Tagesmeldungen des Törns 0150 | Hier finden Sie alle vorhandenen Tagesmeldungen und Karten zum Törn 0150 vom 23.07.06 bis 26.07.06. Im Törnplan wurde dieser Törn als "Baltic Sail II -- Ostsee - Baltikum" geführt.
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| 29.07.06 Ort: Hafen von Danzig Kursplot | Törn 0150 | | Position | 54°24,5 N 018°39,7 E | | Etmal | | Kurs Speed |
| | Wind | 0 bft | | Druck | 1008 hpa | | Welle Dünung |
| | Bedeckung | 4/8 | | Temperatur Wassertemp. |
| | Segel-Std | | | Masch-Std | | | |
| Kurzkommentar nach dem Törn ist vor dem Törn | Gesetzte Segel 
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| Tagesbericht | Tagesmeldung
Hallo und ein kleines Entschuldigung an alle, die es regelmäßig schaffen, die Tagesmeldungen der Roald nicht zu versäumen... Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, der geruhsamen Ankerwache vor Danzig. Inzwischen liegen wir schon einige Zeit am Pier von Danzig. Ich sage nicht Hafen, denn es ist etwas einsam. Nur die Fähren legen sich ab und zu für kurze Zeit neben die Roald. Von vorbeifahrenden Schleppern und Sergelbooten wird sie immer ganz neugierig gemustert. Dabei übersehen die meisten, dass die Roald eben etwas einsam ist. Aber sie hat zum Glück ja auch noch uns.
Wir hoben den Anker also am Morgen des 27. Juli aus dem Wasser, teilweise mit der Hand, da es keinen Strom für das Ankerspill gab. Um 11:00 Bordzeit (10:00 MEZ) kam der Lotse an Bord. Zu der Zeit waren die meisten Arbeiten der Sauberkeit und Mustergültigkeit für den Hafen schon abgeschlossen. Nach dem sauberen Anlegemanöver gab es Mittagessen.
Viele mussten sehen, wie sie denn nach Hause kämen. Ich selber zog auch los, beschloss dann aber, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Mein Glück, denn jetzt habe ich eine billigere Verbindung mit dem Bus...
Käpt’n’s Dinner. Das Deck wurde würdig geschmückt. Dazu ein fabelhaftes Menü von unserem Smut dem Horst. Einige lustige, wie unterhaltsame Beiträge fanden Anklang. Wie immer, lang Feier. Wacheinteilung war etwas lang. So saß ich denn drei Stunden zu Mitternächtlicher Zeit und wachte. Viele hatten den Weg nicht mehr in die Koje geschafft und schliefen an Deck. Ein Fuchs besuchte uns. Seine Augen glitzerten im Schein der Taschenlampe... Wecken 07:30.
Frühstück, all Hands. Um 11:00 Uhr war für uns eine Fähre in die Stadt organisiert. Wie schon gesagt, liegt die Roald etwas weit draußen, wegen ihrem etwas zu tiefem Tiefgang. Die Hitze war drückend, trotzdem liefen wir alle mit unseren Roald- Shirts herum. In der Stadt verstreuten wir uns. Die Altstadt ist ein wunderschöner, gemütlicher wie auch amüsanter Ort. Aber erst einmal hieß es Geldwechseln, oder zur Bank. Alles Fußgängerzone und massenweise Bernsteinschmuck.
Stände und Bühnen wurden für das Festival aufgebaut und waren es teilweise auch schon. Am Abend trafen wir uns zur Crew- Parade am Zlota Brama, am Golden Gate, oder auch einfach an dem goldenen Tor. Marschmusik von der Militärkapelle. Unser Gangway Plakat trugen wir vor uns her. So ging es lustig zum Marina Hafen. Dort wartete eine Bühne und Preisverleihungen auf uns, die wir mangels der Sprachkenntnisse nicht verstanden, und die uns auch nichts wirklich angingen.
Die Versorgung war leider schlecht. Also kein frei Bier und mampfen ohne Ende... Der Käpt’n und die Steuerleute, sowie der Maschinist Ölfuß gingen zum Käptn’s Dinner der Kapitäne. Wir Anderen armen Schlucker tranken noch etwas und wieder verstreuten wir uns mehr oder weniger.
29.Juli 2006 Aufstehen, Frühstück, All Hands und Reinschiff. Dann kam ein klein Bus der nahm alle mit zur Mariannenburg, die das wollten. Der Rest ging entweder in die Stadt, oder blieb, so wie auch ich, an Bord. Es gab hier ja noch etwas zu tun, z.B. das Schiff mit edlem Schutzleder am Briggbaum zu versehen, ebenso wie das Schiff bei „open ship“ zu verteidigen, gegen die andrängende Massenbewegung, die zu unserem Schiff unterwegs war (bis jetzt ist sie noch nicht angekommen...) Die Segelboote fuhren an uns vorbei zur Regatta in der Danziger Bucht.
Mehr gibt es jetzt gar nicht wirklich zu berichten. Ich hoffe, die Leute kommen von ihrem Ausflug bald wieder. In wenigen Stunden mache ich mich dann selber auf nach Berlin...
Ganz liebe Grüße aus Danzig. Eure Toni
P.S. Lieber Karl, ganz herzlichen Glückwunsch. wat dit wieder soll. Ick weeß och nich J
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| 26.07.03 Ort: zu Anker, vor Sopot Kursplot | Törn 0150 | | Position | 54° 45,9 N 019° 07,4 E | | Etmal | 96 nm | Kurs Speed |
| | Wind | NNE 4 bft | | Druck | 1018 hpa | | Welle Dünung |
| | Bedeckung | 1/8 | | Temperatur Wassertemp. | 22 °C 20 °C | | Segel-Std | 19 h | | Masch-Std | | | |
| Kurzkommentar Bye bye Russland, guten Morgen Polen! | Gesetzte Segel 
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| Tagesbericht | 54° 27,39’ N, 018° 36,69’ E.
Oder im Klartext: Mitten in der Danziger Bucht. Um kurz nach vier ist der Anker gefallen und die Roald drehte sanft in den Wind.
Noch herrscht Ruhe an Bord, etwas verspätet werden Kaffee, Kekse und gekühlte (!) Wassermelone aufgefahren, aber gleich wird an Bord hektische Geschäftigkeit ausbrechen, denn Käpt’n Uli hat erst die Erledigung aller unangenehmen Pflichten angemahnt, bevor mit einem Ankerbier zur Kür übergegangen werden kann. Als da sind Segel packen, Sonnensegel aufriggen, Bänke und Backen hochwuchten und aufklappen etc. (Ich hoffe, wir lassen das Dingi vor dem Ankerbier noch vollends zu Wasser und gehen baden...!!! rein ins kühle Nass, bei dieser Hitze hier fast unumgänglich...).
Badepause gab’s dann doch erst nach dem Abendessen, aber auch um 20 Uhr hat das Wasser ja noch 20 Grad. Also sprangen drei mutige Crewmitglieder von der Klüvernock, zwei davon sind sogar Mitglieder im KKK (KlüverKöpperKlub) geworden! Derweil sammeln sich an der Bordwand erwartungsvolle Dingi-Cruiser. Matze kann leider nicht dabei sein, der muß in den Kettenkasten zum Kettestauen.
Weil ich (Toni) es versprochen habe, möchte ich an dieser Stelle ganz herzlich und persönlich die Frauke grüßen. Alle Anderen fühlen sich jetzt bitte nicht benachteiligt, denn auch sie seinen aufs herzlichste gegrüßt. Vor allem auch Lisa (Danke von Birgit für Bändsel, Keks und Kopfkissen, die Tage der Pulle sind gezählt!).
Mit der Aussicht auf eine geruhsame Ankerwache grüßen Toni, Birgit und Wolfgang | | |
| 25.07.06 Ort: auf See Kursplot | Törn 0150 | | Position | 55 58 9 N 019 28 0 E | | Etmal | 67 nm | Kurs Speed |
| | Wind | WSW 2 bft | | Druck | 1017 hpa | | Welle Dünung |
| | Bedeckung | 0/8 | | Temperatur Wassertemp. | 21 °C 20 °C | | Segel-Std | | | Masch-Std | | | |
| Kurzkommentar Danzig langsam entgegen | Gesetzte Segel 
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| Tagesbericht | Tagesmeldung vom 25. Juli 2006
Im Morgengrauen fuhren die Wachen 1 und 2 gemeinsam die schon länger erhoffte Halse, die uns wenigstens zu diesem Zeitpunkt noch die Motorfahrt ersparte und uns wieder dem Kurs gen Danzig näher brachte – Gotland nun doch steuerbord quer ab hinterm Horizont belassend. Zudem erwies sich glücklicherweise im Nachhinein der Plan, das russische Sperrgebiet vor Kaliningrad nordwestwärts zu umschiffen – nicht zuletzt in der Furcht vor einem „ruka na werch“ („Hände hoch“) – als unnötig. Ein zweiter Blick ins Handbuch ließ es doch nicht als so sperrig erscheinen, wie ursprünglich gedacht. Die Wache 2 setzte Brigg und alle Klüversegel und fand sogar noch Muße für einen fachmännischen Exkurs, ob es sich beim dieser Art gesetzten Jager nicht wohl doch um einen Flieger handelt?
Mit solch morgendlich-seemännischen Großtaten konnte die Wache 3 nicht dienen. Beglückt von strahlendem Azur und den angekündigten „umlaufenden Winden von 1 bis 2“ dümpelte die ROALD nun selbst fast „umlaufend“, so ganz ohne Ruderwirkung. Schließlich musste Wache 3 gar alle Segel streichen und sich wieder der Motorkraft anvertrauen. So blieb Zeit für allerlei flautige, fröhliche Erkundungen: Wo kommt aus heiterem Himmel (im wahrsten Sinne des Wortes!) plötzlich das Nebelloch am späten Vormittag her? Wo hat die Dünung trotz Windstille weit und breit ihren Ursprung? Wie kommen die Pollen ins Wasser? Funktionieren Feuerwehrschlauch und Pumpe? Wie windet des Ankers Winde? Wieviele Wracks auf Ostsees Boden werden gerade vom Schiffsbohrwurm verspeist? Und warum heißt der Schiffsbohrwurm auch Schiffsbohrmuschel und ist zu alledem noch eine Schnecke, nämlich der aus dem Atlantik mit Ballastwasser eingeschleppte teredo navalis??? Wie stellt man aus altem Brassen-Tauwerk eine Blumenmatte und einen Tausendfüßler her? Und wie schreibt man bloß eine Tagesmeldung, wenn man das doch nimmer wollte und bisher erfolgreich umschifft hat?
Fragen über Fragen, Antworten über Antworten ... bevor wir wieder den Motor abschalten können und unter Segeln bei 3 bis 4 Windstärken, begleitet von Dudels Musik, in polnisches Seegebiet einfahren.
Franka Wache 3 | | |
| 24.07.06 Ort: Kursplot | Törn 0150 | | Position | 55 51 9 N 019 35 8 E | | Etmal | | Kurs Speed |
| | Wind |
| | Druck | 1016 hpa | | Welle Dünung |
| | Bedeckung | 6/8 | | Temperatur Wassertemp. | 23 °C 20 °C | | Segel-Std | | | Masch-Std | | | |
| Kurzkommentar Bei Flaute Badefreuden | Gesetzte Segel 
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| 23.07.06 Ort: im Hafen Klaipeda Kursplot | Törn 0150 | | Position | 55°42,3" N 021°07,4" E | | Etmal | | Kurs Speed | - kn | | Wind | NNE 4 bft | | Druck | 1018 hpa | | Welle Dünung | - - | | Bedeckung | 2/8 | | Temperatur Wassertemp. |
| | Segel-Std | | | Masch-Std | | | |
| Kurzkommentar Wetter fantastisch, Stimmung etwas müde, aber gut | Gesetzte Segel 
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| Tagesbericht | Tagesmeldung 21.07.06
Hafenfest in Klaipeda: Die Musikbühne in ca. 150 m Entfernung verbringt den ganzen Tag mit „soundchecks“ und uns fallen fast die Ohren ab (120 Dezibel Minimum) Verständigung untereinander ist nur möglich, wenn man sich anbrüllt, was völlig atypisch für den Umgang der Roaldies untereinander ist.
Aber schon der Morgen begann mit einem ganz besonderen Ereignis der dritten Art: Als die Wache die Flaggen (zum richtigen Zeitpunkt natürlich) setzen wollte, erschien ein bordeauxrot-gewandetes Gespenst und gab formvollendeten Unterricht im richtigen Anstecken von Flaggen. Dann haben wir die Roald herausgeputzt: mit gesponsorten Signalflaggen über die Toppen geflaggt (Franz war unermüdlich im Auf- und Abentern an beiden Toppen) und mit einer gesponsorten Lichterkette die eleganten Linien der Roald unterstrichen. Die Hälfte der Crew fuhr schon morgens zu einem Beach-Volleyball-Turnier, die andere knappe Hälfte machte die City unsicher und 5 – 7 Zurückgebliebenen erledigten die notwendigen Arbeiten am Schiff.
Kurz vor dem Abendessen erlebte die Roald eine plötzliche Invasion von 50 – 70 Touristen (sollte da etwa ein Bus angekommen sein?), die ganz unverhofft das Deck enterten. Wir haben es gerade noch unter Aufbietung all unserer Kräfte geschafft, die Niedergänge und die Navi zur restricted area“ zu erklären.
Zur Zeit sitzen wir mit der Hafenwache an Deck und bereiten uns auf morgen vor: 2 Tagesfahrten mit je ca. 60 Gästen und abends findet dann noch auf dem vermieteten Deck eine Party statt. (Von morgens 7 bis abends Mitternacht dürfte das ein ausgefüllter Tag sein) Also wundert euch nicht, wenn ihr morgen nichts von uns hört, dann sind wir einfach zu k.o., zumal morgen ja auch die Anreise der neuen Trainies bevorsteht.
Birgit, Gaby und Viking
PS: Von mir einen ganz besonderen Gruß an Paula
PS 23.07.: Gestern wie angesagt zwei Tagesfahrten, die letzte ging in eine kulinarische Decksparty über, Ende spät bzw. früh.. In der Stadt drängen sich Tausende, fröhlich, wenig Betrunkene, vor allem ist viel Musik, und das nicht nur vom Dezibel-Playback – es macht Freude, dabei zu sein.
Noch immer etwas müde von den Festivitäten hier, haben wir heute Lebensmittel gebunkert, hören jetzt einen immer neuen Kinderchor (mit etwas weniger Dezibeln) von nebenan und bereiten uns bei open ship auf den Abschied von Klaipeda vor Auslaufen ist für heute Abend geplant.. Einige sind noch unterwegs in der Stadt und auf der Kurischen Nehrung.
Gruß von allen an alle! Die ROALD. | | |
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