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22.12.14 :: english website :: druckfreundliches Layout
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Was erwartet Dich als Trainee auf Großseglern?

Da wir uns an Bord alle duzen, wechseln wir hier auch schon mal ins Du.

 

Hier findest Du Tipps&Tricks zum Bordleben, einen Vorschlag, was Du auf einen Törn mitbringen solltest, noch einmal etwas genauer, was wir mit Dir so alles anstellen werden, aber auch, was bei uns nicht läuft oder schlicht verboten ist.

 

 

 


Was passiert an Bord?


Im Prinzip wirst Du als Trainee alles, was wir als Stammcrew tun, um das Schiff zu bewegen und es zu erhalten, auch tun. Wir als Stammcrew haben dabei vor allem die Funktion, Dich und deine Kollegen auf die anstehenden Aufgaben vorzubereiten und sie gemeinsam mit Dir durchzuführen. Dies betrifft alle Bereiche des Schiffes, und beginnt z.B. beim Aus- und Einpacken der Segel, geht über Segel- und Hafenmanöver und Wachdienst und endet auch noch nicht bei eher profanen Dingen wie Backen und Braten für 36 Leute oder beim täglichen Reinschiff.

Auch Pflege- und Wartungsarbeiten gehören zu den Dingen, die wir gemeinsam erledigen, dabei lernt man ganz nebenbei, wie man spleißt, richtig pöhnt oder auch Rost klopft.

Manche lernen auch, wie man die meist schlafenden Ungeheuer im Schiffsbauch (je nach persönlicher Beziehung zum Gerät auch Erna, Kartoffelmaschine oder schlicht als das Ding bezeichnet) zum Leben und Rütteln erweckt, oder auch, wie man herausfindet, wo sich das Schiff gerade befindet, wie man Wetter macht, Vollkornmohnbrötchen backt, Ankerkette staut, Segel näht oder bei Fischern Fisch eintauscht.

 

Du wirst Dich jetzt wahrscheinlich fragen, warum Du Dir dies in deinen wenigen freien Tagen im Jahr antun sollst, und darauf haben wir eine überzeugenede Antwort: Es macht einfach Spaß!

Im Rigg lernt man, den inneren Schweinehund zu überwinden und seine eigenen, tatsächlichen Grenzen besser kennenzulernen. Du erfährst ganz nebenbei, wie sich ein Mikrokosmos - also unsere Bordgemeinschaft - selbst organisiert. Du merkst, worauf es ankommt und was eigentlich gar nicht so wichtig ist, aber in deinem sonstigen Leben ziemlich viel Zeit raubt.



Du siehst, Du bist als Trainee komplett in alle Arbeitsabläufe an Bord eingespleißt, und wir sind auch darauf angewiesen, daß die Trainees bei allen Aufgaben mitanpacken. Dies ist auch ohne größere Probleme möglich, da die einzelnen Arbeitsschritte nicht wirklich kompliziert sind, sondern einfach nur unbekannt, und dies ändert sich meist recht schnell innerhalb der ersten Tage.

 

Beim Arbeiten mit den Segeln gehen wir erstmal davon aus, daß Du als Trainee unter normalen Bedingungen mit uns gemeinsam ins Rigg steigst, um die dort anfallenden Arbeiten zu erledigen.

Es wird auch niemand belächelt, benachteiligt oder sonst irgendwas in der Richtung, der sich das nicht zutraut, probieren sollte man es allerdings unbedingt. Die Höhe gibt eine fantastische Sicht, in den Masten unseres Schiffes sind die schönsten Arbeitsplätze zu finden und es ist ein unglaublich gutes Gefühl, wenn man den inneren Schweinehund das erste Mal überwunden hat.

Und, es sei Dir verraten, es gibt nur sehr wenige Fälle, die wirklich bis zum Ende einer Reise nicht hochgehen, die glücklichen Gesichter derjenigen, die wieder herunterkommen, sind meist ein großer Anreiz, es doch selbst zu probieren.

Die, die es erst zum Schluß eines Törns versuchen, sind oft etwas verärgert darüber, daß sie es nicht früher probiert haben.

 

Segeln auf Großseglern ist manchmal richtig harte Arbeit, das Setzen der Obermarsen auf der Roald erfordert z.B. richtig Kraft und Ausdauer.

Ebenso kann es gut passieren, daß man sich, noch bevor man genau weiß, wo man schlafen wird, mit einen großen Karton Eiern, Gemüse, wasserdichtem Fett oder sonst irgendwelchem Zeug, das wir an Bord benötigen, in den Händen wiederfindet und in eben gebildeter Kette weiterreicht.

Dies heißt nun aber auch nicht, daß wir Euch 24 Stunden am Tag auf Temperatur halten, aber es bedeutet eben auch, das Großseglersegeln bei uns eine Menge Mitarbeit erfordert, die Roald ist eben kein Kreuzfahrtschiff, auf der die Gäste "besegelt" werden.

 

In der Regel segeln wir in einem festen Wachsystem, während der eigenen Wache ist man gemeinsam mit den anderen Leuten in der Wache verantwortlich für das gesammte Schiff. Das System von Wache und Freiwache ist notwendig, um rund um die Uhr unterwegs sein zu können, und es entwickelt sich oft ein sportlicher Wettstreit zwischen den drei Wachen; Aufgaben mit der eigenen Wache alleine oder schneller und besser als die anderen zu lösen, stiftet Gemeinschaft.

Konkret bedeutet "Wache gehen", zweimal am Tag für jeweils 4 Stunden das Schiff zu segeln, so daß die anderen Wachen in dieser Zeit schlafen können oder Freizeit haben.


Zu den Aufgaben der Wache gehört:



Die Kammeraufteilung.
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  • Ruder gehen (das Schiff "lenken")

  • Ausguck gehen (dafür sorgen, daß wir niemand anderes über den Haufen fahren)

  • Die Segel trimmen (sie so einstellen, daß wir möglichst schnell vorwärts kommen)

  • Segel setzen und bergen, wenn sich die Windsituation ändert

  • Den Kurs bestimmen und andere "taktische" Entscheidungen treffen

  • Im Hafen und vor Anker das Schiff und die Schlafenden bewachen, den Ankerplatz beobachten

  • Die nächste Wache rechtzeitig wecken

  • Die Reinschiffstation der Wache erledigen

  • Die Kombüse unterstützen, wenn dafür Zeit bleibt

 

Eine ganze Menge, aber eine Wache besteht aus 8 bis 12 Leuten, so daß sich die Aufgaben ganz harmonisch über die Wache verteilen.

 

Erschöpft von Wind, Seegang, getaner Arbeit und den vielen neuen Eindrücken kannst Du dann nach dem meist sehr rituell begangenen Wachwechsel in deine gemütliche Koje kriechen.

Die Kammer teilen sich in der Regel je vier Menschen, man kann auch zünftig in Hängematten im Messe-Logis schlafen, was besonders bei Jüngeren (und denen, die sich für jungeblieben halten) gut ankommt.



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