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22.10.14 :: english website :: druckfreundliches Layout
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Aktuelle Tagesmeldungen von der Roald

Alle aufgezeichneten Törns verfügen mindestens über eine Karte mit der gesamten Wegstrecke des Törn. In der Regel gibt es dazu - gerade wenn es im gleichen Seegebiet viele Positionen gibt - Detailkarten.

 

Bitte beachten Sie, daß sich die Detailkarten von Tag zu Tag unterscheiden können.

Die jeweils passende Detailkarte gibt es immer in der Titelzeile des jeweiligen Tagesberichtes unter Detailplot.

Der Link GE-Overlay ist ein Google-Earth-Overlay zum Download. Was man damit anfangen kann

 

Die gesammelten Plotts der aufgezeichneten Törns finden sich hier.

 

Zur Zeit werden auf dieser Seite die letzten 5 Tagesmeldungen angezeigt.

 

HINWEIS: Im Moment funktioniert die Gernerierung der Trackdaten nicht. Deshalb führen die beiden Links ins leere. Wir arbeiten daran.

 

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2014-10-20   Ort:   Hafen von Oostende     Kursplot     GE-OverlayTörn 0483
Position  51°13,5 N
002°56,0 E
 Etmal
Kurs
Speed

 WindSSW
7 bft
Druck1009 hpa Welle
Dünung

Bedeckung8/8 Temperatur
Wassertemp.
13 °C
16 °C
Segel-Std5 h  Masch-Std19 h
 
Kurzkommentar

Gesetzte Segel

Var.  Segel hat den Wert 000000000000000000, scheinbar gibt es dieses Segelschema bisher noch nicht in der Datenbank. Eventuell ist die Kombination schwachsinnig.

 
TagesberichtMit Gummibänseln die Ölzeughose fest um die creweigenen Gummistiefel geschnürt und hinein ging es ins Klüverbaumvergnügen. Vorstengestagsegel und Innenklüver unter wolkenverdeckten Sternen bergen. Die Möglichkeit sich zu beweisen hatten sie als die Nordsee mir und den Freunden der 4-8 Wache bis an die Knie sich erhob. Im Morgengrauen sahen wir Ostende das erste Mal. Mit dem aufkommenden Unwetter im Rücken und dem ganzen Tag noch vor uns entschied der Kapitain um 180° zu drehen und die Mannschaft mit einigen Segelstunden zu beschenken. Abziehende und aufziehende Wache setzen gemeinsam Vorober- und Untermars, Großuntermars, Großstengestagsegel, Innenklüver und Vorstengestagsegel. Mit Sonnenschein, Windstärke 8 Bft und turkislilanem Wasser segelten wir Eckernförde entgegen. Die wieder mit zwei Wachen gefahrene Halse am Mittag brachte uns wieder auf den alten Kurs zurück.
In die Schleuse steuerte uns gekonnt unser Kapitain mit knappem, ausreichenden Abstand zu den Pollern. Nach dem Anlegen wurden die Segel noch schön gepackt und die Ankunft und der schöne Tag mit einem gemütlichen Abendbrot beendet.
Jetzt geht’s auf Treve den festen Boden unter den Füßen genießen.

Liebe Grüße ins Havelland und den Rest der Welt,
Georg, fremder Zimmerer HVL

FNgALzJT
 
 
2014-10-19   Ort:   Südwestliche Nordsee     Kursplot     GE-OverlayTörn 0483
Position  52°00,0 N
002°53,9 E
 Etmal
Kurs
Speed
180 Grad
4,7 kn
 WindSW
7-8 bft
Druck1014 hpa Welle
Dünung

Bedeckung4/8 Temperatur
Wassertemp.
16 °C
16 °C
Segel-Std3 h  Masch-Std21 h
 
Kurzkommentar

Gesetzte Segel

Var.  Segel hat den Wert 000000000000000000, scheinbar gibt es dieses Segelschema bisher noch nicht in der Datenbank. Eventuell ist die Kombination schwachsinnig.

 
Tagesbericht"Ich will ein Eis!" "Sind wir endlich da?" "Ich muss auf's Klo." -- Die Wache 3 ist auf ihrem Tiefpunkt angelangt, was nicht nur dem eklatanten Mangel an Speiseeis geschuldet ist. Auch unter widrigsten Umständen (kein Eis) gehen wir unserer Arbeit nach. Bei der morgendlichen Wache werden Hartwigs Durchhalteparolen von Böen der Windstärke 8 ungehört über Bord geweht, die Verständigung erfolgt jetzt über Rauchzeichen von Achtern. Tief in ihrem Innern aber hat sich die Wache 3, zu Törnbeginn vor Tatendrang strotzend, einen schwächlich glühenden Restfunken an Motivation behalten, gerade genug um die nächste Zigarette anzuzünden oder in Unterbesetzung umzubrassen. Das Deck gleicht einer weiß schäumenden Wildwasserbahn, und doch gelingt es uns, das Vorstengestagsegel und das Großstengestagsegel zu setzen und mit letzter Kraft die Kojen für einen Mittagsschlaf zu erreichen.
Am Abend tritt eine nur oberflächlich ausgeruhte, aber sichtlich von tagelangem Eisentzug, Tabakkonsum und Nieselregen gezeichnete Truppe an die schäumende Front, um die Roald in einem aufopferungsvollen Kraftakt auch die letzten vier Stunden des 19. Oktobers auf Kurs zu halten. Der Vorrat an schlechten Herrenwitzen geht langsam aber sicher zu Neige,
Jan grüßt Beate
... und Theo schaut in die Sterne
 
 
2014-10-18   Ort:   Nordsee TSS off Botney Ground     Kursplot     GE-OverlayTörn 0483
Position  54°01,7 N
003°42,1 E
 Etmal
Kurs
Speed
265 Grad
4,5 kn
 WindS
6 bft
Druck1012 hpa Welle
Dünung

Bedeckung6/8 Temperatur
Wassertemp.
17 °C
20 °C
Segel-Std4 h  Masch-Std20 h
 
Kurzkommentar

Gesetzte Segel

Var.  Segel hat den Wert 000000000000000000, scheinbar gibt es dieses Segelschema bisher noch nicht in der Datenbank. Eventuell ist die Kombination schwachsinnig.

 
TagesberichtAuf See. Draußen, irgendwo auf der Nordsee, ganz weit weg von allem, was zu Hause wichtig sein könnte. Seit wir von Helgoland weg sind und die Roald rollt und stampft guckt jeder jedem unter die Kapuze und fragt "geht es dir gut?"
Ja, es geht mir gut! Besser als seit Wochen, vielleicht seit zehn Jahren, als ich zuletzt an Bord war. Erst fasst die Roald noch vorsichtig nach mir, steckt mich einen Tag in die Trockenlast. Dann packt sie richtig zu. Backschaft, brassen, Segel packen: ich habe überall blaue Flecken, bin übermüdet und ungeduscht, die Haare irgendwann zuletzt auf Helgoland gebürstet. Aber die Tampen sprechen mich noch mit Namen an, an viele habe auch ich noch gute Erinnerungen.
Ich stehe am Ruder, meine Wache setzt das Großstengestagsegel, mein Toppsi brüllt "einer geht noch" und ich muss lachen: vor zehn Jahren war das noch mein Spruch!
Mitternacht raus aus der warmen Koje, an Tampen zuppeln und Taljen ansetzen. Ölbohrtürme am Horizont, Sterne über den Toppen, Gischt fliegt im grünen Steuerbordlicht vorbei.
Zurück in der Koje: abwechseln drücken die Wellen mich fest in die Matratze, kurz danach schwebe ich wieder. Zwischen Tür und Haken habe ich Klopapier gestopft, damit es nicht klappert. Die Nordsee gurgelt im Bulleye. An Deck höre ich den Toppsi rufen "einer geht noch" und fühle mich zu Hause. Die Maschine geht aus. Wir sind ein Segelschiff. Endlich. Die Backschaft hängt über dem Schanzkleid oder hat sich gleich (wie ein Großteil der Crew) ganz in die Koje verholt. Aus der Kombüse kommt nur Eintopf. Wieder in die klammen Klamotten. Trotz fünf, sechs Windstärken lässt die Sonne die Farben strahlen: das rostrote Schanzkleid vor den petrolgrünen Nordseewellen mit weißen Schaumkämmen. Ein Toppsgast der Freiwache erscheint halbnackt an Deck und mault, weil ein Block schlägt. Fast alles ist genau so wie früher auf der Roald. Allerdings gibt es jetzt immer genug Tassen in der Messe, feste Generator-Laufzeiten und es werden wesentlich weniger "Kirchen" an Deck gebaut. Als ich beim Packen der Untermars an die Grenzen meiner Kräfte (und darüber hinaus) komme, frage ich mich, warum ich mir das eigentlich wieder antue. Dabei ist es ganz einfach: Seefahrt tut Not!

Für die Wache 1, die ganze Crew und vor allem für alle, die schon viel zu lange nicht mehr an Bord waren,

veRena
 
 
2014-10-17   Ort:   Nordsee westlich Helgoland     Kursplot     GE-OverlayTörn 0483
Position  54°12,5 N
007°36,5 E
 Etmal
Kurs
Speed
280 Grad
5,5 kn
 WindSW
6 bft
Druck1009 hpa Welle
Dünung

Bedeckung6/8 Temperatur
Wassertemp.
17 °C
17 °C
Segel-Std  Masch-Std3 h
 
Kurzkommentar

Gesetzte Segel

Var.  Segel hat den Wert 000000000000000000, scheinbar gibt es dieses Segelschema bisher noch nicht in der Datenbank. Eventuell ist die Kombination schwachsinnig.

 
TagesberichtAls gestern bekannt wurde, daß wir nochmals eine Nacht an der Ostmole unseres Gasthafens Helgoland verbringen würden, war es nun wieder an uns, die Hafenwachen einzuteilen. Die hier zur Zeit vorherschende Tide ist in ihrem Hub zwar nich außerordenlicht groß, dennoch ist ein gelegentliches Anpassen der Festmacher und der Fender nicht zu vermeiden. Letztere übrigens fanden großen Gefallen daran, uns die Nacht hindurch mit ihren unmusikalischen Einlagen in Form von druckgestreßtem Ächzen bei Laune zu halten. Fender aus Autoreifen haben nun mal die Eigenschaft, an der metallenen Bordwand solche elenden Klänge zu erzeugen, wie jeder sie von uns kennt, wenn man etwas unvorsichtig mit den Reifen beim Parken den Gehsteig berührt. Um hier gleich ein Crewmitglied zu zitieren: "Dies gehört nunmal zur Hafen-Romantik dazu"- und dem kann man nur herzlich beipflichten.
Die Wachen bemerkten die Nacht hindurch ein langsames Verstärken und Schralen des Windes von Süd auf Südsüdwest. Mit 5 Beaufort Windstärke konnte man sich eigentlich das Kämmen der Haare am Morgen sparen. Unglücklicherweise bedeutete Wind aus SSW nichts anderes als Wind steuerbord querab, der die Roald nun noch mehr gegen den Pier drückte und dem einen oder anderen Fender alles abverlangte. Auf alle Fälle würde es ein ganz "feines" Ablegemanöver geben, das für acht Uhr angekündigt wurde. Der Wind drückte den Bug der Roald so gegen die Pier, daß mit Eindampfen in die Achterspring kein Ausdrehen mehr möglich schien. Glücklicherweise legte gestern der Dreimastschoner GROßHERZOGIG ELISABETH achterlich von uns an der rechwinklig verlaufenden Pier an und bot uns netterweise seine Hilfe an. Wir belegten unsere längste Festmacherleine auf einem vorderen Poller der "Lissi" und auf unserem Ankerspill. Auf diese Weise konnten wir mit Hilfe des Spills den Bug abklappen und Richtung Hafenausfahrt drehen.
Das Dinghi brachte die Leine zu unseren Freunden der "Lissi", eine Wache kümmerte sich um die Fender achterlichseits und die Mannschaft am Spill stand "Gewehr bei Fuß". Auf Befehl unseres Kaptitäns drückte die Maschine die Roald in die Achterspring, die Fender heulten und knarrten unter der Last auf und das Spill begann sich langsam zu drehen. Nur zögerlich ließ sich die Roald zur Drehung über den vorderen Steven bequemen, wie es sich für eine elegante alte Dame geziemt. Allmählich und wahrscheinlich im Wissen, dass dieses Manöver sie wieder in ihre natürliche und geliebte Heimat, die offene, sich großweitende See führen würde, beugte sich die Roald letztlich dem Zug der Leine und der Kraft des Spills und drehte ihren Klüverbaum immer mehr in Richtung Hafenausfahrt. "Achterleiene los, Achterspring los!" rief unser Kapitän vom Deckshausdach herab und endlich war die Roald frei mit Kurs in die Nordsee. Die Freude an Bord über das gelungene anspruchsvolle Manöver war riesig. Klardeck lief nun ganz von leichter Hand.
Unter Maschine laufend begrüßte uns die Nordsee ganz herzlich mit 6 Windstärken und ordentlich Wellen, die sich Wasserspielen gleich am Bug der Roald entzweiten und hie und da schelmisch dem Ausguck eine frische Dusche verpaßten. Die noch zusätzlich ankommenden Dünung am späteren Nachmittag gab dem einem oder anderen Seemann den Rest. Oben rollte und stampfte es, unter Deck sah es in den Mägen nicht gänzlich anders aus. Da half leider auch die große Palette von Schmankerln aus Theos Kombüse nicht weiter. Die Eine oder der Andere verabschiedete sich seekrank von Deck und das ist okay so. Das ist eben Segeln, das ist, was es heißt auf dem Meer in den Genuß der Roald zu kommen, und Seekrankheit geht bekanntlich ja vorüber. Aber wenn man an den Sonnenuntergang von heute Abend denkt, ist dies einfach alle Mühe und Unannehmlichkeiten wert. Was für ein weiterer unvergeßlicher Tag auf unserer Roald!

Laura grüßt ganz lieb Andreas. Auch Theo grüsst seine sechs Pfoten.
Diä zwöiköpfigi Schwyzer Bsatzig a Bord vo de Roald grüässt ganz liäb aui diheime i de Schwyz.
Hartwig grüsst alle Leute aus der Möllerstrasse. Liebe Grüße von Töchting. Ganz liebe Grüße von Mama in die Mühlenstraße ad rip. vis.
 
 
2014-10-16   Ort:   Hafen von Helgoland     Kursplot     GE-OverlayTörn 0483
Position  54°10,5 N
007°53,9 E
 Etmal
Kurs
Speed

 WindSSW
5 bft
Druck1007 hpa Welle
Dünung

Bedeckung8/8 Temperatur
Wassertemp.
13 °C
11 °C
Segel-Std  Masch-Std
 
Kurzkommentar

Gesetzte Segel

Var.  Segel hat den Wert 000000000000000000, scheinbar gibt es dieses Segelschema bisher noch nicht in der Datenbank. Eventuell ist die Kombination schwachsinnig.

 
TagesberichtWährend der entspannten Hafenwache in großer Runde, wurde die Wache 3 um 24 Uhr mit einem kleinen Geburtstagsumtrunk, gespendet vom feierflüchtigen Geburtstagskind, in die Kojen entlassen. Der aufziehenden Wache 1 oblag die Aufgabe, die Landgänger sicher über die steilstehende Gangway zu lotsen und weiterhin natürlich die Festmacher im Auge zu behalten.

Beim All-Hands wurde nach einem späten Frühstück bekannt gegeben, dass es nocheinmal die Möglichkeit geben sollte Helgoland bei Lichte zu betrachten. Für die Stammcrew hieß es vorher noch seeklar zu verstauen, bzw. diverse kleinere Reparaturaufgaben zu erledigen.

Im Verlauf wurde in kleineren Gruppen noch speziellere Teile der Notrollen besprochen, also wann die Ratten das sinkende Schiff verlassen, was passiert wenn nur ein Unfreiwilliger das Schiff verlässt und einiges mehr.

Es blieb natürlich ausreichend Zeit die Insel zu umwandern, die helgoländischen Läden zu erkunden und eigene Vorräte zu füllen.
Zum Nachmittag wurde der Geburtstagskuchen mehr oder weniger brüderlich geteilt.
Am frühen Abend konnten wir das einlaufen der "Großherzogin Elisabeth" beobachten und einige von uns haben den aktuell größten SAR am Nachbarkai besucht und von Innen bewundern dürfen.

Der Tag endete wie er begann, mit recht entspannter Hafenwache im Helgoländer Hafen.

So jetzt gehts in die Koje, Anke!


Und Theo grüßt seine 6 Pfoten
 
 




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