jeweiligen Tagesberichtes unter Detailplot.

Der Link GE-Overlay ist ein Google-Earth-Overlay zum Download. Was man damit anfangen kann

 

Die gesammelten Plotts der aufgezeichneten Törns finden sich hier.

 

Zur Zeit werden auf dieser Seite die letzten 5 Tagesmeldungen angezeigt.

 

HINWEIS: Im Moment funktioniert die Generierung der Trackdaten nicht. Deshalb führen die beiden Links ins leere. Wir arbeiten daran.

 

Unsere Tagesmeldungen werden auch auf Facebook gepostet.


19.11.2017   Ort:   Im Hafen von Santa Cruz de Tenerife     Kursplot     GE-OverlayTörn 0604
Position  28°27,9 N
016°14,67 W
 Etmal
Kurs
Speed
191 Grad
 WindNE
2-3 bft
Druck1015 hpa Welle
Dünung

Bedeckung1/8 Temperatur
Wassertemp.
24 °C
22 °C
Segel-Std  Masch-Std
 
Kurzkommentar

Gesetzte Segel

Var.  Segel hat den Wert 000000000000000000, scheinbar gibt es dieses Segelschema bisher noch nicht in der Datenbank. Eventuell ist die Kombination schwachsinnig.

 
TagesberichtVon 0 auf 3715 Meter in zwei Tagen

Der gestrige Sonntag begann damit, dass wir alle sehr früh mit lauter Musik (Titelmusik zum Kinderfilm "Heidi") geweckt wurden, da unsere Wanderung auf den Pico del Teide begann. An Deck erwartete uns erst einmal ein leckeres Frühstück mit Milchreis und Obstsalat. Danach absolvierten wir noch das Reinschiff, bei dem jede Wache einen bestimmten Teil des Schiffes putzen muss. Um 9:00 Uhr warteten wir nicht lange mit unseren Rucksäcken auf den Bus. Der Bus brachte uns innerhalb einer Stunde hoch hinaus über die Wolken - auf eine Höhe von 2400 Metern. Man merkte sofort, dass der Sauerstoffgehalt auf dieser Höhe viel geringer ist, da einem das Atmen sehr schwer fiel.
Oben angekommen stiegen wir aus dem Bus und liefen auch ziemlich bald los. Als erstes liefen wir auf einem Schotterweg, was durch die dünne Luft sehr anstrengend war. Doch wenn man sein eigenes Tempo gefunden hatte, kam man dann doch erst einmal ganz gut mit der geringeren Luftzufuhr klar. Nach etwa zwei Stunden war der Schotterweg zu Ende und es schlängelte sich ein schmaler Pfad den steilen Berg hinauf. Da man immer höher steigt, wird die Luft auch dementsprechend dünner, sodass wir immer öfter eine kleine Atempause einlegen musste. Am Nachmittag erreichten wir dann unser Tagesziel: "Refugio de Altavista del Teide", eine kleine Hütte, in der wir übernachteten.
Da die Schlafräume erst später geöffnet wurden, spielten wir noch ein paar Gemeinschaftsspiele und hörten Musik. Nachdem wir unseren Proviant gegessen hatten, gingen alle recht früh schlafen. Es gab zwei große Schlafräume und einen etwas kleineren. Alle waren sehr überrascht von den Betten, da sie im Vergleich zu unseren Betten an Bord sehr groß waren.
Am nächsten Morgen starteten wir dann in drei verschiedenen Gruppen, um auf den Gipfel zu steigen: Es gab eine langsame, eine mittlere und eine schnelle Gruppe. Dementsprechend wurden wir in einem Zeitraum zwischen 4 Uhr und 4:30 Uhr geweckt. Wir hatten alles an, was wir dabei hatten, da es -3 Grad waren. In der "mittel-schnellen" Gruppe brauchten wir etwa zwei Stunden bis zum Gipfel hinauf. Oben am Gipfel waren es etwa -5 Grad, doch durch den starken und kalten Wind fühlte es sich viel kälter an. Wir mussten nicht lange warten, als dann auch schon die Sonne aufging und wir uns einen wunderschönen Sonnenaufgang anschauen konnten. Allerdings machten wir uns auch schon ziemlich bald wieder zum Abstieg bereit, da es dort oben viel zu kalt für ein längeres "Sitt-Inn" war. Der Abstieg war nicht sehr schwer, da es einfach immer weiter nur bergab ging und die Luft immer besser und vor allem wärmer wurde.
Unten angekommen mussten wir dann noch auf den Bus warten, der uns wieder aus 2400 Metern Höhe zurück zur Roald brachte. Unten angekommen (20 Grad), kamen wir erst einmal alle ins Schwitzen: Wir hatten ja noch all unsere warme Kleidung an, als wir bei 10 Grad oben auf dem Teide in den Bus gestiegen sind.
Bevor wir dann am Abend Landgang hatten, haben wir noch die restlichen Einkäufe für die Atlantiküberquerung in den Lasten gestaut. Nach dem Landgang wurde trotz der anstrengenden Wanderung noch etwa zwei Stunden an der Pier Fußball gespielt - in den nächsten vier Wochen können wir ja nicht richtig rennen oder laufen ...

Janis

P.S.
1. Ich grüße mein Großeltern Barb und Rolf ganz herzlich. (Janis)
2. Hase, wir sind sehr enttäuscht, dass du nicht mehr weiter mit uns fährst! Du wirst ganz doll vermisst von Greta, Lilly und Ly (,die enttäuscht ist, dass du dich nicht von ihr verabschiedet hast:"Hase,ich wollt dich doch noch drücken!"...)
3. Andy grüßt Papou und Nana in Kenja
4. Ich grüße alle Freunde & Familie in Amerika, Berlin, Nizza, München, und Holland. (Max)
 
 
18.11.2017   Ort:   Im Hafen von Santa Cruz de Tenerife     Kursplot     GE-OverlayTörn 0604
Position  28°27,9 N
016°14,67 W
 Etmal
Kurs
Speed
191 Grad
 WindNE
2 bft
Druck1017 hpa Welle
Dünung

Bedeckung1/8 Temperatur
Wassertemp.
25 °C
22 °C
Segel-Std  Masch-Std
 
Kurzkommentar

Gesetzte Segel

Var.  Segel hat den Wert 000000000000000000, scheinbar gibt es dieses Segelschema bisher noch nicht in der Datenbank. Eventuell ist die Kombination schwachsinnig.

 
TagesberichtDie reinste Schufterei

Der heutige Morgen begann für alle ein wenig chaotisch: Versehentlich wurden wir eine halbe Stunde früher geweckt. Nach dem Frühstück gab es dann erst einmal um 8.45 Uhr ein "All-Hands-Info", bei dem wir wie gewöhnlich den weiteren Tagesablauf besprochen haben.
Am heutigen Tag hatten wir 4 Aufgaben zu bewältigen:
1. Schiffserhalt
2. Verproviantieren
3. Großreinschiff
4. Umzug in die neuen Kammern
Während des Schifferhalts wurde unter anderem das Untermars-Segel ausgebessert (Näharbeiten), die Stahlvorläufer der Schot weiter "bekleedet" und einige haben das Spleißen gelernt. Beim Verproviantieren wurde heute nur der Rest, der gestern noch nicht verstaut wurde, eingeräumt und alles noch einmal fest und seesicher gepackt. Da wir ja auch vorhatten, zu Beginn des neuen Törns die Kammern zu wechseln, mussten wir alles an Anziehsachen und anderem privaten "Hab und Gut" wieder in unsere Tasche packen. Dabei habe ich das Gefühl, dass jedes Mal, wenn wir die Sachen wieder in die Tasche packen müssen, immer weniger hineinpasst ... Zusätzlich war es, während wir gepackt haben, unendlich warm draußen und die Kammer wurden immer heißer. Nachdem dann erst einmal alle ihre Sachen aus den Kammern und um das Spill geräumt hatten, konnten wir mit dem Fegen und dem Wischen der Kammern beginnen. Das alles hat bis zum Mittagessen (13:00 Uhr) gedauert. Nach dem Mittagessen gab es dann ein Referat von Theo B. zum Thema "Vulkanismus am Beispiel des Pico del Teide", welches er echt gut vorgetragen hat!
Unter anderem hat er über den allgemeinen Aufbau der Erde und über die verschiedenen Plattengrenzen/Plattentektonik gesprochen. Auch hat uns Theo auch über die verschiedenen Arten von Vulkanen beziehungsweise über deren Entstehung informiert. Zum Schluss hat er uns dann noch allgemeine Fakten über den Teide vorgetragen. Zum Beispiel wusste ich nicht, dass es vor dem Pico del Teide den Canadas Vulkan gab, der aber an einer Seite ins Meer abgerutscht ist, wodurch eine vulkanische Aktivität folgte. Später, nach dem Referat und all den Arbeiten und dem Einräumen der Kammern, durften wir alle noch einmal an Land. Ich war mit Anouk, Laurine, Theo M., und Janik unterwegs. Wir waren eigentlich nur in einem Supermarkt und haben Wasser für den Aufstieg des Pico del Teides gekauft. Am Abend mussten wir dann noch den Rucksack für den Aufstieg packen. Am Ende war es ein sehr anstrengender, aber doch auch schöner Tag.

Tom B.

PS.
1. Ich grüße heute ganz besonders meine ganze Familie zu Hause, meine Oma Mareka und Oma Irene. Hab euch ganz dolle lieb!!!
2. Ly grüßt ihre ganze Großfamilie (auch die Italiener), das Rudel, Familie Merkl und alle anderen, die den Block lesen...
3. Isa grüßt die ganze Familie in München und wünscht euch ein wunderschönes Fest! Alles Gute, Butz, lass dich feiern.
 
 
17.11.2017   Ort:   Im Hafen von Santa Cruz de Tenerife     Kursplot     GE-OverlayTörn 0603
Position  28°27,9 N
016°14,67 W
 Etmal111 nm
Kurs
Speed
191 Grad
 WindNE
1 bft
Druck1018 hpa Welle
Dünung

Bedeckung1/8 Temperatur
Wassertemp.
25 °C
22 °C
Segel-Std10 h  Masch-Std12 h
 
Kurzkommentar

Gesetzte Segel

Var.  Segel hat den Wert 000000000000000000, scheinbar gibt es dieses Segelschema bisher noch nicht in der Datenbank. Eventuell ist die Kombination schwachsinnig.

 
TagesberichtStauen, stauen, stauen und ein Happy Birthday
Hallo an alle in Deutschland und der Welt!
Nachdem wir den ersten schönen Tag in Santa Cruz verbracht hatten, startete nun der zweite Tag:
Um 07:30 Uhr wurden alle mit Musik geweckt, um Frühstück zu essen. Danach, bei einem "All-Hands-Info" wurde bestimmt, wer Bootsmannsarbeiten und wer Reinschiff machen möchte/muss. Die Roald muss gut für die Atlantiküberfahrt ausgerüstet sein, weswegen wir auch schon in den letzten Tagen viel gemacht hatten. Heute stand auf dem Plan, die Vor-Untermars zu nähen und die Vorreiter der Vorsegelschoten neu zu "bekleeden". Das heißt, dass man einen neuen Hüsing um die Schoten herumwickelt und dann alles mit Labsal beschmiert. Diese Arbeit müssen wir auf jeden Fall vor der Abfahrt fertigbekommen, da wir die Vorsegel wahrscheinlich nur einmal zu Beginn der Atlantiküberquerung setzten und sie dann für die ganze Überfahrt stehen lassen werden.
Das Reinschiff war schnell getan, da wir alle schon ziemlich routiniert die Sache anpacken und auch die meisten keine Scheu mehr davor haben, die Toiletten zu putzen. Dementsprechend hatte die "Reinschiff-Truppe" (darunter unter anderem Laurine, Theo M., Tom B., Nico, Eike und ich) danach nichts mehr zu tun und es wurde bei den anderen Stationen geholfen. Außerdem wurde die "freie" Zeit dafür genutzt, Postkarten, Tagebuch, etc. zu schreiben. Währenddessen war das Proviantteam mit 3 Helfern (Janis, Kjell, Rosa, Yara und Tom B.) unterwegs, um für uns einzukaufen. 15 Einkaufswägen wurden vollgeladen, das hat insgesamt 8 Stunden gedauert und danach waren alle ziemlich fertig.Danach hatten die meisten Landgang und haben ihre Besorgungen für den nächsten Monat gemacht. Die meistgekauften Dinge sind:

➔ Obst!!
➔ Süßigkeiten: Kekse, Schokolade, Nüsse, Müsliriegel
➔ Getränke: Freeway, Cola, Sprite, Säfte, Wasser
➔ Müsli
➔ Reiswaffeln
➔ Chips
➔ Adventskalender

Leider hatte ich von 14:00 - 16:00 Uhr Hafenwache, sodass ich meinen Einkauf dann morgen erledige. Um 16:00 Uhr sollten alle von dem Landgang zurück sein, damit der eingekaufte Proviant angenommen und verstaut werden konnte. 2 Laster kamen direkt und ein weiterer wird morgen noch nachgeliefert werden. Alles musste aus den Kartons ausgeladen und in rote Kisten verladen werden. Anschließend wurde mit Hilfe einer Menschenkette alles in die Lasten (Dosenlast, Trockenlast, Kühllast) verfrachtet, womit wir leider nicht ganz fertig geworden sind... So müssen wir morgen also noch weiter stauen, was allerdings nur etwa eine Stunde dauern wird. Danach konnten wir noch in kleinen Gruppen bis 22:00 Uhr an Land gehen, um zum Beispiel noch etwas Essen zugehen oder uns Santa Cruz noch weiter anzugucken. Da Carlotta morgen Geburtstag hat, durften wir noch bis 00:30 Uhr draußen bleiben, um in den 18.11.2017 rein zu feiern.
Am Abend wurde von den Schülern der "Thor Heyerdahl" ein Beamer aufgestellt, um mit uns und den Schülern der Thalassa den Film "Fluch der Karibik 2" auf Englisch zu gucken. Außerdem wurde viel zusammen Fußball gespielt! Ein sehr gelungener, schöner Abend mit natürlich einem krönenden Abschluss: Die Roald wurde feierlich mit Lichterketten geschmückt und pünktlich um 00:00 Uhr gab es den von der Backschaft gebackenen Schokokuchen mit Wunderkerzen. Diese wurden natürlich nur an Land angezündet. Im Anschluss sind alle nach einem sehr langen Tag ins Bett gefallen.
Und hiermit verabschiedet sich auch die Roald-Schülercrew für die nächsten 2 Tage mit den Tagesmeldungen, denn wir werden den Teide, den höchsten Berg Spaniens, besteigen und dort oben gibt es weder Internet noch Strom. Außerdem müssen wir unsere Rucksäcke möglichst leicht packen, damit jeder den Aufstieg schafft - ein Laptop wäre also unnötiger Ballast ...

Zum Abschluss möchte ich noch ganz lieb meine ganze Familie und Freunde grüßen: Alles paletti!

Anouk

P.S.
1. Morli, alles, alles Liebe und Herzliche zu deinem Geburtstag!! Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag <3 Greetings to Bosnienbesteland - vermisse euch! (Laurine)
2. Schöne Grüße an Herrn Auberger und Herrn Hering und liebe Grüße an meine Klasse und Parallelklasse. (Tamina)
3. Liebe Ini, alles erdenkliche Liebe und Gute zu deinem Geburtstag!!! Ich sende dir eine herzliche und ganz feste Umarmung aus Teneriffa und hoffe sehr, dass es dir (euch) gut geht! Auf diesem Wege auch einen lieben Gruß an Reiner . xxx Deine Katharina
 
 
16.11.2017   Ort:   Im Hafen von Santa Cruz de Tenerife     Kursplot     GE-OverlayTörn 0603
Position  28°27,9 N
016°14,67 W
 Etmal111 nm
Kurs
Speed
191 Grad
 WindNE
1 bft
Druck1018 hpa Welle
Dünung

Bedeckung1/8 Temperatur
Wassertemp.
25 °C
22 °C
Segel-Std10 h  Masch-Std12 h
 
Kurzkommentar

Gesetzte Segel

Var.  Segel hat den Wert 000000000000000000, scheinbar gibt es dieses Segelschema bisher noch nicht in der Datenbank. Eventuell ist die Kombination schwachsinnig.

 
TagesberichtSchiffe im Vergleich und Zufriedenheit an Bord

Heute Morgen um 4:00 Uhr wurde beim Wachwechsel zum zweiten Mal ein Geburtstagslied auf der Roald gesungen. Diesmal für Jürgen (einer unser drei Topsgasten), der nämlich heute Geburtstag hat!
In der 4-8-Wache hatten wir im Verhältnis zu den vergangenen Tagen und Wochen auf See wenig Wind. Da das leider zu wenig Wind zum Segeln war, sind wir zwischen den Kanarischen Inseln "motort" ("motort" bedeutet, dass wir komplett ohne Segel und nur mit der Maschine fahren). Dabei konnten wir neben ein paar Sternschnuppen, einen wunderschönen Sternenhimmel mit einem anschließend mindestens genauso schönen Sonnenaufgang bewundern. Das Highlight war außerdem, dass man mittlerweile in Jogginghose und Pulli zu den Nachtwachen kommen kann - gemäß unserem Motto: "Ab in den Süden - der Sonne hinterher...".
Zu unserer Wache sollten wir alle unser Ausbildungsheft für "Deckshände" (eine "Deckshand" kann man mit einem Matrosen vergleichen) mitbringen, in dem unser "Ausbildungsstand" auf Traditionsschiffen festgehalten wird. Andreas hat um 6:00 Uhr morgens - denn so früh kann man das ja am besten - in Zweiergruppen ein paar Fragen zu den Themen "Sicherheit an Bord", "Seemannschaft", "Backschaft" und Sozialkompetenzen gestellt. Auch hat Andreas noch überprüft, ob wir verschiedene Arten von "Seemannsknoten" können. So haben wir Häkchen einsammeln können, mit denen unterschiedliche "Kompetenzbereiche der Deckshand" abgehakt bzw. verzeichnet werden. So sind wir der nächsten Stufe, Deckshand werden zu können, schon etwas näher gekommen.
Mit dem Sonnenaufgang konnte man auch die Umrisse von Gran Canaria und Teneriffa sehen und auch bald danach den Pico de Teide (auf Teneriffa), den wir in den nächsten Tagen erklimmen werden.
Nach einem erneuten Wachwechsel zwischen Wache 2 und 3 um 8:00 Uhr konnten wir endlich ein schönes Frühstück in der Messe essen. Leider war heute unsere letzte 4-8-Nachtwache in dieser Konstellation (Tom L., Theo M., Nico, Benedict, Janis, Rosa, Vroni, Theo B., Tamina und ich), denn ab Teneriffa wird es neue Wachen geben. Nach dem Frühstück schlafen alle aus der Wache 2 meistens noch ein paar Stunden bis zum Mittagessen oder länger, aber heute nicht - denn um 9:30 Uhr kam der uns schon vertraute "ALL-HANDS-an-Deck!-Ruf". Also konnten wir leider nicht unseren Schlaf nachholen. Das "All-Hands" beinhaltete das Anlegemanöver an der Pier in Santa Cruz de Teneriffe. Dazu wurde wieder zuerst das Dinghi ausgesetzt, damit das Leinenkommando (bestehend aus 2 Schülern; heute waren es Greta und Lukas) mit dem Dinghi an die Pier gebracht werden konnte. Nach einem gelungenen Anlegemanöver hatten wir nun mit der Steuerbordseite an der Pier festgemacht und liegen jetzt neben der "Thor Heyerdahl", der "Eye Of The Wind" und der "Thalassa". Da die Sonne hier schon extrem warm ist, haben wir erst einmal das Sonnensegel über dem Deck aufgespannt. Dann hatten wir ein wenig Schatten, worüber sich alle gefreut haben. Ein wenig später gab es ein erneutes "All-Hands", welches sich aber schnell als "All-Hands-Info" entpuppte: Von Verena wurde uns der Plan für die nächsten Tage auf einem großen Blatt Papier schön illustriert dargestellt. Außerdem hieß es, die Segel hafenfein zu packen und noch andere Dinge zum Schiffserhalt beizutragen und zu erledigen. Aber zuerst: Mittagessen! Bis zum Kaffee & Kuchen um 15.30 Uhr waren dann alle Segel schön gepackt und es waren so gut wie alle Schiffsarbeiten erledigt. Als alles fertig war, hat uns das Landgangteam, bestehend aus Rosa, Andy und Nico, über Sehenswürdigkeiten, Strände und Einkaufsmöglichkeiten hier in Santa Cruz und teilweise auch in Los Cristianos informiert. Dann wurde der Nachmittag und der Abend bis 22.00 Uhr für Landgang freigegeben.
Für diejenigen, die wollten, ergab sich die Möglichkeit, auf der "Thor Heyerdahl" herumgeführt zu werden. Es wurden natürlich sofort viele Vergleiche gezogen und geschaut, was dort an Bord anders ist als hier bei uns auf der Roald. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Schüler dort einfach mehr Platz haben (Thor: 14 Fächer für 4 Personen - bei uns: 4 Fächer für 4 Personen...). Das liegt zum Teil auch daran, dass das Schiff einfach anders konzipiert ist, und deshalb die Platzaufteilung verschieden ist.
Mit Vroni zusammen hatte ich dann noch von 16:00-18:00 Uhr Hafenwache. Hier in Santa Cruz haben wir nur ca. 1-2 Meter Tidenunterschied, das heißt: Wir mussten die Gangway nicht viel fieren bzw. holen und die Schamfielmatten, die die Festmacherleinen vor Beschädigungen schützen, zurechtrücken. Nach meiner Wache sind Theo M., Janik und ich in Richtung Stadt gegangen, die wir uns nach einem kleinen Snack bei McDonalds angeschaut haben. Wir sind an vielen kleinen schönen Plätzen vorbeigekommen. Es war wieder einmal ein schöner Abend, der sehr lustig war.
Zurück an Bord kam Eike auf mich zu und hat mir die Ereignisse der letzten Stunden innerhalb seiner Wache erzählt: Um 20:00 Uhr kam per Funk ein "MayDay-Signal" von einer Yacht mit zwei Menschen, die sich zwischen Fuerteventura und Teneriffa befand. Allerdings konnten wir dort nicht helfen und so haben Eike, Rasmus und Jerit einfach dem Funkgespräch (soweit es auf Spanisch eben ging...) zugehört. Zudem kam irgendwann noch ein Mann, dessen Anliegen erst nach einer Weile verstanden wurde, da Christine (zur Übersetzung) auf einem, und Jörg (um zu entscheiden, was gemacht werden soll) auf einem anderen Telefon angerufen wurde, da beide zu dem Zeitpunkt an Land unterwegs waren. Am Ende wollte der Mann komischerweise nur die Zahl vom Wasserzähler wissen. Ja, unsere Süßwassertanks werden endlich wieder voll aufgefüllt. Irgendwie kam es dann auch noch dazu, dass ein paar von uns, die vom Landgang wieder zurück waren, sich das Segelschiff "Thalassa" anschauen durften. Auf der "Thalassa" findet ein ähnliches, niederländisches Projekt wie unseres statt. Wir haben uns mit den Schülern auf Englisch unterhalten und konnten einen kleinen Einblick in das Schiff bekommen. Die "Thalassa" ist, wie auch die "Thor Heyerdahl", ganz anders aufgebaut, als die Roald Amundsen, sodass es zum Beispiel auf der "Thalassa" zwei große Messen gibt. Jedoch sind wir uns alle einig, dass wir die Roald sowieso am besten finden!!! Sie fühlt sich nach Zuhause an und wir haben ein komplett vollständiges Rigg (beide Masten mit 5 Rahen betakelt) und nicht nur mit 3 Rahen am Vortop . Wir sind also absolut zufrieden, so wie es ist, auch wenn wir nicht so viel Platz haben oder wir nur alle 4 Tage duschen dürfen.
Ich habe auch einmal bei den anderen ein wenig herumgefragt, was sie bis jetzt gut finden oder was sich für sie verändert hat:
Eike: "Es geht halt alles nur als Gruppe, denn man kann jetzt ja auch nicht alleine am Obermarsfall holen." (Tamina stimmt zu)
Andreas: "Doch kann man schon."
Eike: "Ja...wenn man Andreas ist..."
Anouk: "Ich finde, man kommt mit weniger aus und es ist auch nicht sooo schlimm, nur alle vier Tage zu duschen. Man kann ein T-Shirt auch mal einen Tag länger anziehen, man hat nicht mehr alles wie am Anfang, man hat aber auch nicht mehr das Verlangen nach bestimmten Sachen: Mein Handy vermisse ich zum Beispiel nicht. Man lebt also eher minimalistisch."
Tamina: "Gut war eigentlich alles, wie gesagt, man kann nichts alleine schaffen. Ich finde, dass wir als Gemeinschaft sehr gut zusammengewachsen sind und dass wir uns gut verstehen."
Theo M. & Janik: "Es ist gut, dass man seefester wird (mehr oder weniger) und dass es wärmer wird."
Jerit: "Es sind alle sehr motiviert und hilfsbereit."

Wie man sieht, geht es allen gut und alle sind glücklich!
Herzliche Grüße an meine Familie und Freunde! Hier ist es wärmer als in Deutschland :P

Laurine
 
 
15.11.2017   Ort:        Kursplot     GE-OverlayTörn 0603
Position  30°02,2 N
015°53,3 W
 Etmal7 nm
Kurs
Speed
194 Grad
3 kn
 WindE
2-3 bft
Druck1017 hpa Welle
Dünung

Bedeckung2/8 Temperatur
Wassertemp.
25 °C
22 °C
Segel-Std2 h  Masch-Std2 h
 
Kurzkommentar

Gesetzte Segel

Var.  Segel hat den Wert 000000000000000000, scheinbar gibt es dieses Segelschema bisher noch nicht in der Datenbank. Eventuell ist die Kombination schwachsinnig.

 
TagesberichtVom Ordnungs- und Proviantteam und der Backschaft im Sommer unter Sonne segelnd!!!

Morgens haben wir noch vor Anker vor der Vogelinsel Selvagem Grande gelegen. Geplant war, dass wir gemeinsam um 8:00 Uhr an Deck bei Sonnenschein und 20 Grad frühstücken und danach gegen 10:00 Uhr Anker aufgehen. Doch wie es hier häufig der Fall ist, werden Pläne sehr oft und kurzfristig geändert, weil immer einmal etwas dazwischen kommen kann. Heute zum Beispiel wollte ein Marineschiff an uns vorbei, um die Wissenschaftler, die uns auf der Insel herumgeführt haben, von der Vogelinsel abzuholen und an das Festland zu bringen, da die "Besatzung" alle zwei Wochen gewechselt wird. Deshalb mussten wir dann schnell um 7:30 Uhr Anker aufgehen und unser Frühstück von Deck in die Messe verlegen. Anschließend ist der normale Seebetrieb weitergegangen und die 8-12-Wache übernahm das Schiff. Während die Schüler wie jeden Tag das Reinschiff erledigt haben, ist die Stammcrew mehrere "Mann-über-Bord-Manöver" als Übung gefahren. Das ist alles unter Maschine gelaufen und da wir noch etwas segeln wollten, bevor wir in Teneriffa einlaufen, durfte die stehende Wache 3 (Greta, Kjell, Isabelle, Arthur, Tom B., Freyja, Lukas, Rasmus, Janik und ich) alle Segel vom Vortop auspacken und anschließend auch setzen.
Vor dem Mittagessen sind wir als "Ordnungsteam" (Anouk, Isabelle und ich) mit dem Kapitän und Verena (Projektleitung) durch die Kammern gegangen, um zu schauen, ob diese alle sauber und auch seefest gestaut sind. Uns wurde erklärt, auf was wir alles achten müssen, wenn wir dann demnächst die Kammern selber kontrollieren. Zum Beispiel ist es sehr wichtig, dass keine offenen Müslipackungen in den Kammern herumliegen, weil die sich bei Seegang ganz schnell in der ganzen Kammer verteilen. Auch das "Proviantteam" (Milena, Kjell, Janis, Greta, Martin) hat momentan sehr viel zu tun. Es muss zum Beispiel geschaut werden, in welchen Mengen wir bestimmte Lebensmittel noch an Bord vorrätig haben und was wir entsprechend alles noch in Teneriffa einkaufen müssen. Da Teneriffa für längere Zeit der letzte Stopp ist, bei dem wir Lebensmittel wie zum Beispiel heißbegehrte Nutella einkaufen können, müssen wir für die Atlantiküberquerung und darüber hinaus alles verproviantieren, was wir preiswert noch in Europa bekommen können. Es muss aber nicht nur verproviantiert werden, sondern wir müssen auch die Gerichte und Rezepte für den Atlantik planen, da wir ab Teneriffa in der Kombüse alles alleine hinkriegen müssen. Das bedeutet: Drei Schüler kochen alleine für die gesamte Besatzung (46 Crewmitglieder). Es gibt jeden Tag eine Vormittagsbackschaft und eine Nachmittagsbackschaft mit jeweils drei Schülern. Die Vormittagsbackschaft arbeitet von 6:00 Uhr bis 12:00 Uhr und ist verantwortlich für das Frühstück, den dazugehörigen Abwasch und für das Mittagessen. Die Nachmittagsbackschaft geht von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr und ist zuständig für den Abwasch des Mittagessens, für die Zubereitung des Abendessens und den dazugehörigen Abwasch.
Nachdem wir das Mittagessen draußen an Deck bei bestem Wetter genießen konnten, wurden alle Segel gesetzt, sogar das Royalstagsegel!!! Das Royalstagsegel wird eigentlich fast nie gesetzt und ist normalerweise auch gar nicht an dem Top angeschlagen. Deshalb haben wir ein Vorsegel als Royalstagsegel benutzt. Wir hatten perfekte Bedingungen (strahlender Sonnenschein und 23 Grad), um ein paar schöne Bilder von der Roald zu schießen. Also haben wir das Dinghi ausgesetzt und sind in 6er-Gruppen um die Roald, unserem neuen Zuhaue in seiner besten Form, herumgefahren. Auf dem ganzen Törn hat die Roald noch nie so gut wie heute ausgesehen!
So konnten wir unter vollen Segeln noch eine Strecke in Richtung Teneriffa zurücklegen. Dann schlief der Wind ein und die Geräusche unserer Maschine wiegten uns in den Schlaf.
Carlotta

PS.
1. Ich grüße meine ganze Familie zuhause und meine Großeltern in Mühlheim!
2. Milena wünscht Isi alles Gute zum Geburtstag und hat sie ganz dolle lieb!
3. Til hamingju med afmaelid i gaer elsku Rebekka og Disa i dag!! Ly
4. Alles Gute zum Geburtstag meine liebe Tante Inge, dein Lukas.
5. Kjell grüßt ganz lieb seine beiden Onkel und bedankt sich ganz lieb für ihre Unterstützung!
 
 




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