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Tagesmeldungen des Törns 0274

Hier finden Sie alle vorhandenen Tagesmeldungen und Karten zum Törn 0274 vom 04.07.09 bis 11.07.09.

Im Törnplan wurde dieser Törn als "Tall Ships Race 1 -- Gdynia - St Petersburg" geführt.


Für diesen Törn ist eine Google Earth Overlay-Datei verfügbar. Zum Download Rechtsklick auf das Logo, dann 'speichern unter'. So funktioniert es.

Google Earth Overlay - per Rechtsklick downloaden, mit google earth öffnen

 

 

10.07.09   Ort:   Kronstadt backbord querab     Kursplot     DetailplotTörn 0274
Position  60°00,0 N
029°54,0 E
 Etmal
Kurs
Speed
100 Grad
5,5 kn
 Winduml
1 bft
Druck1010 hpa Welle
Dünung

Bedeckung0/8 Temperatur
Wassertemp.
17 °C
15 °C
Segel-Std14 h  Masch-Std10 h
 
Kurzkommentar

Wetter, Essen und Stimmung gut...

Gesetzte Segel

Var. Segel hat den Wert 000000000000000000, scheinbar gibt es dieses Segelschema bisher noch nicht in der Datenbank.

 
TagesberichtBordmeldung vom 10.07.09

St. Petersburg ist in Sicht, der zweite Lotse bereits an Bord. Nach einem sehr schönen Tag an Bord gab es sogar ein Manöver, eine Halse mit alle Mann und Maus; gelingt auch ohne Wind, wie wir jetzt wissen. Die letzten Trainees nutzen die Gelegenheit, den bordeigenen Kletterwald unter die Füsse zu nehmen. Ängste überwinden, ist doch ein Ziel des Lebens an Bord.

Die Crew Paraaaaade soll uns mit Hilfe einer Meerjungfrau mit goldenem Schwanz auf das Siegerpodest führen. Es fand sich sofort auch eine junge Frau mit vergleichbar tragbarer Körpermasse, die am Sonntag in der zu einer Sänfte umgebauten Rettungstrage durchs johlende Volk balanciert wird. Ob wir´s denn auch schaffen ???? Die Unterstützung unserer beider Kletterspezialisten aus BelaRus ist den Sänftenschleppern sicher. Sie freuen sich am meisten auf die Ankunft in ihrer Ausbildungsstadt.

Der Rest freut sich auf ein ausgedehntes Besichtigungsprogramm, wie unter anderem die Eremitage von 10.00 bis 1045!!!!! Haben wir etwa eine Nationale mit rotem Kreis auf weissem Grund ??? Allen ist schon jetzt klar, dass die gesamten Kunstschätze dieser perlenden Stadt wohl zu einem großen Teil unbesichtigt bleiben müssen. Oder wir lassen die Roald einfach an ihrem Liegeplatz in der Nähe der Eremitage ans Pier schweißen.

Die Crew Party lockt auch mit dem ersten Bier; ob da die Kunstschätze mithalten können? Die nächste Crew wird Euch mehr darüber berichten !! Nasdarowje!!!

Liebe Grüsse aus Russland, im Auftrage gezeichnet von Angela und Henrik

daily kisses for segelfeechen

 

 

09.07.09   Ort:   Gogland backbord querab     Kursplot     DetailplotTörn 0274
Position  60°00,0 N
027°13,4 E
 Etmal
Kurs
Speed
50 Grad
6 kn
 WindS
4-5 bft
Druck1005 hpa Welle
Dünung

Bedeckung1/8 Temperatur
Wassertemp.
16 °C
15 °C
Segel-Std  Masch-Std
 
Kurzkommentar

TSR 09 Ziellinie passiert

Gesetzte Segel

Var. Segel hat den Wert 000101101110111101, scheinbar gibt es dieses Segelschema bisher noch nicht in der Datenbank.

 
TagesberichtTagesmeldung vom 09.07.09

Bram Bram Bram Nach ungefähr 8.000 sm durfte ich auf der Roald feststellen, dass ich vom Segeln wenig Ahnung habe. OK: Vorliek, Unterliek, Vorsegel, Klüver etc. habe ich schon gehört, aber dass der Wachführer Toppsie heisst und ich Wahrschau rufen muss, wenn ich das Fußpferd betrete ist erstaunlich.

Ich bin jetzt „Roaldi“. Ich komme ohne Winschen zurecht, darf mit Erlaubnis des TÜV auf Webleinen (eine Art Strickleiter) auf ca. 30 m Höhe klettern und dort Segel mit klangvollen Namen wie Bram oder Royal setzen. Ich suche die Schoten im Garten, lerne dass die Bram einsam und die Nagelbank zu belegen ist. Heute habe ich einen Grummet gebastelt ...

Viele liebe Grüße an Familie, Freunde und Förderer sendet Inge Hering ******************************* Bussi für das Segelfeechen *******************************

...und wohl niemand ahnte, welch musikalisches Talent in der 4-8-Wache schlummert: Sie interpretierte das traditionelle „Gode Wacht“ als klassischer Chor, gewissermarsen im Bramschen Sinne.

Rita grüßt Simone, ihre Mom und alle, die sie kennen

Alles Liebe an Ruth, Clemens

Nicole und Sebastian wünschen Hansen alles Gute zum Geburtstag.

 

 

08.07.09   Ort:   Eingang Golf of Finnland     Kursplot     DetailplotTörn 0274
Position  58°26,7 N
023°09,6 E
 Etmal
Kurs
Speed
90 Grad
2 kn
 WindE
7 bft
Druck997 hpa Welle
Dünung

Bedeckung8/8 Temperatur
Wassertemp.
16 °C
15 °C
Segel-Std  Masch-Std
 
Kurzkommentar

Wetter, Essen und Stimmung gut...

Gesetzte Segel

Var. Segel hat den Wert 000000000000000000, scheinbar gibt es dieses Segelschema bisher noch nicht in der Datenbank.

 
TagesberichtLiebe Daheimgebliebenen und Freunde der österreichischen Segelkultur!

Nach den aufregenden ersten Stunden und Tagen wurde es gestern ruhiger, der Zustand der Seekranken besserte sich und es wurde ein traumhafter Segeltag!

Heute traf uns dann jedoch das schon erwartete Tiefdruckgebiet, die Segel wurden geborgen, das Schiff sturmsicher gemacht und dann kam nicht nur der Wind, sondern auch bald der Regen waagrecht von vorne. Was aber auch den positiven Nebeneffekt hatte, dass sich die Crew auf der Suche nach Wärme nicht nur in die Betten, sondern auch in die Messe begab, und dort dann gemeinsam gesungen und getratscht wurde. Für mich als alten Skihütten-, Almhütten- und generell Gemütlichkeitsexperten natürlich ein Traum, und so nahm ich auch gleich die Gitarre zur Hand, und war hoch erfreut, dass unser Klassiker „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens von unseren deutschen Nachbarn nicht nur ausdrücklich gewünscht sondern sogar auswendig mitgesungen wurde! Respekt!

Draußen stürmte es fröhlich weiter und das Regenoutfit wurde nun auch ins Freie gelassen. Dies als kleiner Trost für unsere Freunde in Niederösterreich, die gerade unter Hochwasser zu leiden haben, und denen es wahrscheinlich nicht so gut geht, wie uns hier auf der Roald Amundsen. Wobei, vielleicht kann ja dadurch unsere vor sich hinrostende Ex-Mittelmeerflotte wieder aktiviert werden...

Ich halte mich hier ganz an eine alte österreichische Bauernregel, die da lautet: „Kräht der Hahn am Mist, ändert sich´s Wetter, oder es bleibt wie´s ist“

Mit lieben Grüßen, Ingo und Claudia

Nach Berlin und Baden-Baden viele Grüße, mir geht’s gut! Helena

An Segelfeechen nur das Beste an Grüßen

 

 

07.07.09   Ort:   Gotland BB-querarb     Kursplot     DetailplotTörn 0274
Position  56°56,6 N
020°28,8 E
 Etmal127 nm
Kurs
Speed

5,4 kn
 WindSW
4-5 bft
Druck1003 hpa Welle
Dünung

0,5m
Bedeckung6/8 Temperatur
Wassertemp.
19 °C
17 °C
Segel-Std5 h  Masch-Std19 h
 
Kurzkommentar

Endlich wieder unter Segeln - leider nicht mehr in der Wertung

Gesetzte Segel

Var. Segel hat den Wert 101111101111111110, scheinbar gibt es dieses Segelschema bisher noch nicht in der Datenbank.

 
TagesberichtIdag kommer en dagsrapport pa svenska da jag, Olof Jönsson, är den enda svensken ombord briggen Roald Amundsen.

Jag tillhör den första av tre vakter vilket betyder att jag har vakt fran klockan tolv till fyra. Pa grund av för lite vind har vi fran midnatt gatt för maskin och därav delade vi upp vakten pa tva pass da det inte är lika mycket att göra.

Fran klockan tva till klockan fyra i natt fick jag styra vilket var ganska trevligt jobb. Bortsätt fran den brummande dieselmotorn var det mycket stila och fridfullt att fara fram i manens sken.

Efter lite söm pa förmiddagen blev det ater dags för mat och denna gangen en tysk specialitet: bratwurst och sauerkraut. Mätt och belaten gick jag pa passet klockan tolv. Vid varje vaktbyte förklarar avgaende vakt vad som har hänt och utförts under vakten.

Vakten började med att vi gick igenom hur briggseglets fungerar, detta genom att pa däcket rita upp med kritor vart alla tampar gar. Efter genomgangen blev tilldelade en post och därefter utförde vi momentet.

Därefter var det dags för att rent skepp, vilket innebär olika renhallningssysslor fran dag till dag. Idag skulle vi putsa mässingen, skeppsklockan och detaljer vid bryggan, samt förbereda olika rep som används under seglingen. Senare i eftermiddag kommer vi att med hela besättningen ha en genomgang av säkerhetsutrustningen ombord.

Sammanfattningsvis sker utbildningen konstat under hela resan vilket gör varje vakt intressant och givande. Att segla med ett tysk besätting är inte heller nagra större problem da flertalet benämningar liknar de svenska.

Vänliga hälsningar!

Olof

Hier nun die Tagesmeldung auf österreichisch – was echt schwierig ist, nachdem ich schon fast zwei Wochen unter Deutschen bin und die letzten Tage in der ”internationalen”, englischsprachigen Wache mit unseren russichen und schwedischen Mitseglern verbracht habe.

Also hier ein Versuch mich an wieder an die ”österreichische” – bzw. wienerische Mundart anzunähern.

”Zach” – so könnte man unsere Situation beschreiben, denn gestern mussten wir aufgrund des Nichtwindes Erna reaktivieren – um anzuzahen und rechtzeitig in St. Petersburg anzukommen.

Das heisst wir sind gestern Nacht (0 – 4) nur halbe Wache gefahren und hatten wenig zu tun. Sehr leiwand war das Einpacken der Fock (für Nichsegler: auf den Mast rauf, und in 10 Metern Höhe Segel zusammenbinden) im Mondschein. Das Frühstück hab ich wie immer verpasst – d.h. keine Semmeln für mich – und zum Mittagessen gabs Würschtl und Erdäpfel mit Sauerkraut.

Ich hab grad Backschaft ( i steh’ in der Kuchl) und muss die jetzige Wache nicht mitmachen – obwohl ich gerne würde, denn wir packen Segel aus. Meine Backschaft geht weiter, wenns Kaffee gibt (hier kommts auf die Betonung an: ”Kaffffe” = deutschdeutsch, ”Kaffeeeeeeeeeeeeeeee”=österreichischdeutsch). Übrigens ist’s voll leiwand wieder auf See zu sein – in Gdynia waren extrem viele Menschenmassen unterwegs – fast wie am Donauinselfest (für jeden Österreicher ein Begriff) – und es ist gut wieda a mal a Ruh vor stempelfanatischen Touristen zu haben.

Servas an alle!

Fredi

P.S. Lieben Gruß an die Segelelfe. Blaubär

Und hier die Tagesmeldung in Englisch-russisch:

A day on board Roald Amundsen.

So first few words about ourselves and how we got on board this exellent vessel. Our names are Eugene & Alexei. We are cadets of Maritime Akademy in St.Petersburg. We finished two courses of studies and now having practice on board the training vessel "Mir". At the first port of regatta we were given an invitation to sail on board Roald Amundsen to St.Petersburg. We couldn"t refuse.

Today is the 7th of July. The day started as usual. After the night watch we were sleeping until the lunch. At the night watch we took in almost all sails exept some staysails. We regret that we had to start the engine cause we"ll be disqualified from the first leg. But we think that it won"t prevent us from having fun and good mood here.

Working here is not hard but pleasant cause of the friendly atmosphere and good relations among the crew. Another methods of studies should be mentioned on board the Roald Amundsen. People that for the first time here are not told just to do something without explanation but explained what consequences will follow after their actions take place.

Vessel itself is relatively old. Having an engine from the old german submarine it can"t go to fast. But there is no need of sailing fast when you have on board such a warm atmosphere. There are a lot of games in the mess room even guitars are stored. And its pleasant to spend a free time here. We wish to be given an opportunity to have a trip on board the Roald Amundsen again.

 

 

07.07.09   Ort:   Litauen Steuerbord querab     Kursplot     DetailplotTörn 0274
Position  55°55,9 N
019°42,5 E
 Etmal
Kurs
Speed
20 Grad
5,8 kn
 WindSE
2 bft
Druck1005 hpa Welle
Dünung

Bedeckung1/8 Temperatur
Wassertemp.
17 °C
Segel-Std  Masch-Std
 
Kurzkommentar

Nacht ohne Dunkelheit

Gesetzte Segel

Var. Segel hat den Wert 000001000000010101, scheinbar gibt es dieses Segelschema bisher noch nicht in der Datenbank.

 
TagesberichtTagesmeldung 6.7.2009

Tach, Ihr Spillspacken !

Das war’s für Gdynia. Die Roald erhält Unterstützung aus dem russischen Lager im Geiste der Seglerverständigung in den Gestalten von Aleksei und Evgeny von der „Mir“, die dem Turn zusammen mit Schweden, Österreichern und Schweizern einen internationalen Anstrich verpassen.

Im Blitzlichtgewitter der Stempelritter fallen die Fallen und die Roald schiebt sich langsam vom Kai. Frenetisches Winken unsererseits wird etwas zaghaft erwidert, aber wir blicken schon voraus auf die pittoreske Flotte, die sich vor den Kaimauern des Hafens sammelt. Beeindruckend!

Die „Morgenster“ (zu deutsch: Morgenstern) und der Schwede sind schon vorrausgelaufen, wir sprinten munter hinterher unter dichtem Luftverkehr bestehend aus einigen Helikoptern, Ultraleichtfliegern und einem suizidgefährdeten Paragleiter-Jockey. Internationale Interpretationen von Vorfahrtsregeln werden verglichen und geübt, was teilweise recht knapp verläuft. Unverdrossen jedoch laufen wir weiter um unseren von langer Hand geplanten Platz in der Paradelinie einzunehmen und die Roald von ihrer allerbesten Schokoladenseite (Steuerbord) zu präsentieren.

Die Strecke verläuft an der Küste entlang, umschwärmt von zahlreichen Yachten und anderen Wassergefährten. Die Sonne strahlt, und alle sind bester Laune, tausende von Schaulustigen umschwärmen die Ufer. Scharf links abgebogen geht es weiter zur Startbox. Aus Fairness überlassen wir großmütig dem restlichen Feld den Vortritt und geben der Konkurrenz eine Stunde Vorsprung. Trotzdem gibt die „Sedov“ Aufgrund der überwältigenden Moral der Crew der Roald auf und entschließt sich, nach Panama zu segeln.

Der Wind ist mäßig und die Segel killen etwas von unserer Siegeszuversicht. Mit der Sonne frischt der Wind etwas auf und der Bugspriet, der hoffnungsvoll in den orangenen Feuerball weißt, gibt uns Mut die Wagnisse und Herausforderungen der kommenden Wettfahrt ins ferne St. Petersburg zu bestehen. Halleluja !

Ein neuer Tag bricht an. Pünktlich wie immer erscheinen wir zu unserer 4-8 Wache und übernehmen die Roald unter Vollzeug (so schaut also das Briggsegel aus). Es wird trübe und der Himmel verdunkelt sich. Aeolus macht sein Beutel auf, schickt seine Winde aber plätschert uns leider aufs Deck. So kommen wir dazu, die aktuelle Sommerkollektion der Regenbekleidung zu bewundern.

Der restliche Tag verläuft Ereignislos, da wir die Sicherheitsanweisung ja gestern schon gemacht haben. Zum Wachwechsel der 8-12 Wache betritt plötzlich der Kapitän mit steinerner Miene das Deck. Der Wind weht durch seine Haare, sein Blick schweift gefasst über seine Mannschaft und wir harren zitternd der Worte die da kommen werden. Wir kapitulieren vor dem Wetter. Zu schwer der Rumpf, zu leicht der Wind, um St. Petersburg rechzeitig zu erreichen. Gebrochenen Herzens machen wir uns daran, die Segel zu bergen. Und mit einer Träne im Auge wird Erna aus dem Schlaf geweckt.

Grüße aus dem Pumakäfig an die Daheimgebliebenen, Familie, Freunde und Kollegen, Patrick und Paul.

P.S.: Wenn der Ausguck gradeaus guckt, er das Frühstück nicht mehr ausspuckt.

PPS: Ganz dicken Gruß und Kuß von Silberlocke an Segelfeechen

 

 

06.07.09   Ort:   Mit vollzeug auf dem Weg nach St.Petersburg treiben wir das Feld vor uns her.      Kursplot     DetailplotTörn 0274
Position  55°04,2 N
o18°42,9 E
 Etmal48 nm
Kurs
Speed
52 Grad
5 kn
 WindESE
4 bft
Druck1007 hpa Welle
Dünung
3
Bedeckung8/8 Temperatur
Wassertemp.
16 °C
16 °C
Segel-Std34 h  Masch-Std7 h
 
Kurzkommentar

Kühles, regnerisches Wetter bei moderater Brise ist nach den hitzigen Tagen im Hafen geradezu erholsam

Gesetzte Segel

Var. Segel hat den Wert 111111101111111111, scheinbar gibt es dieses Segelschema bisher noch nicht in der Datenbank.

 
TagesberichtZusammengefaßter Tagesbericht von einem irren Aufenthalt in Gdynia vom 2. – 5.Juli

Am Ende unserer Motorreise von Kiel nach Gdynia konnten wir gerade 19 sm dümpelnd segeln oder segelnd dümpeln. Nach dem Endanlauf um die Halbinsel Hel herum – wiederum unter Maschine – machten wir am 2.7. um 1000 an einem publikumsnahen Pierliegeplatz fest.

Ins Päckchen kamen noch die holländische Brigg Morgenster und die wunderschöne schwedische Brigg Tre Kronor af Stockholm. Einige Segelschiffe waren schon da, andere liefen nach uns ein, bis alle Plätze im Präsidenten-Becken voll waren – ein tolles Bild!

Überall wurden die Festtagsflaggen gesetzt und über die Toppen geflaggt.

Kaum waren wir fest, kamen 3 junge Verbindungs-„Offiziere“, Marius von der Marine, Jarek aus einem seefahrtsnahen Beruf und Joanna, Studentin an der Seefahrtsakademie, mit einem Beutel voller Informationen über das Hafenfestprogramm an Bord. Die Einklarierung erledigte der Agent kurz und schmerzlos.

Es standen Hunderte von Menschen auf der Pier, die alle sofort auf Roald wollten, dass wir die Stelling verteidigen mussten – ein toller Empfang!

Als wir um 1300 zum Open Ship einluden, wurde Roald im Sturm eingenommen; unser „Stempelofficer“ hatte schnell heiße Hände; die Schlange vor seinem Tisch und vor der Stelling geduldig anstehender Menschen war überwältigend.

Die Menschenmenge wuchs von Tag zu Tag gewaltig; morgens um 0700 waren schon mehr als nur die unterwegs, die in den Anlagen und am nahen Strand genächtigt hatten; ganz Polen schien im Hafen von Gdynia zu sein; die Straßen und Bahnen von Danzig her sollen hoffnungslos überlastet gewesen sein. Unsere Open Ship-Wache musste verstärkt werden, um die Neugier all der Leute zu befriedigen und zu lenken. Die Stempel-Crew musste mehrfach ausgetauscht werden, um die lahmen Arme wieder zu lockern. Am Ende hatten sie 3 Flaschen Stempeltinte verbraucht!! Das Wetter war jeden Tag super: Hochsommer für leichteste Kleidung.

Die Party für die Crews der ganzen Flotte (knapp 140 Segelschiffe und –boote!) war ein tolles Fest mit freiem reichlichem kalten und warmen Büffet, 3 Freigetränken (für unter 18jährige kein Bier), Tanz zu schrecklich lauter Musik, so daß auch junge Leute ins Freie flohen.

Für die Steuerleute gab’s Freikarten zu einer flotten Party; Unser Smut Anne und ein Toppsgast wurden mit einer Einladung zu dieser Party für ihre Leistungen belohnt. Der Käpten hatte mehrere „Termine“, bei denen Anzug, Schlips und Kragen erbeten waren.

Im ganzen Hafen Musik, Buden mit Essen, Getränken und allerhand Käuflichem und Abertausende von Menschen - auffällig vielen jungen Menschen – freundlich, fröhlich, ausgelassen, ohne dass wir An- oder Betrunkene gesehen hätten.

Unsere 3 Verbindungsoffiziere waren einfach spitze,; immer für uns da, immer für uns unterwegs, immer Freundlich und hilfsbereit. Sie wussten für alle Problemchen eine Lösung. Das Verhältnis zwischen ihnen und Der Roald-Crew war so, dass beim Überreichen unserer Dankgeschenke und beim Abschied Tränen flossen.

Die Tage waren ganz schön anstrengend, die Nächte kurz, aber einfach toll! Für alle ein Supererlebnis! Ihr habt was versäumt!! Aber am Ende waren wir doch froh, als es dann endlich wieder auf See ging.

Es grüßt Euch alle, die Ihr das nicht mit uns erleben konntet, der Schiffer Volker. Wir können nur empfehlen, Euch für das nächste STI-Race, an dem Roald teilnimmt, rechtzeitig anzumelden.

 

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